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Herzenssache

Rotary rückt Organspende in den Fokus



Foto: privat
Familie im Spenderglück: Unser Bild zeigt Mutter Beate und Vater Gerhard, Tochter Hanna (11, links) und Laura (9, rechts) mit Schwester Talea (7) in der Mitte.

Dürren – Hinter Taleas Glück steckt ein tragisches Schicksal: Die Siebenjährige bekam 2024 ein Spenderherz. Eine unbekannte Familie, die ihr Kind verloren hat, rettete das Leben des Mädchens. Eine Entscheidung, die vielen Menschen in Deutschland schwerfällt. Im Jahr 2024 warteten 8575 Patientinnen und Patienten auf ein Organ. 2854 Organe von 953 Menschen konnten transplantiert werden.

Das sind 11,4 Spender pro einer Million Einwohner in Deutschland. Zum Vergleich: In Spanien sind es 43,1 pro einer Million Einwohner. „Wir hatten Glück“, sagen die Eltern von Talea aus Grünkraut, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, mit ihrer Geschichte mehr Menschen zur Organspende zu bewegen. An ihrer Seite: Prof. Robert Dalla-Pozza, leitender Oberarzt der Abteilung Kinderkardiologie und Pädiatrische Intensivmedizin der LMU in München.

Professor Robert Dalla-Pozza aus München spricht am Mittwoch, 14. Januar, im Hofgut Farny in Dürren über Organspende. Foto: privat

Der Rotary Club Wangen-Isny-Leutkirch bietet den Betroffenen und dem Spezialisten eine Bühne. In einem öffentlichen Meeting im Rahmen der Vortragsreihe „Rotary presents …“ kommen am Mittwoch, 14. Januar, Medizinerinnen und Mediziner sowie die betroffene Familie zu Wort. Das Podiumsgespräch im Hofgut Farny soll Menschen darüber aufklären, wie eine Organspende wirkt, welche Ängste damit einhergehen und wie das Spenden funktioniert. Taleas Eltern berichten offen, was es für sie bedeutete, auf ein Herz für ihr unheilbar krankes Kind zu warten, welche Herausforderungen sie dabei meistern mussten und wie sie diese schwere Zeit überstanden.

Ihre Geschichte zeigt, was passiert, wenn aufmerksame Mediziner, technische Entwicklungen, starke Nerven, eine Portion Glück und Menschen, die in einer tragischen Situation eine mitmenschliche Entscheidung treffen, zusammenkommen. „Wir kennen die Familie nicht, aber wir sind ihr unendlich dankbar, dass das Herz ihres Kindes in unserer Tochter weiter schlagen darf“, sagt der Vater von Talea, der hofft, dass sich nach dem rotarischen Abend noch mehr Menschen zu einer Organspende entschließen – sei es durch eine Online-Registrierung, per App oder mit einem Organspendeausweis. „Wichtig ist, sich dazu Gedanken zu machen und sich auszutauschen, damit die Familie im Ernstfall Bescheid weiß und entscheiden kann.“

Am 14. Januar um 19.00 Uhr in Dürren

Beginn der Veranstaltung in Dürren am Mittwoch, 14. Januar, ist um 19.00 Uhr; die Platzwahl ist frei. Reservierungen nimmt der Club unter juergen@kunz-mail.de entgegen.
Steffi Böck




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