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Salvatorkolleg Bad Wurzach

Schülerprojekt zum Nachlass von Pater Egino Manall



Foto: Ulrich Gresser
Provinzial Pater Friedrich Emde betrachtet mit einigen Schülerinnen der 10c die Werke von Pater Egino Manall, die auf jeden Fall erhalten bleiben sollen.

Bad Wurzach – Die Klasse 10c des Salvatorkollegs Bad Wurzach hat gemeinsam mit ihrer Kunstlehrerin Uta Schubert und dem Archivar der Salvatorianer Pater Michael Overmann seit den Weihnachtsferien im Rahmen des Kunstunterrichts ein interessantes Projekt gestartet: Sie durften den Nachlass des Künstlerpaters Pater Egino Manall, der aus Kapazitätsgründen im Archiv verkleinert werden muss, nach bestimmten Qualitäts-Kriterien sortieren.

Pater Michael hatte bereits beim Treffen des Ehemaligenvereins Bilder auf digitalem Weg zum Verkauf angeboten, nachdem mehrere Helfer zuvor gemeinsam versucht hatten, eine Systematik in die Bilderwelt des Malerpater Pater Egino zu bringen, zu dessen größten Werken das Altarbild in der ehemaligen Schlosskirche aus den 50er Jahren zählte, die dann in den Neunzigern gemeinsam mit dem Internatstrakt des Schlosses der Wohnanlage für Jung und Alt weichen musste.

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An diesem Donnerstagnachmittag (15.05.2025) nun präsentierten die Schüler bei einer Art Vernissage mit Getränken und Häppchen ihre Auswahl in drei verschiedenen Räumen einigen prominenten Gästen. An der Spitze Provinzial Pater Friedrich Emde, seine Vorgänger Pater Leonhard Berchtold, der schon seit Jahren eine erste Ordnung in den Nachlass gebracht hatte, mit Robert Häusle ein ehemaliger und Klaus Amann der aktuelle Schulleiter des Salvatorkollegs sowie mit Pater Mariusz Kowalski, der Schulseelsorger. Ebenfalls mit dabei war die Großnichte des Künstlerpaters Egino, die mit einem Interview-Mitschnitt den Pater selbst zu Wort kommen ließ. Dabei ging es auch darum, sich die Auswahl quasi von den Ordensoberen bestätigen zu lassen. Ute Schubert und diese waren sich darin einig, dass mehr Augen auch mehr sehen.

Die Kriterien, nach denen die Schülerinnen und Schüler in den letzten Monaten die Bilder sortiert hatten, waren zum einen die Farbgebung, die Kontraste und die Lichtstimmung. Ein weiteres Kriterium waren Formen und Proportionen etwa bei Menschenbildnissen. Die Staffelung in Vordergrund, Mittelgrund und Hintergrund, um dem Bild Tiefe zu geben, floss ebenfalls in die Beurteilung ein. Und schließlich war ein weiteres Kriterium, wie wirkten die Bilder mit ihrer Botschaft auf die sie betrachtenden Personen.

Podcast der 10c

Zwei Schüler der 10c präsentierten ein erste Folge eines Podcast über das Leben und Wirken von Pater Egino, der über den Kunstunterricht hinaus auch noch den Sportverein DJK Schwarz-Gelb gegründet hatte, sowie über das Werk selbst und was davon erhalten bleiben soll.

Nachdem einige Schülerinnen und Schüler über ihre sehr positiven Erfahrungen während des Projektes berichtet hatten, ging es in Kleingruppen noch einmal in die einzelnen Räume. Die Auswahl im Foyer der Kunsträume, in denen die Vernissage stattfand, waren die unumstrittenen Werke. Im ersten Kunstsaal waren die Menschen-Bilder von Pater Egino versammelt. Und im dritten Raum waren diejenigen Werke, die laut den Schülern nicht den Prüfkriterien standhielten. Dass ihre Einschätzung auch den salvatorianischen und Schulleiterblicken standhielten, zeigte sich nach dem Rundgang. Die Auswahl erfuhr bei den Gästen große Zustimmung.

Pater Leonhard wünschte sich, dass das eine oder andere religiöse Werk wie etwa Maria Verkündigung erhalten bleiben sollte, meinte aber auch, dass die Kriterien einsichtig seien. Pater Mariusz wiederum wünschte sich für Gottesdienste oder für eine Veranstaltung gegen Gewalt ein zwei Bilder. Er zeigte sich auch überrascht davon, dass einige Bilder im Original anders wirkten als in ihrer digitalen Fassung. Pater Friedrich erläuterte den Grund für die starke Reduktion, nachdem man sich schon drei Jahre damit befasst habe: „Wir müssen das machen, damit wir nicht in 20-30 Jahren alles wegwerfen müssen.“ Er sagte aber auch, dass es sehr interessant war, dass die Schüler jenseits von persönlichen Präferenzen gute Argumente vorgebracht hatten. Klaus Amann sagte: „Die Schüler haben eine gute Auswahl getroffen, die Kriterien sehr gut angewandt und das Verfahren super umgesetzt.“

Für den Kunstunterricht

Frau Sommer, die Großnichte Pater Eginos, freute sich, dass von den Schülern mit den überzähligen Werken im Kunstunterricht gearbeitet wird. Robert Häusle wiederum, der bei der Werkauswahl für die Digitalisierung beteiligt war, wünschte sich, dass die Schüler dabei wirklich sehr radikal zu Werke gehen sollte, damit etwas wirklich Neues daraus entstehen wird. Der Archivar Pater Michael Overmann erklärte dazu, dass die Schülerwerke voraussichtlich bis zu den Sommerferien präsentiert werden sollen, nach den Ferien solle ein Webseite dazu online gehen.

Viele Bilder in der Galerie



Fotos: Ulrich Gresser

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