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Stellungnahme der BI

Bürgerinitiative „Reischberg Bad Wurzach“ hat sich formiert



Kürzlich wurde die Bürgerinitiative „Reischberg Bad Wurzach“ gegründet. Die Bildschirmzeitung „Der Wurzacher” veröffentlicht hierzu einen Bericht von Seiten der BI ungekürzt:

Am 11.09.25 haben sich in der Gaststätte T4 knapp 20 Bad Wurzacher Bürger zur konstituierenden Sitzung der Bürgerinitiative Reischberg-Bad Wurzach (im folgenden BI RBW) eingefunden. Aktueller Anlasss für die Gründung der Initiative ist die von Stadt und Gemeinderat beschlossene Änderung des Bebauungsplans Reischberg Südhang. Diese sieht zur Erschließung des Baugebiets Reischberghöhe VI mit etwa 30 Baugrundstücken eine in vielerlei Hinsicht problematische Verbindungsstraße zwischen Reischberghöhe und Reischberghalde vor.

Damit reiht sich aus Sicht der Initiatoren dieses Vorhaben der Stadt in eine Folge unglücklicher Entscheidungen ein und die BI sieht es als dringend erforderlich an, hier aktiv entgegenzuwirken. Als Sprecher der BI wurden Gerhard Gschwind, Herbert Birk und Andreas Bader benannt.

Konkreter Stein des Anstoßes für die BI ist, dass dort, wo der bisherige Bebauungsplan Reischberg Südhang innerhalb einer Baumgruppe einen Kinderspielplatz vorsieht, nun eine Verbindungsstraße zum geplanten Baugebiet Reischberghöhe VI hochführen soll. Dies führt zu einer erheblichen Verkehrszunahme von der Reischberghöhe Richtung Kindergärten (St. Verena, Sonnentau), Grundschule und Innenstadt. Und dies, obwohl die Birkhahnstraße mit einer Ausbaubreite von 6 m ausreichend Kapazität und größtmögliche Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer erfüllt. Vom neu zu erschließenden Baugebiet Reischberghöhe VI führt diese direkt und auf kürzestem Weg zur Umgehungsstraße L265 und leitet den Verkehr nach städtebaulich vernünftigen Regeln auf bereits existierenden Straßen ab.

Im Detail zielt die Kritik der BI RBW bei der neuen Straßenführung im Bereich Reischberghalde auf folgende Punkte:

 Ungeeignete Straßen – Ein geschlossenes Wohnviertel mit serpentinenartig unübersichtlicher Straßenführung und starkem Gefälle (bis 13 % – Winterdienst!) soll nun für weitergehenden Durchgangsverkehr geöffnet werden. Die geringen Straßenbreiten sowie die Steigung bzw. Gefälle im Straßenverlauf sprechen klar gegen eine solche Öffnung.

 Mehr innerstädtischer Verkehr und Lärm – Der Besucher-, Alltags- und Lieferverkehr des Wohngebiets Reischberg wird dadurch zu einem bedeutenden Teil in Richtung und durch die Innenstadt erfolgen, anstatt auf die nahegelegene Umgehungsstraße geleitet. Dies stellt eine wesentliche Störung für sehr viele Anwohner des bestehenden Wohngebiets dar.

 Problematische Fußgängersituation – Jetzt schon müssen Fußgänger / Schüler, die vom Wohngebiet Reischberg in Richtung Innenstadt wollen, diese dreimal queren. Ein gesicherter Fußweg vom Wohngebiet Reischberg zur Grundschule und in die Stadt ist künftig noch weniger gegeben, wenn die Straße zur Reischberghalde zur Durchgangsstraße wird.

 Schulweggefährdung – Insbesondere die Grundschule Bad Wurzach und deren Umfeld hat dadurch eine deutliche Zunahme der Verkehrsbewegungen zu erwarten. Es werden noch mehr Eltern dazu ermuntert, aus Sicherheitsgründen ihre Kinder per „Elterntaxi“ zur Schule zu bringen.

 Bestehende direkte Ableitung Birkhahnstraße – Das neue Baugebiet Reischberghöhe VI grenzt direkt an die Birkhahnstraße. Dies ist eine übersichtliche und direkt für Zufahrtszwecke gebaute, 6 m breite Straße mit weit zurückgesetzten Häusern und von der Fahrbahn abgerücktem Gehweg. Wozu soll da eine weitere Straße mit all ihren negativen Folgen (Landschaftsverbrauch, Bodenversiegelung, Lebensraumzerstörung für Mensch und Tier etc. ) gebaut werden?

 Gefährdung wertvoller Baumbestände – Für die Straßenbaumaßnahme müsste ein kleiner zusammenhängender Wald mit teilweise über hundert Jahre alten Eichen durchtrennt und teilweise gerodet werden. Vermutlich würden auch nicht direkt zur Fällung vorgesehene Bestände in der Folge der Straßenbaumaßnahme durch Störung des Wasserhaushalts und bis zu 3m tiefem Geländeeinschnitt (incl. Kiesunterbau) absterben.

 Habitatvernichtung und Flächenversiegelung – Es handelt sich bei dem Wäldchen im übrigen um einen Rückzugsort für seltene Arten, wie z.B. Fledermäuse, die so vertrieben würden. Auch würden weitere Flächen versiegelt, mit zusätzlicher Wasserableitung und im Sommer aufgeheizt.

 Schlag gegen die klimaresistente Stadt – In Zeiten steigender Temperaturen und Starkregenereignisse ist es völlig aus der Zeit gefallen, einen solchen Mikrowald zu (zer-)stören.

Die BI Reischberg Bad Wurzach würde sich freuen, wenn sich möglichst viele interessierte Bad Wurzacher Bürger ihnen anschließen würden. Eine Kontaktaufnahme kann gerne per E-Mail unter info@reischberg.org erfolgen. Weitere Informationen erhalten Sie auf unserer Homepage www.reischberg.org
Gerhard Gschwind, Herbert Birk, Andreas Bader, sämtliche Bad Wurzach

Anm. d. DBSZ-Red.: Stellungnahmen von Akteuren mit zielgerichteter Interessenslage – wie im vorliegenden Fall – enthalten in aller Regel Meinungsbestandteile. Die Redaktion der Bildschirmzeitung akzeptiert ein breites Spektrum an Meinungen. Nicht veröffentlich werden extremistische, persönlichkeitsverletzende oder offensichtlich wahrheitswidrige Äußerungen.

Bevorzugt veröffentlichen wir Leserbriefe / Offene Briefe / Stellungnahmen zu lokalen und regionalen Themen. Aber auch Meinungsäußerungen zu allgemeinen Themen, die die hiesige Leserschaft bewegen, werden gerne entgegengenommen.



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Nachgefragt

Was sagt die Stadt zu den Vorwürfen der BI Reischberg?

Am 11. September hat sich eine Bürgerinitiative „Reischberg Bad Wurzach“ gebildet. Die etwa 20-köpfige Gruppe kritisiert im Zuge der Erschließung des Baugebietes Reischberg VI den Bau einer „in vielerlei Hinsicht problematische Verbindungsstraße zwischen Reischberghöhe und Reischberghalde“ (Zitat BI). Die BI um Gerhard Gschwind, Herbert Birk und Andreas Bader betrachtet die geplante Straßenführung als ungeeignet. Sie zöge mehr Verkehr an, wäre für Fußgänger und Schüler problematisch und würde…

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