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Anlässlich des 75-jährigen Vereinsbestehens

SSC Reute hat neues Ultra-Leichtflugzeug erworben



Foto: Rudi Heilig
Klosterpfarrer Uli Steck erbittet den Segen Gottes für das Flugzeug und die Menschen, die damit fliegen. “Er verspricht uns, dass wir in allen Anliegen und auch Gefahr zu ihm rufen dürfen.“ Generaloberin Maria Hanna Löhlein assistiert.

Bad Waldsee / Reute – Anlässlich des 75-jährigen Bestehens des Sport- und Segelfliegerclubs Bad Waldsee-Reute (SSC) feierte der Verein am 12./13. Juli ein großes internes Fest auf dem Fluggelände. Der rührige Verein freut sich, bereits seit 50 Jahren in Reute auf der Klosterwiese einen eigenen Flugplatz zu haben. Stolz sind die Reutener Flieger über den Besitz eines neuen Ultra-Leichtflugzeugs. Durch den Verkauf älterer Maschinen und dank einer guten Vereinskasse war die 120 000 Euro teure Anschaffung im laufenden Etat eingepreist.

Gekommen zu diesem Jubiläum waren neben Oberbürgermeister Matthias Henne (mit Familie) und Ortsvorsteher Achim Strobel auch Generaloberin Schwester Maria Hanna sowie Klosterpfarrer Uli Steck.

Gruppenbild mit Flugzeug: Unser Bild zeigt von links SSC-Vorstand Franz Bormann, Oberbürgermeister Matthias Henne, Generaloberin Maria Hanna Löhlein, Klosterpfarrer Uli Steck und Ortsvorsteher Achim Strobel.

16 Flugzeuge aus der Schweiz

Zur großen Freude der Reutener Flieger kamen neben Fliegerkameraden aus Bad Saulgau, Pfullendorf und Biberach auch Freunde aus der Schweiz: Der Oldtimerclub Briel-Kappeln (nördlich von Bern) brachte gar 16 Flugzeuge nach Reute.

Eines der Flugzeuge aus der Schweiz.

Aktives Mitglied seit 44 Jahren: Friedhelm Christ

Bei der Würdigung vieler verdienter Vereinsfunktionäre war zuvorderst Friedhelm Christ genannt: Er steht als aktives Mitglied seit 44 Jahren täglich auf dem Vereinsgelände in Reute. Dazu war er in zwei Perioden Erster Vorsitzender des Vereins.

Vorstand Franz Bormann würdigte Pioniergeist

„Leidenschaft und Pioniergeist prägten das Dreiviertel-Jahrhundert des Reutener Fliegerclubs“, so Vorsitzender Franz Bormann bei seiner Begrüßung. Heute zählt der Verein 80 aktive Mitglieder, diesen stehen sieben Motor- und Segelflugzeuge zur Verfügung. Exakt die gleiche Anzahl an Flugzeugen haben Vereins-Mitglieder privat im Reutener Hangar stehen. Bormann dankte den zahlreichen Pilotinnen und Piloten für eine großartige Vereinsarbeit. Ein Meilenstein war 1994 die Anschaffung eines Schleppflugzeugs. Freundschaftliche Bande zum Oldtimerclub Briel-Kappeln im Kanton Bern werden gepflegt; der dortige Vorsitzende Paul Misteli dankte dafür sehr herzlich, unter großem Applaus überreichte er den Reutener Flugkameraden einen delikaten Käselaib.

SSC-Vorstand Franz Bormann spricht.

Grußwort von OB Henne

„Die Suche nach einem eigenen Flugplatz war zunächst eine Odyssee.“ OB Matthias Henne erwähnte in seinem Grußwort, dass damals außer in Hopfenweiler auch schon in Arisheim sowie im Steinacher Ried Flieger starteten und landeten. Mit viel Herzblut und Eigenleistung wurde dann der neue Flugplatz in Reute angegangen. Seit vielen Jahren kommen tausende Besucher zum großen Modellflugtag sowie zum Drachenfest. Beide Veranstaltungen sind inzwischen fest etabliert und finden großen Anklang. Henne erwähnte in diesem Zusammenhang große sportliche Erfolge des SSC. So erzielten Martina und Johannes Schuler einen 3. Platz im Ultraleichtflug bei den Deutschen Meisterschaften und konnten somit dieses Jahr bei der Sportlerehrung in Bad Waldsee geehrt werden. „Eine schöne Sache ist auch, dass Ihr Verein bei unserem Altstadt- und Seenachtfest immer mit dabei ist. Wir sind wieder gespannt auf Ihre Mohrenkopf-Schleuder“, so das Stadtoberhaupt wörtlich. Lebhaften Beifall zollten die vielen Anwesenden bei einer Scheckübergabe der Stadt Bad Waldsee über 750 Euro.

Die Segnung des neuen Flugzeuges

Die Segnung des neuen Ultra-Leichtflugzeuges mit dem offiziellen Namen „D-MDBC“, genannt Bravo – Charlie“ übernahm Klosterpfarrer Uli Steck. „Mit dieser Segnung fliegt das neue Flugzeug nicht schneller und auch nicht sicherer“, so der Pfarrer, „jedoch hat es etwas mit Gott zu tun. Er verspricht uns ja, dass wir in allen Anliegen und auch Gefahr zu ihm rufen dürfen.“ Mit geweihtem Wasser, welches Generaloberin Schwester Maria Hanna bei sich führte, besprengte Steck das neue Flugzeug. Andächtig beteten die Festgäste zum Abschluss ein „Vaterunser“.

“Bravo – Charlie”, so heißt das neue SSC-Flugzeug im Flieger-Slang.

Im Anschluss der Feier wurde zum Abendmenü geladen. Daneben gab es laufend Starts und Landungen der Vereinsflieger. In erster Reihe genoss neben dem OB mit seiner Familie auch Generaloberin Maria Hanna einen Oberschwabenflug mit Jacob Bosch. Als Pressevertreter hatte auch Rudi Heilig das Vergnügen, mit Gerhard Müller die Welt von oben zu erleben. Das Fest dauerte zwei Tage, auch am Sonntag waren noch viele Flugzeuge am Himmel zu sehen.

Blick auf den Bad Waldseer Stadtsee, aufgenommen von Rudi Heilig.

Text und Fotos: Rudi Heilig

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Fotos: Rudi Heilig

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