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Open-Air in Durlesbach

Schwäbisch an der Schwäb‘sche Eisebah



Foto: Erwin Linder
Barny Bitterwolf und Wolfgang Heyer sowie anschließend die “Four Frogs” unterhielten das Publikum in Durlesbach mit einem köstlichen Schwäbisch-Programm.

Bad Waldsee – Zusammen mit Spektrum K brachte der Bähnlesverein am Samstagabend (31.5.) „Let’s schwätz schwäbisch“ auf die Bühne am Durlesbacher Eisenbahndenkmal. Mit Barny Bitterwolf und Wolfgang Heyer waren zwei herausragende Vertreter der schwäbischen Mundart am Werk und mit den „Four Frogs“ eine neu formierte Band „alter Hasen“, die bekannten Ohrwürmern aus den sechziger bis achziger Jahren mit schwäbischen Texten ein neues Leben einhauchen.

Auf den Bänken vor der Bühne hatte sich eine ansehnliche Menge versammelt. Grob geschätzt mehr als hundert, aber weniger als zweihundert. Ortsvorsteher Achim Strobel glänzte als Grillmeister, brutzelte Rote und Steaks, servierte Kartoffelsalat und Pommes Frites. Für Essen und Trinken war bestens gesorgt und perfekt organisiert. Eine Station zum Bezahlen, eine für Getränke und einen Imbissstand, eine Rückgabe fürs gebrauchte Geschirr. Die Begrüßung an der Kasse hatten zwei bekannte Spektrum-K-Organisatoren übernommen: Marion und Roland Metzler.

Bestens gelauntes Kassenteam: Roland und Marion.

Zwischendurch schaute Karsten Arndt, Vorsitzender des Vereins und Organisator des Spektakels, sorgenvoll an den Himmel, denn schwarze Wolken verhießen zunächst nichts Gutes. „Was da hinten aus Richtung Aulendorf kommt, zieht meistens vorbei“, sprach er sich selbst Mut zu. Und der wurde belohnt: Das Open-Air am Samstagabend war von außen trocken bis zum Schluss.

„Bisch, hosch, woisch, kasch“

Wenn das Duo Heyer und Bitterwolf die Bühne betritt, wird der schwäbische Dialekt zum Ereignis. Mit der Energie eines Rockkonzerts und der Präzision eines Lyrikers wirbeln die beiden Schwaben durch ihre Texte – mal rasant, mal pointiert übersetzt, stets mit einem Augenzwinkern. Dabei ist Bitterwolf mehr für den musikalischen Part und Heyer für die Wortakrobatik zuständig. Was bei anderen altbacken klingen mag, bekommt bei ihnen neues Leben: Das schwäbische „sch“ – dieses typische „bisch, hosch, woisch, kasch“ – klingt plötzlich frisch, fast schon urban.

Heyer und Bitterwolf, Ober-Schwaben mit Sprach- und Musikgefühl, machen klar: Mundart ist kein Museumsstück, sondern Bühnenkunst. Zwischen Kabarett und Wortakrobatik begeisterten sie ihr Publikum und zeigten, wie charmant, witzig und zeitgemäß Dialekt sein kann – vorausgesetzt, man spricht ihn mit Herz, Witz und Haltung.

In Durlesbach hatten die beiden natürlich ein Heimspiel.

Wenn Wolfgang Heyer den Ursprung mancher Melodie im Schwäbischen verortete, hatte er die Lacher und Sympathisanten schnell auf seiner Seite. Beispiel gefällig? Aus einem „I gang heit niane meh na“ wird flugs ein „Ne na na na“. Und wenn Barney Bitterwolf den Thomas auf die Bühne holt und ihm eine Luftdruck-Korkenspritze in die Hand drückt, die er auf „Fußkommando“ des Musikakrobaten Barny ins Publikum abfeuert, dann hält es dieses fast nicht mehr auf den Bänken.

Die beiden Profis animierten immer wieder zum Mitmachen – und das Publikum war auch immer mit Spaß mit von der Partie. Welcher Schwabe kennt nicht das Lied „Ein Weißer Schwan ziehet den Kahn …“ und das, begleitet mit den passenden Bewegungen, brachte Schwung und Laune in das Publikum.

Drei Four Frogs runden einen vergnüglichen Abend ab

„Mir sind dia four frogs, und mir schpielet jeden Hit, mir sind dia four frogs, und do singet alle mit, jo mit uns isch a ganz neies feeling, denn koin song isch meh orginal, jo mir singet jetzt bloß no in schwäbisch und des englisch isch uns scheißegal“ – so starteten die Four Frogs in den musikalischen Teil des Abends. Obwohl sie krankheitsgeschwächt nur zu dritt antreten konnten, sorgten sie mit dem unermüdlichen Einsatz ihres Drummers und Frontmans „Gäbe“ Mayerhofer für Stimmung und gute Laune bis zum Ende des vergnüglichen Abends.

Alle Arme nach oben!

Also, alle nachmachen.

Ein weißer Schwan …

… mit der schönen Fischerin …

… auf dem blauen See dahin

Text und Fotos: Erwin Linder

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Fotos: Erwin Linder

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