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Im Blick auf die Veranstaltung am 22. Januar in der Festhalle

Jugendgemeinderat brütete über Fragen an die Landtagskandidaten



Foto: Maria Hönig (Stadt Leutkirch)
Sophie Fimpel wurde von Oberbürgermeister Hans-Jörg Henle als neues Mitglied des Jugendgemeinderats verpflichtet.

Leutkirch – Dienstagabend, 13. Januar, ab 18.00 Uhr. Im Sitzungsaal des Verwaltungsgebäudes am Gänsbühl tagt der Jugendgemeinderat Leutkirch. Hauptthema dort: die Vorstellung der Landtagskandierenden am 22. Januar ab 10.00 Uhr in der Festhalle Leutkirch. Sie stehen bei der rund 50-minütigen Veranstaltung den jungen Leute Rede und Antwort. Laut städtischer Kinder-, Jugend- und Familienbeauftragter Maria Hönig bei einer „ziemlich straffen Zeitplanung”.

175 Anmeldungen. So viele Namen stehen bereits auf der Liste derjenigen jungen Leute, die am 22. Januar in der Festhalle mit dabei sein möchten. Jugendgemeinderats-Sprecher Constantin Künst zeigte sich als Sitzungsleiter am Dienstabend ganz sicher, dass es noch deutlich mehr werden. Schließlich sollen die Kandidierenden für die Landtagswahl nicht lange „rumlabern“, sondern zügig Fragen der jungen Leute beantworten. Damit alles stimmt, was die Kandidierenden dabei sagen, führt der Nachwuchs mit Google direkt im Saal „Faktenchecks” durch. Als einer von denen, die da genau hinschauen, meldete sich Jugendgemeinderatsmitglied Joshua Marchetti bei der Sitzung am Dienstagabend.

Dabei bekam der Jugendgemeinderat am Dienstagabend Verstärkung. Sophie Fimpel gehört seitdem der gewählt-rührigen Runde an. Sie wurde in dieser neuen Aufgabe von Oberbürgermeister Henle förmlich verpflichtet (Bild). Erhalten bleibt dem Jugendgemeinderat Ibrahim Alrakad.

Welche Fragen sollen Kandidatinnen und Kandidaten dann am 22. Januar in der Festhalle beantworten? Sie sollten etwa sagen, „welche Schularten es künftig geben” soll, wie Constantin Künst vorschlug. Andere im nachwachsenden Rat wollten Ausbildungsplätze zum Thema machen. Oder – so Künst: „Was ist der Game-Changer Ihrer Partei im Bildungssystem?“ Weitere sprachen die „innere Sicherheit” an. Joshua Marchetti benannte dabei konkret den „Diebstahl in der Schule”.

Oberbürgermeister Henle regte dazu an zu fragen: „Wie ist das mit der Online-Kriminalität”, um dann gleich noch ein Handyverbot an Schulen anzusprechen. Während Sitzungsleiter Künst gerne Antworten zum Öffentlichen-Personen-Nahverkehr (ÖPNV) hörten würde, riet OB Henle zum Thema Windkraft im Allgäu. Eine Energieträgerin, zu der der Nachwuchs „eher zu einem Ja tendiert“, wie Constantin Künst erklärte. Von der Ausbildungsförderung im Handwerk über die „Abschaffung des Bargelds” und den Sozialen Wohnungsbau streifte die Runde mehrere Punkte. Und „am Ende werden zehn Fragen gestellt” – nur mit „ja” oder „nein” zu beantworten – so Künst.

Der Jugendgemeinderat tagt im selben Sitzungssaal wie der Gemeinderat.

„Habt Ihr noch Ideen?”, wollte Constantin Künst von seinen Jugendgemeinderats-Kolleginnen und Kollegen wissen. Darüber kann die Jugend sich in den Kanälen des Jugendgemeinderats noch austauschen. Dessen Mitglieder ließen sich am Dienstagabend von Maria Hönigs Mobiltelefon-Kamera filmen. Ebenfalls für die digitalen Info-Kanäle der Runde. In Hönigs Linse erklärten sie, warum sie am 8. März zur Landtagswahl gehen. Immerhin darf daran schon ab 16 teilgenommen werden.

Fahrt nach Lustenau

Für den Tag nach der Veranstaltung am 22. Januar in der Festhalle lud Oberbürgermeister Henle die jungen Leute noch zu einer Fahrt ein. Und zwar am 23. Januar ab 14.00 Uhr nach Lustenau in Vorarlberg. Dort zu begehen und zu besichtigen: ein mehrstöckiges Haus. Henle: „Dieses  Gebäude hat keine Heizung, keine Lüftung und braucht keine Energie.” Dennoch fühlen sich die, die darin arbeiten, offenbar sehr wohl. Das Stadtoberhaupt weiter: „Wir überlegen, ob wir es wagen”, das neue Gymnasium Leutkirch so zu erstellen. Noch seien drei Plätze zum Mitfahren nach Lustenau frei. 

Am 10. Februar

Die nächste Sitzung des Jugendgemeinderats ist am Dienstag, 10. Februar um 18.30 Uhr im Sitzungsaal des Verwaltungsgebäudes am Gänsbühl.
Text und Fotos (2): Julian Aicher






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