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Tradition seit 72 Jahren

Landjugend Gospoldshofen feierte Erntedankfest



Foto: Ulrich Gresser
Hanna Gruber und Lukas Rast sind die neue Doppelspitze der LandjugendBad Wurzach-Gopsoldshofen, die auch das Erntedankfest ausrichtet.

Gospoldshofen – Seit nunmehr 72 Jahren veranstaltet die Landjugend Gospoldshofen das Erntedankfest in Bad Wurzach. Gemeinsam mit den Mühlenfestmusikanten konnte Lukas Rast, der seit Mai gemeinsam mit Hanna Gruber die Geschicke der Landjugend Gospoldshofen leitet, dazu an diesem Sonntagmorgen, 5. Oktober, wieder zahlreiche Gäste in der Turn- und Festhalle Bad Wurzach begrüßen.

Pfarrer Stefan Maier hatte zuvor beim Erntedankfestgottesdienst die mitgebrachten Erntegaben gesegnet. In seiner Predigt bezog er sich auf die Lesung aus dem Buch Deuteronium, in dem die Menschen darauf hingewiesen wurden, dass die gute Ernte nicht nur ihr eigener Verdienst sei, sondern dass sie allen Grund hätten, sich bei Gott zu bedanken. Grund zur Dankbarkeit hätten auch die anderen neun von zehn Aussätzigen gehabt, die Jesus im Evangeliumswort geheilt hatte. Aber nur einer, bezeichnenderweise ein Samariter – also ein Ausländer – kam zu Jesus nach der Heilung zurück, um sich bei ihm zu bedanken. Jesus antwortete ihm: „Dein Glaube hat dich gerettet.“

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Zum Abschluss des Gottesdienstes lud Oberministrant Luis Vincon, ebenfalls Mitglied bei der Landjugend Gospoldshofen, die Gottesdienstbesucher zum Mittagessen in die gerade einmal einen Steinwurf entfernte Turn- und Festhalle bei der Grundschule ein, um gemeinsam Erntedank zu feiern.

Eines der größten Erntedank- und Volksfeste der Welt, der Cannstatter Wasen, geht auf eine gewaltige Klimakatastrophe zurück: Nach einem Vulkanausbruch 1815 in Indonesien sorgten Gase und Staub weltweit für Klimaveränderungen. Das Jahr gilt bis heute als das Jahr ohne Sommer, deshalb kam es zu Missernten und dadurch zu großen Hungersnöten. Der württembergische König Wilhelm I. stiftete seinem Volk daher im Jahre 1818 ein Fest, das am 28. September 1818 erstmals gefeiert wurde. Nicht ganz so lange geht die Tradition des Erntedankfestes der Landjugend Gospoldshofen zurück: 1953 wurde es erstmals gefeiert. Nur während der Covid-Pandemie konnte es nicht stattfinden.

Nach dem Kirchgang kam es also in der mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen dekorierten Festhalle zur „Nagelprobe“ für die rund 40 der 57 aktiven Mitglieder. Denn es galt, möglichst rasch ihre essbaren Schmankerl an die Frau, den Mann und auch das Kind zu bringen. Für die Unterhaltung Letztgenannter war mit Mal- und Zeichenecke bestens gesorgt, sodass die Eltern in Ruhe das Fest, das gute Essen und die Unterhaltung mit Bekannten und Freunden genießen konnten. Wie die Kirchenfeste ist auch das Erntedankfest der Landjugend immer ein beliebter Treffpunkt, um sich auszutauschen. Nach dem Mittagessen gab es noch Gelegenheit bei Kaffee und – natürlich selbst gebackene – leckeren Torten und Kuchen, weiter zu plaudern. Oder man ließ sich ein Paket diverser Kuchen- und Tortenstücke für den Nachmittagskaffee einpacken.

Musikalisch umrahmt von den Mühlenfest-Musikanten

Neuer Namen aber im großen und ganzen dieselben Gesichter: Für die Musik sorgten an diesem Sonntagmorgen die Mühlenfest-Musikanten. Sie spielten nun also zum Frühschoppen bei diesem Erntedankfest der Landjugend Gospoldshofen. Und mit Jochen „JJ“ Jöchle bekam das geneigte Publikum darüber hinaus neben seinem exzellenten Flügelhorn-Spiel auch noch jede Menge humoristische Pointen serviert…

Vorschau: Am 8. November steigt die Achwasser-Party

Das Erntedankfest ist zwar das Fest, mit dem die Landjugend Bad Wurzach-Gospoldshofen am ehesten in Verbindung gebracht wird. Aber sie bringen einiges mehr auf den Weg. Demnächst, nämlich am 8. November, steigt in der Festhalle Unterschwarzach die Achwasser-Party.

Wie alle Vereine ist auch die Landjugend immer auf der Suche nach Nachwuchs. Wer also Interesse hat, bei der Landjugend mitzumachen, kann gerne am Mittwochabend ab 20.00 Uhr zum Gruppenabend ins Rathaus Gospoldshofen kommen.
Text und Bilder: Uli Gresser

Viele Bilder in der Galerie



Fotos: Ulrich Gresser

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