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Vorschlag zur Sanierung des Lärm- und Gefahrenschwerpunktes Brugg

Langfristig die große Lösung!



Arnach / Eintürnen / Molpertshaus / Brugg – Der Ortschaftsrat Arnach hat am 3. September über den Antrag der Weilergemeinschaft Brugg beraten, die erlaubte Höchstgeschwindigkeit in Brugg, wo der Autobahn-Zubringer B 465 auf die Landesstraße L 265 trifft, von 70 km/h auf 60 km/h herabzusetzen. Die Brugger, die ihren Antrag mit einer Unterschriftenliste stützen, begründen den Vorstoß mit dem dringenden Wunsch nach Lärmminderung, verbunden mit einer Erhöhung der Sicherheit auf der problematischen  Kreuzung. Gerhard Reischmann, Leiter der Redaktion des „Wurzachers“ und zugleich als Straßenanlieger ein Betroffener, plädiert für eine große Lösung beim Lärm- und Gefahrenschwerpunkt Brugg. „Wir sind dankbar, dass der Ortschaftsrat unseren Antrag auf Tempo 60 in Brugg befürwortet hat. Das brächte als rasch umzusetzende Maßnahme eine spürbare Linderung. Langfristig aber braucht es die grundlegende Sanierung des Lärm- und Gefahrenschwerpunktes Brugg.“ Nachstehend sein Vorschlag:

Vorschlag zur großräumigen Lkw-Umlenkung. Google Maps, modifiziert. In herabladbarer Form findet sich diese Karte unter “Downloads”.

Molpertshaus leidet. Eintürnen leidet. Arnach leidet. Die Rede ist vom Lkw-Verkehr.

Um die genannten Orte zu entlasten, bräuchte es eine großräumige Lösung. Der aus Ravensburg und Wolfegg, auch von Kißlegg her in den Raum Molpertshaus–Eintürnen–Arnach hereinströmende Lkw-Verkehr müsste an den Einfallstoren umgelenkt werden:

  1. Bei der Kreuzung bei Mennisweiler ist der Lkw-Verkehr Richtung Autobahn über Bad Wurzach zu lenken.
  2. In Eintürnen ist der Lkw-Verkehr nach dem „Adler“ (Anwesen Schöllhorn) Richtung Autobahn über Bad Wurzach zu lenken. In Rohrbach sollte man den Lkw-Verkehr Richtung Kimpfler zur L 314 umlenken, wozu die vorhandene Straße ausgebaut werden müsste. Diese Umleitung soll Ziegelbach schützen. Die nicht sehr kommode Umleitung in Rohrbach soll den Quellverkehr in Wolfegg veranlassen, sich andere Wege zur Autobahn zu suchen.
  3. In Arnach ist der Lkw-Verkehr Richtung Autobahn über Brugg zu lenken.

In allen Fällen muss für den örtlichen Lkw-Verkehr ein „Anlieger frei“ gelten.

Die Brugger Kreuzung, an der schon jetzt zwei starke Verkehrsströme aufeinandertreffen – 10.000 Kfz auf der B 465, 2000 auf der L 265 – ist zu ertüchtigen. Von Arnach herkommende Lkw haben zunehmend Schwierigkeiten bei der Einfahrt in die Kreuzung. Auch die aus Richtung Leutkirch kommenden Lkw haben beim Abbiegen Richtung Arnach Probleme.

Ein Kreisverkehr in Brugg

Die großräumige Lkw-Umlenkung mit entsprechend erhöhtem Zusammenfließen von Verkehr in Brugg würde dort einen Kreisverkehr rechtfertigen. Schon jetzt passieren täglich (DTV) 1000 Lkw die Brugger Kreuzung.

In Brugg besteht ein erhebliches Lärmproblem. Durch die vorgeschlagene großräumige Lkw-Umlenkung würde sich an diesem neuralgischen Punkt noch mehr Verkehr konzentrieren. Deshalb braucht es hier massiven Lärmschutz:

  1. Für die Anfahrt zum Kreisverkehr Tempo 50, festgesetzt deutlich vor dem Ortsetter von Brugg
  2. Ein Lärmschutzwall auf der Höhe des Hauses Brugg 12 und eine Lärmschutzwand auf der Kapellenwiese und dem nördlich angrenzenden Straßenanliegergrundstück sowie zum Schutz der Anwesen Gläser (Brugg 7) und Grösser (Brugg 1)

Bei einem Kreisverkehr entfiele auch die lärmintensive Beschleunigung von 0 auf 70 längs des Weilers Richtung Bad Wurzach.

Im Zuge der Neuregulierung der Brugger Verkehrssituation ist die Brugger Unterführung mit einer Bedarfsampel auszustatten (geht beim Passieren eines Anwohner-Fahrzeuges für die Radler auf Rot).

Brugg würde bei der großräumigen Lösung zusätzliche Lasten auf sich nehmen. Dieser Belastung wäre durch die genannten Maßnahmen gegenzusteuern, um einen Gewinn an Sicherheit an der Kreuzung und einen Gewinn an Lebensqualität für die lärmgeplagten Anwohner zu erzeugen.

Die Großräumige Lösung ergäbe eine Win-win-win-win-Situation: eine Erleichterung für Molpertshaus, Eintürnen und Arnach und unter dem Strich auch für Brugg.

Große Lösungen brauchen einen langen Atem. Nur wer sich große Ziele setzt, kann auch große Lösungen erreichen.

Das hier beschriebene Konzept ist Zukunftsmusik. Zunächst geht es um das kurzfristig Machbare: um Lärmminderung und Sicherheitserhöhung in Brugg mittels Tempo 60.
Gerhard Reischmann

Dipl.-Kfm. Gerhard Reischmann hat an der Ludwig-Maximilians-Universität München Betriebswirtschaft studiert mit dem Schwerpunkt Öffentliche Wirtschaft und Verkehr (bei Prof. Dr. Karl Oettle).



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