Aktuell
Der 8. März als Internationaler Frauentag ist wohlbekannt, aber was repräsentiert der 19. November? Es ist der Internationale Männertag – der weitgehend unbekannt ist. Warum ist das so? BLIX holte Rat bei der Künstlichen Intelligenz Copilot und kommt zu dem Schluss: Der andere Mann ist gesucht!
Liebe Leserinnen, liebe Leser, wir in Oberschwaben sind gut durch den Sommer gekommen. Das Wetter war durchwachsen, wie es so sein soll, wenn man sich an den Durchschnittssommer hierzulande erinnert. Es fehlten heuer die krassen Extremen der letzten Jahrzehnte, und das ist gut so. Auch wenn die Ferienkids und ihre Familien vermutlich etwas mehr Sonne gewünscht hätten. Aber freuen wir uns, dass wir ohne Katastrophen durch den Sommer gekommen sind. Denn das ist nicht mehr selbstverständlich. Wir muten unserem Globus nämlich immer noch viel zu viel zu. Wir können es ignorieren, aber es wird sich rächen. Deshalb gilt es, unser Leben in Einklang zu bringen mit den Ressourcen, die uns „Mutter Erde“ zur Verfügung stellt – wenn wir wollen, dass …
Oberschwaben – Ich bin gewarnt. Die „Allianz für Allgäu-Oberschwaben“ richtet einen „kritischen Appell an die regionale Wirtschaft … ganz unabhängig von der Größe oder Branche Ihres Betriebs“. Also auch an mich als Kleinunternehmer. In einem zweiseitigen Schreiben, das mich per Post noch vor den Sommerferien erreicht, werde ich vor einem „Biosphärenregime“ gewarnt, dessen „Entscheidungsgewalt … bei Behörden in Tübingen, Stuttgart, Berlin – und sogar in Paris“ liegt. Von dort drohen mir „Fesseln“, heißt es abschließend und ich werde sorgenvoll aufgefordert: „Seien Sie aufmerksam“! Das will ich wohl sein, schließlich bin ich nicht nur Verleger, sondern auch Journalist. Also: Spitz pass auf! Worum geht’s?
Münsingen – Mike Münzing kann sowohl den großen Bogen spannen als auch ins Detail gehen. Er weiß um den Anfang, die Entwicklung, den Stand der Dinge heute und blickt voller Tatendrang in die Zukunft des 2008 aus der Taufe gehobenen Biosphärengebiets Schwäbische Alb. Seit 1997 ist der heute 57-Jährige Bürgermeister von Münsingen – mit viel Herzblut und SPD-Parteibuch. Münsing betont: „Wir haben keinen Parteienstreit.“ (Die AfD gibt es nicht im Gemeinderat.) „Wir suchen nach Lösungen nicht nach Problemen.“ Der leidenschaftliche Kommunalpolitiker ist vehementer Befürworter des Biosphärenkonzepts. Weil, so erklärt Münzing, „nur auf kommunaler Ebene ist es überhaupt möglich, Modellregionen für nachhaltige Entwicklung zu schaffen“. Und darum g…
Torfwerk – Walter Seifert ärgert sich, also schreibt er einen Leserbrief als „Moorbauer“ und erhält, was er will: Aufmerksamkeit. Worüber er sich ärgert, ist die Kampagne gegen das geplante Biosphärengebiet. „Vernunft statt Bürokratie – Nein zum Biosphärengebiet“ lautet der Appell auf den Transparenten entlang der Straßen. Platziert von der „Allianz für Allgäu-Oberschwaben“, einem Aktionsbündnis des Bauernverbandes Allgäu-Oberschwaben mit dem regionalen Adel. Und das im Gedenken an 500 Jahre „Bauernlegen“, empört sich der 70-jährige „Moorbauer“ und kündigte seine Mitgliedschaft beim Bauernverband zum Ende des Jahres. Der zornige alte Mann hat was zu sagen.
Steinhauser Ried – Wo einst Entwässerungsgräben gezogen wurden, um Moorböden für die Landwirtschaft nutzbar zu machen, sucht man heute nach Wegen, das kostbare Nass zurückzuhalten und wieder einzuleiten, um das verheerende Austrocknen zu stoppen. Im Steinhauser Ried, Teil des Federseebeckens, hat das Land inzwischen ein Drittel der in den 50er Jahren kultivierten Moorflächen zurückgekauft und renaturiert. Doch für die verbleibenden Landwirte ist jeder Hektar unverzichtbar, insbesondere im Hinblick auf die EU-Flächenprämien, ohne die viele Betriebe nicht mehr wirtschaften könnten.
Als Reaktion auf die Aktivitäten der Gegner des geplanten Biosphärengebiets Oberschwaben/Allgäu hat sich der Verein „Pro Biosphäre“ gegründet. Sein Ziel ist, die Menschen in der Region „über die Chancen eines Biosphärengebietes“ zu informieren und zwar „faktenbasiert“.
Ravensburg – Laut ging es bei der Demonstration gegen den Krieg in Gaza in Ravensburg am 20. September zu, initiiert von Menschen christlichen, islamischen, jüdischen Glaubens und ohne Religionsbindung.
Liebe Leserinnen, liebe Leser, Sommerzeit ist Urlaubszeit und Zeit für unsere Doppelausgabe August/September. Unser Titelthema „Urlaub dahoim“ ist dafür bereits ein Klassiker. Jedes Jahr von neuem staunen wir über die Vielzahl von Orten und Veranstaltungen, die in der Region zu einem Besuch einladen. Das Spektrum reicht von beschaulich bis aufregend und lässt nur den Wunsch nach Strand und Palmen offen. Fantastisch!
Wolfegg / Bad Schussenried – An dem Thema kommt man in diesem Jahr nicht vorbei: 500 Jahre Bauernkrieg. Also war klar, das Shooting mit Roland Roth, den viele als Role kennen, der das Wetter macht, muss diese Historie einfangen. Das Bauernhausmuseum in Wolfegg bietet dafür die ideale Location, schließlich gibt es dort in der Zehntscheuer eine aktuelle Ausstellung zum blutigen Geschehen anno 1525, und das imponierende Gebäude aus Stein und Fachwerk ist selbst Zeitzeugin. Die Scheuer befand sich vor 500 Jahren noch im Kloster Weißenau und diente den Mönchen als Speicher für das Getreide, das sie von den Bauern als Zehnten eintrieben. Nun findet sich dort eine Ausstellung, die den Fokus auf das Leben der Bauern vor 500 Jahren richtet und d…
Altdorfer Wald – Ich biege mit meinem roten Kleinwagen von der schmalen Landstraße ab. Die Abzweigung ist so unauffällig, dass ich mich erst einmal vergewissern muss, dass ich auch wirklich richtig bin. Mein Handy zeigt an: „Waldbesetzung Altdorfer Wald (Alti).“
Kanzach – Die Zielgruppe ist da trotz zeifelhafter Wetterlage. Viele Kinder, die auf dem Spielplatz toben, und ihre Eltern, die selbstgemachte Leckereien aufgetischt haben. Ein Familienevent am Samstagnachmittag, direkt neben der Bachritterburg. Die verschlossen ist: das Holztor ist verriegelt, die Holzpalisaden sind spitz und abwehrend. Dahinter verbirgt sich ein historisches Kleinod aus dem Mittelalter, das vor über 20 Jahren als Kulturangebot und Ausflugsziel für die ganze Familie errichtet wurde und heute meist nur noch Wind und Wetter ausgesetzt ist. Es droht der Verfall – nicht schon morgen, aber wie es weitergehen soll, weiß niemand. Auf der Suche nach Rettung.
Aulendorf – Geburtstage und Jubiläen sind willkommene Anlässe, um nach dem Geleisteten, dem Gelungenen und Besonderen zu fragen. Matthias Burth ist seit 17 Jahren Bürgermeister in Aulendorf. BLIX wollte von ihm wissen, was es auf sich hat mit „75 Jahre Stadt Aulendorf“.
Bad Saulgau – „Der Kampf gegen das Artensterben und den Klimawandel ist die größte Herausforderung der Menschheit. Das ist wie eine Damoklesschwert. “ Den Satz wird Thomas Lehenherr (62) nicht müde immer und immer zu wiederholen. Und immer schiebt er nach: „Aber es gibt Lösungen.“ Das Wissen über das Artensterben hat er seit seinem Studium der Agrarwissenschaft in Hohenheim und seinem Aufbaustudium Umweltschutz an der Fachhochschule Nürtingen verinnerlicht. Die Hoffnung, dass noch vieles zu retten ist – motiviert ihn seit 33 Jahren als Umweltbeauftragter der Stadt Bad Saulgau.
Liebe Leserinnen, liebe Leser, das Jahr ist zur Hälfte um, und die Tage werden schon wieder kürzer. Mir scheint, dieses Jahr hat einen Turbo. Was natürlich Quatsch ist, aber gefühlt ist es so. Also hab’ ich doch recht! Denn Gefühle sind auch Realität, was denn sonst?
Biberach – Selbst im Totenbett dachte er noch an die Arbeit, die für ihn das Leben bedeutete. „Jetzt beginnt der große Urlaub“, habe Hans Liebherr zum Abschied gesagt, erinnert sich der ehemalige Pfarrer Maier aus Kirchdorf. Der Gründer des Liebherr-Imperiums starb schwerkrank am 7. Oktober 1993 in der Schweiz. „Wohlvorbereitet“ sei der 78-Jährige gewesen. „Ausdruck seiner inneren Stärke sei es auch gewesen, wie gelassen er dem Tod entgegengesehen habe“, wird der Geistliche im Begleitbuch zur aktuellen Ausstellung „Liebherr. Ideen werden Wirklichkeit“ vom Museumsleiter, Kurator und Buchautor Frank Brunecker zitiert.
Weipoldshofen – Zuerst kommt das Heu. Zumal bei einem Heumilchbauern. Denn gutes Heu gibt gute Milch, erklärt Alfons Notz (75). Dessen Sohn Jonas (37) sich wegen des Heuwetters entschuldigen lässt. Dafür nimmt sich der Altbauer Zeit, um dem Journalisten zu erklären, wie die Dinge zusammenhängen, über die zu sprechen, er sich angemeldet hat. Was ist noch übrig geblieben von „500 Jahre Bauernkrieg“? Welchen Einfluss nimmt die Geschichte auf die Gegenwart? Was haben die Bauernproteste vor einem Jahr mit dem Freiheitsstreben der Bauern vor 500 Jahren zu tun? Warum blockierten die Bauern die Straßen der Republik für den „Agrardiesel“ und bocken hierzulande gegen das „Biosphärengebiet“? Warum ist die Welt so kompliziert, wo sie in Weipoldshof…
Bad Schussenried – Der Name verrät, dass es wohl schon lange her sein muss, dass in Schussenried die „Königliche Heil- und Pflegeanstalt Schussenried“ gegründet wurde. Es war zu Bismarcks Zeiten und im Königreich Württemberg führte König Karl das Zepter, als am 9. März 1875 im „Neuen Kloster“, dem ehemaligen Konventbau, die ersten psychisch Kranken stationär behandelt wurden. Vor 150 Jahren also begann die Geschichte der Psychiatrie in dem Ort, der zuvor vom 1183 gegründeten Kloster des Prämonstratenserordens beherrscht worden war. Der Barockbau gehörte zur 1803 säkularisierten Reichsabtei Schussenried, auf deren Gelände zunächst ein Hüttenwerk eingerichtet wurde, bevor ab 1875 die Psychiatrie einzog. Heute firmiert die Institution unter…
Liebe Leserinnen, liebe Leser, der historische Bogen ist weit gespannt: von der Frühzeit vor 5000 Jahren über den Bauernkrieg vor 500 Jahren bis zum Heute, das wiederum die Zukunft bestimmt, finden sich Themen in BLIX, das Sie in Händen halten. Es ist das monatliche Bemühen, unseren Leserinnen und Lesern einen Mix an Themen zu servieren, der goutiert wird, weil er Relevanz hat und die Region in unterschiedlichen Ausschnitten vorstellt. Interessant und lesenswert. Wenn uns das gelingt, dann hat sich alle Mühe gelohnt.
Bad Buchau – Wer eine Reise zu den Anfängen Europas unternehmen möchte, der sollte sich auf den Weg zum Federseemuseum nach Bad Buchau machen. Dort finden sich auf nur 80 Quadratmetern Ausstellungsfläche die Herkünfte der Yamnaya, die 3000 Jahre v. Chr. sich aus den Steppen nördlich des Schwarzen und des Kaspischen Meeres auf den Trail nach Westen gemacht und dadurch einen „Zeitenwandel“ herbeigeführt haben, der in historisch kurzer Zeit den ganzen Kontinent prägte, der späterhin Europa genannt wurde. „Als Europa wurde …“, lautet der Untertitel der Sonderausstellung „Zeitenwandel“, die vom Museumsleiter Ralf Baumeister kuratiert wurde und neugierig machen soll. Was zweifellos gelingt.
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Wangen – Abschalten vom täglichen Zeit- und Termindruck, zur Ruhe und in Einklang kommen, sich Energie holen für die …
Aulendotf / Wilhelmsdorf – “Häckmäck”, das aktuelle Programm des Kleinkunstvereins Aulendorf, wird in diesem Frühjahr…
Waldburg – Die Waldburg startet früh in die Saison 2026. Das Team hat sich viele tolle Neuerungen für 2026 einfallen …
Marl / Zussdorf (rei/FR) – Die oberschwäbische Kult-Serie „Tschappel“ hat den renommierten Grimme-Preis erhalten. Der…
Waldburg – Das Schloss Waldburg startet in die Saison 2026 und lädt Besucherinnen und Besucher ein, einen der geschic…



