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Mein Musikfest

Small is beautiful = oifach schee



Eine subjektive Bilanz des Arnacher Musikfestes:

Ich bin nicht sehr musikalisch. Um es vorsichtig auszudrücken. Bin nur passives Mitglied im Arnacher Musikverein. Aber das Musikfest zum 175-jährigen Jubiläum hat mir richtig gut gefallen.

Gefallen hat mir, dass es nicht dem Zeitgeist gefolgt ist, der da lautet: immer größer, immer lauter, immer teurer. Es gab keine zweitklassigen TV-Stars, es gab nicht einmal ein Zelt.

Der Verzicht auf ein Zelt, ein Bierzelt, war mutig.

Was hat man dafür bekommen? Einen mit bunten Birnchen illuminierten Schulhof, der Boschenfest-Atmosphäre entfaltete.

Das Wetterrisiko, klar, das war da. Aber bei schlechtem Wetter hätte (und hat) die nahe Turnhalle Unterschlupf geboten.

Das Kassen-Risiko, das gegeben ist, wenn B-Promis im Mammut-Zelt floppen, es war weg. Dafür feierte man ein heimeliges Dorffest mit lieben Gästen aus den Nachbarorten.

Gewiss, die Eisheiligen, die nach dem alten Kalender Ende Mai und nicht Mitte Mai das Sagen haben, sie haben am Freitagabend und am Samstagabend noch ein bisschen an den Temperaturen gedreht. Aber der Himmel hielt an beiden Abenden seine Schleusen geschlossen.  

Ich saß am Freitagabend am Tisch des Kirchenchors. Als unmusikalisches Anhängsel der zum Chor gehörenden Ehefrau. Gute Gespräche am Tisch, schmackhafter Wurstsalat und eine feine Musik des gastgebenden Vereins. Lisa Gottschling, Berthold und Maxi Hiemer sangen sich in die Herzen.

Am Samstag fuhr ich mit dem Fahrrad nach Arnach, um mir den Sternmarsch anzuschauen. Sechs Musikvereine marschierten aus drei Richtungen zum Dorfplatz, um sich dort zum Gesamtchor zu vereinen. Drei Stücke im Gleichklang. Sechserlei Uniformen, bunt gemischt. Ein beeindruckendes Bild. „Uli, bisch gricht?“, sagte Klaus Wachter zum Fotografen der Bildschirmzeitung, als die Instrumente zum „Musikantengruß“ gehoben wurden.

Am Sonntag um 9.00 Uhr Aufstellung nahe der Schule. Regenschirme sind dabei. Der Schreiber dieser Zeilen reiht sich bei den Soldaten und Schützen ein. Unter den Klängen des Musikvereins Arnach zieht man zur Kirche. Dort Stücke aus der Haydn-Messe. Pfarrer Meschenmoser spricht über die Melodien des Lebens. Und den Takt, den Gott vorgibt. Pater Konrad Werder, Superior des Gottesberges, dankt den Arnacher Blutreitern für 100 Jahre Bezeugung des Glaubens. Was für ein Bild, als der Musikverein Arnach, flankiert von einem Dutzend Blutreiter-Standarten, „Großer Gott“ intoniert!

Anschließend, wie es sich gehört, Frühschoppen in der Turnhalle. Flinke Bedienungen. Der Musikantennachwuchs packt mit an. Da, die unermüdliche junge Bedienung mit dem grünen Shirt, das ist doch die Lektorin von vorhin in der Kirche. Es ist eine Freude zu sehen, wie der ganze Verein zusammenhilft. Dieser Gemeinschaftsgeist, er wird auch in den Ansprachen von Bürgermeisterin, Vorständin und Ortsvorsteher als vorbildlich herausgestellt.

Zum Frühschoppen spielen die Seibranzer auf. „Let it be“ und „Obladi, oblada“ von den Beatles hört man. Als die „Fischerin vom Bodensee“ besungen wird, tun die Klarinettistinnen so, als seien ihre Instrumente Ruder, mit denen sie in den See stechen. Oifach schee.

Small is beautiful. Weniger ist mehr. Gebhard Baumann, Stefanie Jöchle und all den anderen Schaffern und Machern des kleinen, großen Arnacher Musikfestes zum 175-jährigen Bestehen des Vereins sei gesagt: Hond´r guad gmacht!
Gerhard Reischmann



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