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Leserbrief

Ein schwarzer Tag für Bad Wurzach



Zum Ausstieg Bad Wurzachs aus dem Prüfprozess zur Entwicklung eines Biosphärengebietes

Nach der Abstimmung zum Biosphärengebiet kann man sich nur fragen: Haben wir noch eine repräsentative Demokratie?

Demokratie heißt Volksherrschaft. Die Mitbestimmung der gesamten Bevölkerung wäre dafür nötig. Das Ziel des Findungsprozesses beim Biosphärengebiet war es, eine Entscheidung von unten nach oben herbeizuführen. Der nächste Schritt wäre die aktive Bürgerbeteiligung gewesen. Basisdemokratie eben. Diesen demokratischen Schritt haben CDU und Freie Wähler bewusst verhindert. Sie haben von außen gesteuerte Angst- und Zweifelmacherei, unhaltbare Falschinformation, gezielte Verunsicherung eines bestellten Klientels höher gewichtet, als solide Informationen von Fachleuten. Sie haben mit einem nicht repräsentativen Klientel und dem Fürsten  im Nacken die große Bürgerschaft erneut vergessen. Dabei hätte ihnen die Lehrstunde vor einem guten halben Jahr eines Besseren belehren können. Die Bürgerschaft muss mitgenommen werden. Entscheidungen unter Druck und Angst sind keine freien Entscheidungen.

Wem gehört eigentlich die Landschaft, die Natur, die Umwelt? Nicht nur dem Fürsten, nicht nur den Bauern oder der Industrie. Sie gehört allen! Jede Bürgerin und jeder Bürger haben ein Anrecht auf intakte, gesunde Natur. Diese sichert unser Leben. Wir haben sie an bestimmten Stellen, zum Beispiel in den Rieden, und auch an wenigen anderen. In der weiten Umgebung aber fehlt es hinten und vorne. Das dramatische Verschwinden der Artenvielfalt (Biodiversität) hat klar benannte Ursachen. Da sind wir wieder beim Thema. Mit einem Biosphärengebiet sollten herausragende Beispiele einer noch intakten Natur ausgezeichnet und ihr Erhalt gefördert werden. In der Umgebung gibt es keine Einschränkungen, sondern Angebote. Voraussetzung ist, dass man das auch machen will. Daran fehlt es in Wurzach bei den Verantwortlichen. Allein die Präsenz eines Naturschutzzentrums hilft da auch nicht weiter.
Nein, das will man nicht, eine zukunftsfähige nachhaltige regionale Entwicklung. Die finanziellenund administrative Unterstützung brauchen wir nicht. Entgegen den Bedürfnissen der Bürgerschaft. Mit viel Geld und eingekaufter Unterstützung wurde es verhindert und große Teile des Gemeinderats folgen. Angstmache, Verunsicherung, Falschinformation siegen.

Welche Entwicklungen hätte ein Biosphärengebiet eröffnen / ermöglichen können?
– Kur ohne Defizite: Moorbaden beenden, neue Anwendungsformen entwickeln unter Nutzung der großen Möglichkeiten, die das Ried und seine Umgebung bietet (vgl. andere Kurgebiete)
– Mit dem NSZ ist ein Bildungszentrum vorhanden; lokale Draußen-Zentren fehlen. Moor – Wald – Wasser – Bauernhof…
– Die einmalige Landschaft nachhaltig erschließen: Radwegenetz: Große Riedrunde familiengerecht, Ortsteile-Radnetz, Gesundheitsrunden-Jogging-Meditation-Waldbaden…
(Ein Radtourismus gerechtes attraktives Netz ist bisher nicht vorhanden)
– Gastronomische Angebote besonders in Ortsteilen; Gastroführer. Hofläden und Selbstvermarktung mit abgestimmten attraktiven Angeboten. Weit mehr als bisher.
– Projekte, die den Zusammenhalt zwischen Kernstadt und Ortsteilen fördern. Gemeinsam statt einsam
– die Hochmoorlandschaft klimagerecht weiterentwickeln
– und Vieles mehr.

All das wird uns Bürgerinnen und Bürger vorenthalten. Weil es die aristokratischen Großgrundbesitzer  so verordnet haben mit ihren willfährigen Gesell/innen?

Wo stehen wir? Wer sind wir eigentlich? Die Bürgerinnen und Bürger.  
Dr. Ulrich Walz, Bad Wurzach

Anm. d. DBSZ-Red.: Leserbriefe sind Meinungsäußerungen. Die Redaktion der Bildschirmzeitung akzeptiert ein breites Spektrum an Meinungen. Nicht veröffentlich werden extremistische, persönlichkeitsverletzende oder offensichtlich wahrheitswidrige Äußerungen.

Bevorzugt veröffentlichen wir Leserbriefe zu lokalen und regionalen Themen. Aber auch Meinungsäußerungen zu allgemeinen Themen, die die hiesige Leserschaft bewegen, werden gerne entgegengenommen.




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