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Mit der Showband „Schubänx“ zurück in ein buntes Jahrzehnt

Die 70er-Jahre-Party im Bad Wurzacher Kursaal



Foto: Ulrich Gresser
Beste Stimmung herrschte unter den Besuchern bei der 70er-Jahre-Party am 18. Oktober im Bad Wurzacher Kursaal.

Bad Wurzach – Nach dem Festakt am 10. Oktober und dem Fahnenzug zur Kirche und zurück zum Rathaus am 12. Oktober bildete die 70er-Jahre-Party mit DJ Markus und der Showband „Schubänx“ in der Bad Wurzacher Kurhaus-Kulturschmiede am 18. Oktober den Abschluss der Feierlichkeiten anlässlich der Eingemeindungen in den 1970ern. Die Kurhausgenossen hatten sich, unterstützt von der Stadt, gehörig ins Zeug gelegt, damit die Zeitreisenden zurück in die heilen Siebziger gebeamt werden. Doch der Besucheransturm blieb aus. War kam, hatte aber viel Fun. Selbst Bürgermeisterin Alexandra Scherer sang und tanzte fleißig auf die Hits der Siebziger- und Achtziger-Jahre.

Was er im Glas hatte, war kein Korea.

Früchte-Bowle zur Begrüßung

Das Team des Torfstechers von Giorgio Maucher bot den Gästen im Kursaal einiges: Zum Empfang gab es einen auf Partys damals sehr gebräuchlichen flüssigen Willkommensgruß – und wegen der vielen Früchte auch ein wenig gesünder als heutige Aperitifs – nämlich ein Glas Früchte-Bowle. Auch die berühmte Capri-Sonne, die es an Kasse zu bewundern gab, setzte in 70er-Jahren zu ihrem Höhenflug an. Und es gab kaum ein Fest damals, das ohne Korea-Bar auskam.

Bunt und meist unbeschwert, das waren die 1970er.

Die Welthits der Siebziger

Die E-Gitarre, das Zentralinstrument der 1970er.

Die 70er-Jahre war die Zeit von Megahits wie “Hotel California”, “Sweet Caroline”, auch die Zeit von ABBA, die nach ihrem Sieg beim damals noch Grand Prix d `Eurovision genannten Eurovision-Song-Contest mit Titeln wie “Money, Money” oder “Mamma Mia” ihren Siegeszug um die ganze Welt antraten. Es waren und sind diese Welthits, die sich gehalten haben und die auch heute noch (fast) jedes Kind mitsingen kann. Und es war auch Künstlern wie Tina Turner zu verdanken, die selbst mit 80 Jahren noch „ihre“ Proud Mary auf Konzerten so mitreißend sang und tanzte, dass selbst den Enkelkindern der Konzertbesucher ihre Performance nachdrücklich im Gedächtnis blieb.

Nun, Enkelkinder kamen an diesem Samstagabend nicht auf die Party, aber mancher der Besucher war – um noch einmal auf die Zeit der Eingemeindungen in den 1970ern zu sprechen zu kommen – noch gar nicht geboren, hatten aber dennoch ihren Spaß. Den hatte auch DJ Markus, der kurz, bevor er als Einheizer für die Band des Abends, die „Schubänx“ aus Schlier, an sein DJ-Pult trat, den Spruch des Abends abließ, in dem er scherzhaft von der „Integration“ der Ortschaften nach Bad Wurzach sprach.

Die „Schubänx” – direkt den 1970ern entsprungen.

Die Hits in Deutschland

Nicht nur international gab es in dieser Zeit große Hits. In Deutschland feierte der Schlager nach den Beatles-Zeiten ein Comeback: Mit „Ein Bett im Kornfeld“ startete etwa Jürgen Drews seine Hitparaden-Karriere. Und anschließend an die 70er rollte die neue Deutsche Welle über Deutschland und Europa hinweg: Nena und ihre “99 Luftballons” sind – leider – aktueller denn je, “Major Tom” ist die Tormelodie der deutschen Fußballnationalmannschaften und die Spider Murphy Gang – “Skandal im Sperrbezirk” – ist immer noch auf Tour.

Eine der beiden Sängerinnen der “Schubänx”: Lydia.

Ist das Anni-Frid von ABBA? Nein, Astrid, die andere Sängerin der “Schubänx”.

Disco-Kugeln und Vinylscheiben

Die 70er waren die Zeit der Disco-Kugeln, der schwarzen Vinylscheiben und der Schlaghosen. Letztgenannte erleben – wie die analogen Schallplatten – gerade eine Renaissance. Wer seine Schlaghosen von damals noch auf dem Speicher aufgehoben hatte, dürfte vor diesem Abend eine kleines Problem gehabt haben: In die Beine kam „Mann“ vielleicht noch hinein, aber – natürlich waren es alles Muskeln, die da das Schließen des obersten Knopfes verhinderten …

Es war ein buntes Völkchen, das sich zur 70er-Jahre-Party im Bad Wurzacher Kursaal, genannt Kulturschmiede, traf. Denn bunt waren damals die Mode und auch die Werbung. Man denke nur an die einem Drogenrausch nachempfundenen Werbespots von Afri-Cola oder „Like Ice in the sunshine“, diejenigen von Langnese-Eiscrem.

Die zwei besten Kostümierungen

Moderator “Manne”, ein Prachtexemplar aus den Siebzigern, interviewt Birgit.

Und so hatte das Publikum dann auch keine leichte Aufgabe, bei der Verlosung der beiden Torfstecher-Essengutscheine für die beiden besten Kostümierungen die Entscheidung zu treffen. Bei der von Manne Braun moderierten Vergabe gab es den lautesten Applaus für den als Bob Marley gekommenen DBSZ-Reporter Uli G. Die (geliehene) Verkleidung mit den schwarzen Rastalocken von jenem jamaikanischen Wundermusiker, der der Reggae-Musik seiner Heimat weltweite bekannt machte, brachte ihm einen der beiden Gutscheine ein. Den anderen Gutschein ergatterte Birgit, die, vor 50 Jahren noch gar nicht geboren, mit ihrem einfachen, indianisch anmutenden Outfit die Herzen der „Wähler“ im Sturm eroberte.

Birgit und Uli (“Bob”).

Die Ortschaften waren bei der Bad Wurzacher 1970er-Eingemeindungsparty schwach vertreten. Hier Ausnahmen.

Text und Fotos: Uli Gresser

Viele Bilder in der Galerie



Fotos: Ulrich Gresser

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