Kressbronn – Auch wenn sich da und dort im weiteren Verfahren noch Marginalien ändern werden, so steht nun doch fest, wo in Oberschwaben künftig Windkraftanlagen errichtet werden – vorausgesetzt, die Investoren nehmen das Flächenangebot an, das der Regionalverband Bodensee-Oberschwaben (RVBO) nach langem Sichtungs- und Gewichtungsverfahren festgelegt hat. Die Bildschirmzeitung (DBSZ) veröffentlicht am Ende dieses Artikels Karten von allen Standorten in ihrem Verbreitungsgebiet, entnommen der Webseite des Regionalverbandes (www.rvbo-energie.de).
Am 25. Oktober hat der Regionalverband Bodensee-Oberschwaben (RVBO) in Kressbronn die Windkraftvorranggebiete für das Verbandsgebiet – das sind die Kreise Ravensburg, Sigmaringen und der Bodenseekreis – im Entwurf vorgestellt. DBSZ-Redakteur Gerhard Reischmann hat an RVBO-Direktor Dr. Wolfgang Heine folgende Fragen gerichtet:
DBSZ: Die bisherigen Suchräume für Windkraft und Freiflächen-Photovoltaik wurden von 11 Prozent der Verbandsfläche auf nun 2,15 Prozent plus 0,3 Prozent optionale Fläche „eingedampft“. Der neue Regionalplan, der diese Vorranggebiete aller Voraussicht nach weitgehend enthalten wird, wird aber erst 2025 Rechtskraft erlangen. Wie ist die Rechtslage bis dahin? Kann der Regionalverband derzeit die Windkraftentwicklung im Verbandsgebiet überhaupt noch steuern? Heine: Wir erwarten, dass sich die Flächenkulisse von derzeit rund 2,5 % noch im Laufe des Verfahrens in Richtung des Flächenziels von mindestens 1,8 % vermindert. Der Teilregionalplan Energie erlangt voraussichtlich Ende 2025 Rechtskraft. Danach dürfen Windkraftplanungen nur noch in den darin enthaltenen Vorranggebieten aufgenommen werden, es sei denn, Kommunen haben oder entwickeln darüber hinaus eigene sogenannte Konzentrationszonen, was nur vereinzelt der Fall sein dürfte. Im Moment sind Windkraftprojekte privilegierte Vorhaben im Außenbereich, d.h. prinzipiell überall möglich, sofern in einer Gemeinde keine Konzentrationszone für die Windkraft vorliegt, dann ist ein Projektierer daran gehalten. Im Genehmigungsverfahren beim Landratsamt wird geprüft, ob gegen Vorgaben des Regionalplans verstoßen wird oder diverse Schutzgüter betroffen sind (Lärm, Artenschutz etc.). Wenn das nicht der Fall ist und eine Genehmigung erteilt wird, kann das Vorhaben realisiert werden, auch wenn unser Teilregionalplan noch nicht rechtskräftig ist.
DBSZ: Verstehe ich das richtig, dass, wer bis 2025 alle genehmigungsrechtlichen Vorgaben – Abstand, Lärm, Artenschutz – erfüllt, quasi überall im Verbandsgebiet eine Windkraftanlage errichten kann? Heine: Ja, es sei denn, dass eine Gemeinde über Konzentrationszonen verfügt, dann kann der Projektierer nicht außerhalb dieser Gebiete planen.
DBSZ: Gehe ich recht in der Annahme, dass die derzeit im Hummelluckenwald bei Arnach-Humberg und im Alttanner Wald bei Weitprechts projektierten Windkraftanlagen – alle in Sichtweit des Wurzacher Riedes – nicht vom Tisch sind, obwohl sie in keinem Vorranggebiet liegen? Heine: Wenn dort eine Genehmigung vor Ende 2025 erfolgt, kann das Vorhaben realisiert werden, auch wenn wir dort kein Vorranggebiet ausweisen.
DBSZ: Auch wenn die jetzt beschriebenen Vorranggebiete erst 2025 Rechtskraft erlangen werden, so sind sie doch ein raumplanerisches Signal. Verstehe ich das richtig, dass ein WKA-Projektierer, der nun in diese Gebiete hineinplant, jetzt eine gewisse Planungssicherheit hat, dass jetzt schon Vertrauensschutz entsteht? Heine: Wir suchen nach Flächen mit hoher Eignung und möglichst geringem Konfliktpotenzial und weisen dort Vorranggebiete mit dem Ziel aus, dass das Genehmigungsverfahren zügig über die Bühne gehen kann. Gleichwohl kommen dort nochmal alle Themen auf den Tisch und müssen abgearbeitet werden.
Die Frage nach dem Europadiplom
DBSZ: Im Umfeld des Wurzacher Riedes sind zwar Humberg und Alttann nicht als Vorranggebiete ausgewiesen, wohl aber der Blasiberg bei Mennisweiler und eine große Zone bei Osterhofen. Beide Standorte haben ein erhebliches optisches Störpotenzial im Hinblick auf das Wurzacher Ried. Windkraftanlagen bei Osterhofen würden den Haidgauer Berg und die Grabener Höhe deutlich überragen und den Blick aufs Ried, von der Kurstadt Bad Wurzach aus gesehen, massiv beeinträchtigen. Sehen Sie da keine Gefahr für das Europa-Diplom? Heine: Wir halten diese Vorranggebiete und unser dahinter stehendes Planungskonzept für vereinbar mit dem Europadiplom und haben uns diesbezüglich an den Europarat gewandt, ob er da mitgehen kann. Eine Antwort erwarten wir im Laufe des 1. Quartals 2024. Dann sehen wir weiter.
Die Fragen wurden schriftlich eingereicht. Die Bildschirmzeitung (DBSZ) dankt Herrn Dr. Heine für die rasche Beantwortung.
Bad Waldsee – Am Montag, 9. Oktober, organisierte das städtische Forstrevier eine beeindruckende Vorführung zur Bekämpfung des Staudenknöterichs in der Kiesgrube Hittelkofen.
Aulendorf – „Schade, dass Sie das Gremium verlassen“ und „Danke, Sie haben Ihr Amt äußerst engagiert ausgeübt“ – mit diesen Worten verabschiedete der Aulendorfer Bürgermeister Matthias Burth den CDU-Gemeinderat Konrad Zimmermann, der seit 24. Oktober 1999 dem Gemeinderat angehört hatte. Er war all die Jahre ordentliches Mitglied im Ausschuss für Umwelt und Technik (AUT) sowie Stellvertreter im Verwaltungsausschuss (VA) und im Aufsichtsrat der Schloss GmbH.
Bad Waldsee – Der Breitbandausbau und gleichzeitig die Verlegung der Nahwärmeversorgung erfordern Sperrungen in der Friedhofstraße von Mittwoch, 25. Oktober, bis voraussichtlich Freitag, 15. Dezember. Die Maßnahme wird in zwei Bauabschnitten durchgeführt.
Legau – Vor einem Jahr hat Rapunzel-Naturkost sein Besucherzentrum eröffnet. Seitdem haben fast 200.000 Gäste der Rapunzel-Welt in Legau im Unterallgäu einen Besuch abgestattet, sind durch das Mitmach-Museum geschlendert, haben im neuen Bio-Markt eingekauft, haben Pizza, Pasta, Kaffee und Kuchen im Restaurant genossen oder an den verschiedensten Events teilgenommen. Den ersten Geburtstag der Rapunzel-Welt feiert das Unternehmen in dieser Woche mit freiem Eintritt ins Museum i.
Molpertshaus – Auf dem Kunstrasenplatz des TSV fand das Spiel des TSV Berg III gegen den FV Molpertshaus II statt. Trotz ungewohntem Geläuf kam der FVM gut ins Spiel, durch saubere Kombinationen konnten sich die Männer von Coach Marcel Madlener einige gute Chancen erarbeiten, doch ins Tor wollte der Ball nicht.
Reute – Beim diesjährigen Riedlinger MIsselauf haben alle sieben angetretenen Läuferinnen und Läufer der TSV Reute Runners auf der überwiegend aus Schotter – bzw. Waldwegen bestehenden Laufstrecke entlang der Donau einen Podestplatz erreicht.
Blönried – „Mit den Reizen der neuen Medien kommen auch deren Risiken“, so fasste es Schulleiter Marc Grünbaum (Studienkolleg St. Johann Blönried) am Abend des 17. Oktober in seiner Begrüßungsrede zum Infoabend über die Gefahren, die im Netz und im Umgang mit neuen Medien lauern, zusammen.
Haisterkirch – Die Sebastianskapelle, die zur Kirchengemeinde St. Johannes Baptist Haisterkirch gehört, ist bekanntlich das ganze Jahr über Ziel unzähliger Menschen. Jetzt am vorletzten Oktobersonntag wurde in der Kapelle ein ganz besonderes Konzert angeboten: ein Drehorgelkonzert mit all den dazugehörigen musikalischen Facetten dieses Musikinstrumentes, das im Volksmund auch als Leierkasten bekannt ist.
Wilhelmsdorf / Kißlegg – Nach einer viel zu langen Zwangspause treffen sich dieses Jahr wieder fünf Jugendkapellen zum Oberschwäbischen Jugendblasmusikfestival in der Riedhalle in Wilhelmsdorf. Dieses Festival speziell für junge Orchester findet jedes Jahr in einem der Blasmusik-Kreisverbände Biberach, Bodenseekreis, Ravensburg und Sigmaringen statt. Aus dem Verbreitungsgebiet der Bildschirmzeitung ist das Jugendblasorchester Kißlegg dabei.
Bad Waldsee – „Du sollst mit deinem Pfunde wuchern“, steht schon in der Bibel und das schwerste Pfund von Bad Waldsee ist und bleibt der Stadtsee. 2008 wurde im Rahmen des damaligen Touristischen Masterplans der Aktiv-Weg rund um den Stadtsee eröffnet. Der Themenweg beruht auf den fünf Kneippschen-Gesundheitssäulen und umfasst sieben Stationen.
Leutkirch – Ilona Fuchs und Michael Lindauer, die langjährigen Sprecher der “AG nach § 78“, wurden zum Abschied ein letztes Mal zur Teilnahme an der Sitzung der Arbeitsgemeinschaft eingeladen. Die gegenwärtigen Sprecher, Felix Mader und der neugewählte Michael Stelzmüller, lobten die Zeit, in der Ilona Fuchs und Michael Lindauer die AG geleitet haben, als eine besonders wichtige und einflussreiche Phase.
Ravensburg – Am Sonntag, 19. November, konzertiert das KreisverbandsJUGENDblasorchester Ravensburg (kurz: KVJBO) gemeinsam mit dem renommierten Landesblasorchester Baden-Württemberg (LBO). Das Konzert beginnt um 17.00 Uhr und findet in der Festhalle in Baienfurt statt.
Brugg (rei) – „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind …“ – dieser Kanon war Bestandteil der musikumrahmten Rosenkranzandacht in Brugg am vergangenen Montag (23.10.). Und er war in gewisser Hinsicht auch ein Leitmotiv, denn es war eine kleine Gruppe, die sich da zu Gebet und Gesang in der 300-jährigen Rochuskapelle zusammengefunden hatte: ein Dutzend Beter und ein Ensemble, das den Anwesenden eine schöne Stunde schenkte.
Bad Wurzach – Der Kirchenchor Bad Wurzach führte seine Puccini-Messe “Messa di Gloria”, die er im vergangenen Herbst in St. Verena aufgeführt hatte, nun in der Basilika St. Pierre in der französischen Partnerstadt Luxeuil les Bains ein zweites Mal auf.
Haisterkirch – Das war eine turbulente Woche bei der Fußballabteilung des SV Haisterkirch: Hatte man am Sonntag der Vorwoche (15. 10) noch das Stadtderby gegen den FV Bad Waldsee unerwartet hoch mit 2:5 verloren, so schickte man eine Woche später den Tabelllenzeiten aus Eschach mit 6: 2 nach Hause. Dazwischen lag die Trennung vom Trainer.
Bad Wurzach – Stadtkämmerer Stefan Kunz präsentierte bei der jüngsten Gemeinderatssitzung den Finanzbericht nach dem dritten Quartal. Trotz vieler negativer Vorzeichen bei den Rahmenbedingungen, einer hohen Inflation, einer negativen bundesweiten Wachstumsprognose (– 0,4%) für 2023, einem Nachtragshaushalt zum Kreishaushalt, aber vor allem einem Minus von 23,3 Milliarden bei Bund und Land durch Steuerrechtsänderungen konnte der Kämmerer nach dem dritten Quartal den Räten für den städtischen Haushalt ein besseres Ergebnis prognostizieren als ursprünglich angenommen.
Leutkirch – Die letzte Familienstadtführung in diesem Jahr findet am Dienstag, 31. Oktober, um 10.00 Uhr statt. Gemeinsam mit der ganzen Familie lernen die Teilnehmer spielerisch Leutkirch kennen.
Wangen – Einen Meister des Rhythm and Blues kann man am Freitag, 27. Oktober, erleben, wenn Nick Woodland im Clublokal “Schwarzer Hasen” in Beutelsau auftritt. Konzertbeginn ist um 20:30 Uhr, Einlass 19:30 Uhr.
Bad Waldsee – Auch in diesem Jahr machten sich die Schülerinnen und Schüler der 5. Klasse der Döchtbühl-Werkrealschule wieder auf zu den „Starken Tagen” ins Allgäu.
Bad Wurzach – Im Rahmen eines öffentlichen Riedpflegetages hat das Naturschutzzentrum Wurzacher Ried am vergangenen Wochenende Entbuschungen im Ried durchgeführt. Gemeinsam mit 28 freiwilligen Helferinnen und Helfern wurden auf mehreren Flächen entlang des Torflehrpfades und des Wanderweges 1 die aufwachsenden Büsche und Jungbäume entfernt.
Aulendorf – Die SG Aulendorf hat das Heimspiel gegen den SV Ankenreute verdient mit 3:1 gewonen. Vor dem Spiel versammelten sich beide Mannschaften am Mittelkreis, um der vielen unnötigen Terroropfern zu gedenken.
Reute – Trotz etlicher krankheitsbedingten Ausfälle konnte der SV Reute im Heimspiel gegen Tabellenführer Bergatreute durch eine über 90 Minuten konzentrierte Leistung einen verdienten wichtigen Punkt abknöpfen und verbuchte mit dem 0:0 vor einer prächtigen Zuschauerkulisse bereits das zweite Spiel in dieser Saison ohne Gegentreffer.