Rotis – „Wenn die Leute ihren Ort nicht finden“, fällt es schwer, ihnen zu sagen, wie sie bauen sollen. Nach 25 Jahren erfolgreicher Erfahrung mit dem „Allgäu Haus“ zog die Oberstdorfer Architektin Angelika Blüml am 20. Oktober Bilanz – zusammen mit rund 100 anderen Architektur-Aktiven unter dem beschaulich-böhmischen Gewölbe der “rotisserie” in Leutkirch-Rotis. Eingeladen hatte der BDA Augsburg-Schwaben in Kooperation mit dem architekturforum Allgäu und dem Treffpunkt Architektur Schwaben der Bayerischen Architektenkammer, kurz TAS. Aus dem Publikum kam der Wunsch: „Weitermachen!”
Wolfegg / Dürmentingen – In der Zeit um Allerheiligen und Allerseelen rücken traditionell die Verstorbenen stärker ins Blickfeld. Ihre Gräber werden geschmückt, besondere Blumengestecke werden platziert. Häufig wird ein – in der Regel rotes – „Allerseelenlicht“ angezündet. Familien und Freunde besuchen die Gräber, oft im Rahmen einer feierlichen Andacht am Nachmittag von Allerheiligen. Zwar sind diese Gräberbesuche nicht mit den Fiestas vergleichbar, die in Mexiko am „Dia de los Muertes“ (Tag der Toten) üblich sind, aber nach der Andacht bekommt auch bei uns der gut besuchte Friedhof oft etwas von einem munteren großen Klassentreffen.
Leutkirch – Trotz der zuletzt ungewöhnlich milden Temperaturen, die uns der Klimawandel beschert, lässt sich nicht mehr verdrängen, dass es Herbst wird. Der bringt immer mal wieder Regentage und grauen Himmel mit sich. Da freut man sich natürlich über ein buntes Ausstellungsplakat vor dem Kornhaus, das für eine Ausstellung mit dem Titel „Glücksinsel“ wirbt. Noch bis zum 18. November sind dort Gemälde von Sabine und Oliver Christmann zu sehen.
Leutkirch – „Ich freue mich total.“ Isnys Bürgermeister Magenreuter fühlte sich hörbar wohl am Montagabend in der Festhalle am Adenauerplatz. Dort waren seit 2018 zum ersten Mal die Mitglieder der Gemeinderäte aus dem „Dreieck“ Wangen, Isny, Leutkirch wieder zusammengekommen. Ihnen schilderten vor allem ihre drei Stadtoberhäupter viel Erfreuliches.
Bad Wurzach (rei) – Die Sperrung der L 314 bei Kimpfler sollte eigentlich am 31. Oktober aufgehoben werden. Die Bauarbeiten haben sich aber etwas verzögert, wie die Bildschirmzeitung auf Nachfrage beim Regierungspräsidium in Tübingen erfuhr. Nun soll die Aufhebung der Sperrung am 9. November erfolgen.
Eintürnenberg – Endlich ist es wieder soweit und wir laden Euch hiermit zu unserem diesjährigen Herbstkonzert am morgigen Dienstag, 31. Oktober, um 20.00 Uhr in die Turn- und Festhalle Eintürnenberg ein.
Leutkirch – Montags von 8.00 Uhr bis 13.00 Uhr ist Markt in der Leutkircher Innenstadt. Hauptsächlich auf der Marktstraße und am Kornhausplatz. Markt in Leutkirch – das heißt: Viel Leckeres direkt bei denen einkaufen, die die Köstlichkeiten aufgezogen haben. Vom Ei bis zum Eingemachten. Wer’s derweil lieber international mag, findet Bananen dort ebenso. Markt in Leutkirch: Ein essbares Erlebnis. Und ein Stück genießbare Heimat.
Bad Schussenried – „Et lux perpetua“ – so heißt ein größeres und in mehrerlei Hinsicht einzigartiges Konzert, welches der Konzertchor Oberschwaben und die professionellen Streicher und Bläser des Orchesters „Capella Novanta” unter der Leitung von Gregor Simon geben werden, und zwar am Sonntag, 5. November, um 18.00 Uhr im Bibliothekssaal des ehemaligen Klosters Bad Schussenried. Der Bibliothekssaal wird zu diesem Konzert passend illuminiert sein.
Hauerz – Kirchenpfleger Alfons Buckenheu hat seine Mitsänger und -sängerinnen vor kurzem zur Turmbesteigung eingeladen. Viel Arbeit haben Handwerker unlängst in die Erneuerung des Glockenstuhls gesteckt und mit Eichenbalken die Konstruktion aus dem Jahr 1767 gestärkt.
Leutkirch – Essbare Pflanzen wurzeln im Erdreich. Aber nur noch 60 Jahre lang? Fehlen Deutschland dann Lebensmittel zum Überleben? Solch drängenden Fragen ging am Dienstagabend (24.10.) der Film „Unser Boden, unser Erbe“ im Centraltheater Leutkirch nach. Anschließend gaben fünf Fachleute dazu Antworten. Vor fast bis auf den letzten Platz besetzten Rängen. Dabei zu hören: Es lässt sich „durch Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit“ noch vieles retten. Aber nur durch „Umsteuern“ der Landwirtschaft. Und deren Kundschaft – also von allen.
Leutkirch – Vor kurzem wurde die Stadt Leutkirch im Allgäu, zusammen mit allen acht Ortschaften, als „Erholungsort“ staatlich anerkannt. Dieses besondere Prädikat unterstreicht nicht nur die touristische Ausrichtung von Leutkirch, sondern stärkt auch das positive Image der Stadt und ihrer Umgebung. Darüber hinaus ermöglicht diese Anerkennung eine verbesserte finanzielle Förderung für zukünftige Tourismusprojekte.
Bad Wzrzach – Mit einem überraschenden Sieg auf Landesebene hat der ehemalige Auszubildende Jonas Waizenegger aus Bad Wurzach die Deutsche Meisterschaft im Handwerk „German Craft Skills“ auf Landesebene gewonnen. Der 19-Jährige, der seine Ausbildung zum Metallbauer in der Fachrichtung Nutzfahrzeugbau bei der Firma SIGG-Fahrzeugbau GmbH abgeschlossen hat, setzte sich in einem spannenden Wettbewerb durch.
Bad Waldsee – Der Bereich Wirtschaftsförderung / Standortmanagement wurde 2017 als Schnittstelle, Ansprechpartner und Informationsgeber zwischen Stadtverwaltung und Wirtschaftstreibenden und allen anderen Stadt-Akteuren installiert. Shqipe Karagja präsentierte in der Gemeinderatssitzung vom 23. Oktober die vielfältigen Aufgaben dieser wichtigen Stelle.
Stuttgart / Aulendorf (dbsz) – Zur Verbesserung der Versorgung der Bevölkerung bei medizinischen Notfällen stellt das Land Baden-Württemberg dem Regierungsbezirk Tübingen rund 913.000 Euro zur Verfügung. Ein erheblicher Teil davon geht nach Aulendorf: Die Rettungswache des dort ansässigen Malteser-Hilfsdienstes bekommt eine Förderung in Höhe von rund 164.400 Euro.
Kressbronn – Auch wenn sich da und dort im weiteren Verfahren noch Marginalien ändern werden, so steht nun doch fest, wo in Oberschwaben künftig Windkraftanlagen errichtet werden – vorausgesetzt, die Investoren nehmen das Flächenangebot an, das der Regionalverband Bodensee-Oberschwaben (RVBO) nach langem Sichtungs- und Gewichtungsverfahren festgelegt hat. Die Bildschirmzeitung (DBSZ) veröffentlicht am Ende dieses Artikels Karten von allen Standorten in ihrem Verbreitungsgebiet, entnommen der Webseite des Regionalverbandes (www.rvbo-energie.de).
Am 25. Oktober hat der Regionalverband Bodensee-Oberschwaben (RVBO) in Kressbronn die Windkraftvorranggebiete für das Verbandsgebiet – das sind die Kreise Ravensburg, Sigmaringen und der Bodenseekreis – im Entwurf vorgestellt. DBSZ-Redakteur Gerhard Reischmann hat an RVBO-Direktor Dr. Wolfgang Heine folgende Fragen gerichtet:
DBSZ: Die bisherigen Suchräume für Windkraft und Freiflächen-Photovoltaik wurden von 11 Prozent der Verbandsfläche auf nun 2,15 Prozent plus 0,3 Prozent optionale Fläche „eingedampft“. Der neue Regionalplan, der diese Vorranggebiete aller Voraussicht nach weitgehend enthalten wird, wird aber erst 2025 Rechtskraft erlangen. Wie ist die Rechtslage bis dahin? Kann der Regionalverband derzeit die Windkraftentwicklung im Verbandsgebiet überhaupt noch steuern? Heine: Wir erwarten, dass sich die Flächenkulisse von derzeit rund 2,5 % noch im Laufe des Verfahrens in Richtung des Flächenziels von mindestens 1,8 % vermindert. Der Teilregionalplan Energie erlangt voraussichtlich Ende 2025 Rechtskraft. Danach dürfen Windkraftplanungen nur noch in den darin enthaltenen Vorranggebieten aufgenommen werden, es sei denn, Kommunen haben oder entwickeln darüber hinaus eigene sogenannte Konzentrationszonen, was nur vereinzelt der Fall sein dürfte. Im Moment sind Windkraftprojekte privilegierte Vorhaben im Außenbereich, d.h. prinzipiell überall möglich, sofern in einer Gemeinde keine Konzentrationszone für die Windkraft vorliegt, dann ist ein Projektierer daran gehalten. Im Genehmigungsverfahren beim Landratsamt wird geprüft, ob gegen Vorgaben des Regionalplans verstoßen wird oder diverse Schutzgüter betroffen sind (Lärm, Artenschutz etc.). Wenn das nicht der Fall ist und eine Genehmigung erteilt wird, kann das Vorhaben realisiert werden, auch wenn unser Teilregionalplan noch nicht rechtskräftig ist.
DBSZ: Verstehe ich das richtig, dass, wer bis 2025 alle genehmigungsrechtlichen Vorgaben – Abstand, Lärm, Artenschutz – erfüllt, quasi überall im Verbandsgebiet eine Windkraftanlage errichten kann? Heine: Ja, es sei denn, dass eine Gemeinde über Konzentrationszonen verfügt, dann kann der Projektierer nicht außerhalb dieser Gebiete planen.
DBSZ: Gehe ich recht in der Annahme, dass die derzeit im Hummelluckenwald bei Arnach-Humberg und im Alttanner Wald bei Weitprechts projektierten Windkraftanlagen – alle in Sichtweit des Wurzacher Riedes – nicht vom Tisch sind, obwohl sie in keinem Vorranggebiet liegen? Heine: Wenn dort eine Genehmigung vor Ende 2025 erfolgt, kann das Vorhaben realisiert werden, auch wenn wir dort kein Vorranggebiet ausweisen.
DBSZ: Auch wenn die jetzt beschriebenen Vorranggebiete erst 2025 Rechtskraft erlangen werden, so sind sie doch ein raumplanerisches Signal. Verstehe ich das richtig, dass ein WKA-Projektierer, der nun in diese Gebiete hineinplant, jetzt eine gewisse Planungssicherheit hat, dass jetzt schon Vertrauensschutz entsteht? Heine: Wir suchen nach Flächen mit hoher Eignung und möglichst geringem Konfliktpotenzial und weisen dort Vorranggebiete mit dem Ziel aus, dass das Genehmigungsverfahren zügig über die Bühne gehen kann. Gleichwohl kommen dort nochmal alle Themen auf den Tisch und müssen abgearbeitet werden.
Die Frage nach dem Europadiplom
DBSZ: Im Umfeld des Wurzacher Riedes sind zwar Humberg und Alttann nicht als Vorranggebiete ausgewiesen, wohl aber der Blasiberg bei Mennisweiler und eine große Zone bei Osterhofen. Beide Standorte haben ein erhebliches optisches Störpotenzial im Hinblick auf das Wurzacher Ried. Windkraftanlagen bei Osterhofen würden den Haidgauer Berg und die Grabener Höhe deutlich überragen und den Blick aufs Ried, von der Kurstadt Bad Wurzach aus gesehen, massiv beeinträchtigen. Sehen Sie da keine Gefahr für das Europa-Diplom? Heine: Wir halten diese Vorranggebiete und unser dahinter stehendes Planungskonzept für vereinbar mit dem Europadiplom und haben uns diesbezüglich an den Europarat gewandt, ob er da mitgehen kann. Eine Antwort erwarten wir im Laufe des 1. Quartals 2024. Dann sehen wir weiter.
Die Fragen wurden schriftlich eingereicht. Die Bildschirmzeitung (DBSZ) dankt Herrn Dr. Heine für die rasche Beantwortung.
Bad Waldsee – „Du sollst mit deinem Pfunde wuchern“, steht schon in der Bibel und das schwerste Pfund von Bad Waldsee ist und bleibt der Stadtsee. 2008 wurde im Rahmen des damaligen Touristischen Masterplans der Aktiv-Weg rund um den Stadtsee eröffnet. Der Themenweg beruht auf den fünf Kneippschen-Gesundheitssäulen und umfasst sieben Stationen.
Brugg (rei) – „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind …“ – dieser Kanon war Bestandteil der musikumrahmten Rosenkranzandacht in Brugg am vergangenen Montag (23.10.). Und er war in gewisser Hinsicht auch ein Leitmotiv, denn es war eine kleine Gruppe, die sich da zu Gebet und Gesang in der 300-jährigen Rochuskapelle zusammengefunden hatte: ein Dutzend Beter und ein Ensemble, das den Anwesenden eine schöne Stunde schenkte.
Bad Wurzach – Stadtkämmerer Stefan Kunz präsentierte bei der jüngsten Gemeinderatssitzung den Finanzbericht nach dem dritten Quartal. Trotz vieler negativer Vorzeichen bei den Rahmenbedingungen, einer hohen Inflation, einer negativen bundesweiten Wachstumsprognose (– 0,4%) für 2023, einem Nachtragshaushalt zum Kreishaushalt, aber vor allem einem Minus von 23,3 Milliarden bei Bund und Land durch Steuerrechtsänderungen konnte der Kämmerer nach dem dritten Quartal den Räten für den städtischen Haushalt ein besseres Ergebnis prognostizieren als ursprünglich angenommen.
Am Abend des 19. Oktober starb Siegfried Scharpf. Er war erst 67. Sein Tod: völlig unerwartet. Der Vater von zehn Kindern diente sowohl als Bezirks-Schornsteinfegermeister als auch über Jahrzehnte der Kommunalpolitik. Der Ravensburger Kreisrat stammte aus Bad Wurzach. Er hinterlässt eine große Lücke. Julian Aicher, Redaktionsmitglied der Bildschirmzeitung „Der Leutkircher“ und Wasserkraft-Aktivist von der Rotis-Mühle bei Leutkirch, gehört dem Kreistag von Ravensburg seit 2014 an. Er fühlt sich durch den öpd-Fraktionsvorsitzenden Scharpf stark geprägt. Hier Aichers sehr persönlicher Dank an Siegfried Scharpf:
Zur Ankündigung des Zweckverbandes IKOWA (Interkommunales Gewerbegebiet Waltershofen), gegen das Land wegen der Nichtgenehmigung des Zielabweichung klagen zu wollen. Eine Zielabweichung beschreibt das Absehen vom Anbinde gebot, demzufolge gemäß der raumordnerischen Zielsetzung des Landes neue Gewerbegebiet nur noch im Anschluss an bestehende Siedlungen entwickelt werden sollen
Tannhausen – Trotz kühlen Wetters hatten sich am 15. Oktober zahlreiche Zuschauer eingefunden, unter ihnen Bürgermeister Matthias Burth und die Ortsvorsteherin von Tannhausen, Margit Zinser-Auer, um der Hauptübung 2023 der Einsatzabteilung Tannhausen beuzuwohnen.
Ravensburg – Die Bildschirmzeitung erreichte eine traurige Nachricht: Der Ravensburger Kreisrat und Schornsteinfegermeister Siegfried Scharpf ist tot. Der 67-jährige Siegfried Scharpf starb völlig überraschend am späten Abend des 19. Oktober an Herz-/Lungenversagen.
Aulendorf – Die traditionelle Jahreshauptübung der Feuerwehr Aulendorf fand am 7. Oktober statt. Eröffnete wurde sie in diesem Jahr von der Jugendfeuerwehr mit ihrer Schauübung am Eingangsbereich zur Schlossbrauerei. Danach zeigte die Aktive Wehr ihr Können.
Kißlegg – Mit der Vertragsunterzeichnung zwischen der Friedrich-Schiedel-Stiftung (vertreten durch die Vorstandsvorsitzende Melanie Vogt) und der Gemeinde Kißlegg (vertreten durch Bürgermeister Dieter Krattenmacher) wird in Kooperation mit dem Landkreis Ravensburg im Sinne der Aktion „Herz und Gemüt“ der Grundstein zur Einrichtung einer teilfinanzierten Seniorenberatungsstelle in der Gemeinde Kißlegg gelegt, wobei die Mehrkosten durch die Gemeinde getragen werden. Der ebenfalls anwesende zweite Vorsitzende Roland Bürkle der Schiedel-Stiftung betont hierbei, dass die Gemeinde mit der Stiftung einen verlässlichen Partner an der Seite habe und er sich auf eine gute Zusammenarbeit freue.
Fronhofen – In seiner Sitzung am 19. Oktober in Fronhofen lehnte der Kreistag einen Antrag der CDU-Fraktion für eine Anschubfinanzierung eines Primärversorgungszentrums (PVZ) in Bad Waldsee in Höhe von 100.000 Euro ab.
Vorgeschichte: Nachdem der grüne Gesundheitsminister Manne Lucha den Daumen über Bad Waldsees Krankenhaus gesenkt und der Kreistag, auch mit den Stimmen der CDU und gegen massiven Widerstand der SPD, auch der Mehrheit der ödp-Fraktion sowie von Teilen der Freien-Wähler-Fraktion, das Aus für Bad Waldsee beschlossen hatte, arbeitet die Oberschwaben-Klinik (OSK) im Auftrag des Landkreises an der Ausgestaltung eines Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ). Das MVZ hat seinen Platz im Krankenhaus-Gebäude schon gefunden, ist mit einem Chirurgen und einer Internistin besetzt.
Die Verwaltung der Großen Kreisstadt, allen voran Ob Matthias Henne, ist jedoch bestrebt, den Bad Waldseern und den Bürgern in der näheren und weiteren Umgebung eine bestmögliche medizinische Versorgung zu gewährleisten. Gerade im Hinblick auf die angespannte ärztliche Situation im ländlichen Bereich plant die Stadt den Aufbau eines medizinischen Primärversorgungszentrums (PVZ) in Bad Waldsee. Für die Anschubfinazierung sind laut Antrag der CDU einmalg 200.000 Euro erforderlich, von denen die Große Kreisstadt Bad Waldsee die eine Hälfte und der Landkreis die andere Hälfte hätten übernehmen sollen.
Der Landkreis hält dagegen fest, seine Finanzmittel, wie 2022 vom Kreistag beschlossen, „auf den Aufbau und Betrieb eines Medizinischen Versorgungszentrums (OSK-MVZ), das Teil eines derzeit von der Stadt (Bad Waldsee; Anm. d. DBSZ-Red.) entwickelten Primärversorgungszentrums (PVZ) werden kann, zu konzentrieren. Ein weitergehender Zuschuss wird deshalb nicht gewährt“. Oliver Spieß von den Freien Wählern (FW) vertrat vehement die Linie des Landkreises. „Für den Zuschuss ist jetzt nicht der richtige Zeitpunkt. Wir sollten erst mal abwarten, was die Regierung beschließt. Von einer sauberen Finanzierung sind wir meilenweit entfernt. Die Freien Wähler sind bereit, Bad Waldsee und auch anderen Orten zu helfen. Wilhelmsdorf zum Beispiel ist schon weiter als Bad Waldsee. Da sitzen die Parteien schon an einem Tisch.“
Für die Grünen-Fraktion übernahm deren Sprecher Tilman Schauwecker die ablehnende Position der Freien Wähler, während Professor Ernst Deuer von der SPD namens seiner Fraktion den CDU-Antrag unterstützte.
Der zuvor aufgerufene Antrag der Verwaltung, also des Landratsamtes, in Sachen MVZ-Finanzierung wurde mit Mehrheit angenommen. Damit war der konkurrierende Antrag der CDU vom Tisch.
Zum enttäuschenden Besuch beim Suchtpräventionstag am 11. Oktober in der Festhalle, als Mathias Wald, ein ehemaliger Drogenkonsument, aus seiner Lebensgeschichte berichtete
Leutkirch – Montagabend gegen 18.00 Uhr. Die Gallusmarkt-Stände werden gerade abgebaut. Da versammeln sich 21 Leute am Rathaus. Die meisten Frauen. Sie treffen sich zum „Spaziergang“. Das tun sie, „weil die Grundrechte noch immer nicht alle wiederhergestellt sind”, wie eine von ihnen sagt. Dann gehen sie eine gute halbe Stunde durch die Innenstadt. Schweigend. Was sie da veranstalten, ist eine von derzeit knapp 100 ähnlichen Kundgebungen, die es jede Woche in Baden-Württemberg gibt.