Skip to main content
Fasnet 2026

Haidgauer Narren starteten mit Kuhschwanzlüften



Foto: Ulrich Gresser

Haidgau – Traditionell startete die Haidgauer Narrenzunft Chadaloh mit Wago und Wolfsleib, Hugibold, Pebo und dem namensgebenden Chadaloh am Dreikönigstag nach dem Angelus-Läuten mit dem „Kuhschwanzlüften“ in die Fünfte Jahreszeit, in diesem Jahr erstmals von einer Haidgauer Fasnetsmusi unterstützt.

Zunftmeister Daniel Wassner freute sich bei seiner Begrüßung, dass viele Haidgauer, aber auch närrische Gäste etwa von der „Gettezunft“ aus Reute, Unterschwarzacher Schwaazer Butzen, ebenso aus dem tiefsten Allgäu von der NZ Lachende Kuh, von den Riedmeckelern aus Bad Wurzach wie auch Narrenfreunde aus Bergatreute, Aichstetten und Gebrazhofen nach Haidgau gekommen waren.

ANZEIGE

Und weil Konkurrenz das Geschäft belebt, freute er sich auch darüber, dass auch einige Mitglieder der Hoiger Sippe den Weg durchs Schneegestöber zum Rathaus gefunden hatten.

Von – künstlichem – Nebel umwabert stieg der Schwarznarr „Wolfsleib“, vom stiergesichtigen „Wago“ mit seiner Laterne und lautem Klopfen an die Pforte der Wolfshöhle geweckt, aus selbiger gegenüber des Rathauses. Gemeinsam machten sie sich auf die Suche nach den anderen Narren, die dann von allen Seiten zu ihrem närrischen Treiben zum Haidgauer Rathausplatz strömten. Dort erwartete sie die Hoigamer Fasnetsmusi, die unter anderem mit dem von Klaus Wachter komponierten Haidgauer Narrenmarsch die neue, knackig kurze Fasnetssaison mit einläutete.

Mit den alljährlichen von Zunftmeister Daniel Wassner vom Behnalädele des Rathauses herabgesprochenen magischen Worten: „Etz, Ihr Narra, springet zua, und hollet`n raus den Schwanz von dr Kuh!“ wurden die 307 Tage in den Truhen ruhenden Häser vollends zum Leben erweckt und namensgebenden Accessoires zum kräftigen Auslüften hervorgeholt.

Jubiläums-Feuerschale

Und während die Hästräger auf der Straße zur Musik der Hoigamer Fasnetsmusi tanzten, scharten sich die Besucher bei den eisigen Temperaturen gerne um die neue – natürlich mit den Haidgauer Masken verzierte – Jubiläums-Feuerschale.

Der Zunftmeister nutzte die Gelegenheit, seine Narren, aber auch die Besucher, zu den Veranstaltungen der Zunft einzuladen. Am Samstag, 7. Februar, findet um 14.00 Uhr der Haidgauer Umzug statt. Am Gumpigen findet dann wie immer der Kinderumzug und abends Weiberball im Schützenhaus statt. Am Fasnetssamstag, 14. Februar, wird der große Zunftball steigen, ehe man die Fasnet am Fasnetsdienstag zum Ende der Saison am 17. Februar wieder „vergraba“ wird.

Nicht fehlen durften auch in diesem Jahr die Verhaltensregeln seitens des „Chefs“, etwa dass ein Haidgauer Narr seinen Kuhschwanz niemals als Waffe einsetzen und er sich nie auf die Straße setzen wird. Auch einige deftige Fasnetssprüche durften natürlich nicht fehlen. „Selig send dia Mutterkend, dia Dag ond Nacht im Wirtshaus send!“„Lieber Narr sei nicht dumm, und hur´ nicht in d´r Fasnet rum, denn über ois sei dir im klara, dei Alte, dia dut alls erfahra, noch kriagsch des Nudelholz an Birn, noch hosch a Beila an deim Hirn, do basst koi Mask ond au koin Deckel, no bleibsch drhoim und bisch dr Seckel.“

Der Zunftmeister bedankte sich danach noch bei allen an der Organisation des Fasnetsauftaktes Beteiligten. Auch der Feuerwehr fürs Absperren der Straße, dem „Thekenpersonal“ für die Versorgung mit kalten und warmen Getränken sowie der eigens für den Abend gegründeten Fasnetsmusi galt sein Dank.

Neue Mitglieder

Nach der Jubiläumssaison wächst die Narrenschar. So sind Dominic Käppeler, Elmar Baiber und Paul Mohr als passive Mitglieder dazugestoßen. Als Narrensoma aufgenommen wurden Leon Kopf und Elias Käppeler, in die Narrenjugend Hannah Lupfer, Florian Lupfer, Linus reich und Elias Herdrich, zu den „Junggebliebenen“ gesellte sich Armin Lupfer. Nach der Selbstvorstellung einiger Neumitglieder öffnete danach das Schützenhaus St. Hubertus zum Fasnets-Startschuss seine Tür für Narren und Besucher, um die diesjährige Fasnet gebührend zu begrüßen.
Text und Bilder: Uli Gresser

Viele Bilder in der Galerie



Fotos: Ulrich Gresser

NEUESTE BEITRÄGE

Bad Wurzach
Fastenpredigt in der Stadtpfarrkirche St. Verena

Am 27. März mit Pater Friedrich Emde

Bad Wurzach – Den Glauben der Kirche als Quelle der Freude entdecken. Vielfach bricht die Weitergabe des Glaubens in unserer Zeit ab. Wie bekommt der Glaube die Chance, wieder zum Thema zu werden in den Familien und in anderen Lebensbereichen? Erste Voraussetzung ist, dass aus dem Glauben Freude erwächst. In der Freude liegt immer eine Kraft, die von innen kommt. Ein Satz aus dem Buch Nehemia bringt es auf den Punkt: „Die Freude am Herrn ist euere Stärke.“
Fastenpredigten in der Stadtpfarrkirche St. Verena

Am 20. März mit Pater Wolfgang Sütterlin

Bad Wurzach – Den Glauben der Kirche als Quelle der Freude entdecken. Vielfach bricht die Weitergabe des Glaubens in unserer Zeit ab. Wie bekommt der Glaube die Chance, wieder zum Thema zu werden in den Familien und in anderen Lebensbereichen? Erste Voraussetzung ist, dass aus dem Glauben Freude erwächst. In der Freude liegt immer eine Kraft, die von innen kommt. Ein Satz aus dem Buch Nehemia bringt es auf den Punkt: „Die Freude am Herrn ist euere Stärke.“
Stadt setzt auf erneuerbare Energien

2025 wurden fünf neue Solaranlagen auf kommunalen Dächern installiert

Bad Wurzach – Bad Wurzach holt die Sonne vom Dach: Im Jahr 2025 wurden auf fünf öffentlichen Gebäuden in Bad Wurzach insgesamt 168 Kilowatt-Peak (kWp) an Solaranlagen installiert. Mit diesem Schritt setzt die Stadt ein deutliches Zeichen für eine nachhaltige Energieversorgung und den Klimaschutz.
Ab 13. März

Brückenerneuerung zwischen Kurpark und Ried: Zeitweise Umleitung erforderlich

Bad Surzach – Die Brücke im Kurpark, die auf Höhe des Wanderparkplatzes an der B465 (Biberacher Straße) liegt, wird ab Freitag, 13. März, erneuert. Sie dient als direkte Verbindung zwischen dem Wurzacher Ried und dem Kurpark. Im Rahmen der Modernisierung der touristischen Infrastruktur wird sie durch eine Stahlkonstruktion ersetzt. Aufgrund der Bauarbeiten ist der Hauptverbindungsweg in diesem Zeitraum gesperrt. Eine Umleitung für Wanderer und Fußgänger ist vor Ort ausgeschildert. Die Bauarbe…
Taekwondo

Erfolgreiche Prüferlizenz für das Taekwondo-Sportabzeichen

Bad Wurzach – Die drei Taekwondo-Trainer von links Ferat Ersöz (2. Dan.) Peter Stein (4. Dan.) und Werner Hoch (2. Dan.) haben erfolgreich die Prüferlizenz für das Taekwondo-Sportabzeichen erworben.
ANZEIGE

MEISTGELESEN

Bad Wurzach
Kostenlos

Broschüre “Jahresrückblick 2023” liegt aus

Bad Wurzach – Auch in diesem Jahr hat die Stadt Bad Wurzach wieder einen Rückblick mit einer Zusammenstellung wichtiger Ereignisse aus kommunaler Sicht für 2023 erstellt. Die entsprechende Broschüre ist an den üblichen Auslagestellen am Rathaus, bei der Bad Wurzach-Info oder den Ortsverwaltungen kostenlos erhältlich.
Sängerabend am Samstag, 20. April

Männerchor Haisterkirch sucht Mitsänger für Projektchor

Haisterkirch – Auch für dieses Jahr ist der Männerchor Haisterkirch wieder in den Planungen für einen Sängerabend am Samstag, 20. April. Zum Konzert soll, wie bereits in den vergangenen Jahren, ein Projektchor mitwirken. Hierzu sind alle sangesfreudigen Männer jeder Altersstufe herzlich eingeladen.
Kleintierzüchter Bad Wurzach

2023 war die erfolgreichste Schausaison in der Geschichte des Vereins

Bad Wurzach – Auf der 36. Bundeskaninchenschau in den Messehallen von Leipzig am 16. und 17. November 2023 konnte der Kleintierzuchtverein Bad Wurzach mit einem super Ergebnis überzeugen.
Sieben Neuzertifizierungen im Landkreis Ravensburg

58 Handwerksbetriebe aus der Region sind TOP-Ausbilder

Ulm – In der Region gibt es viele Handwerksbetriebe, denen die Ausbildung junger Menschen besonders am Herzen liegt und die sich maßgeblich engagieren. Über das Qualitätssiegel „TOP-Ausbilder“ der Handwerkskammer Ulm können sie sich das hohe Engagement in Sachen Nachwuchsfachkräfte zertifizieren lassen. Ganz aktuell haben im Kammergebiet weitere 19 Ausbildungsbetriebe das Zertifikat erhalten: davon befinden sich sieben im Kreis Ravensburg, vier im Landkreis Biberach, drei im Bodenseekreis, zw…
Unterstützung jenseits der Fallpauschalen

Geburtshilfen in Wangen und Ravensburg erhalten Bundesmittel

Stuttgart / Wangen / Ravensburg – Die geburtshilfliche Versorgung in den Krankenhäusern in Baden-Württemberg wird, wie bereits im Vorjahr, mit rund 15,65 Millionen Euro aus Bundesmittel gefördert. Dies soll die Geburtshilfe unabhängig von der leistungsorientierten Fallkostenpauschale finanziell absichern und die Fachabteilungen für Geburtshilfe in den Krankenhäusern unterstützen. Dies teilte Landes-Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) am Dienstag (2. April) in Stuttgart mit. Die Geburtshil…

TOP-THEMEN

Bad Wurzach
Bad Wurzach – Bad Wurzach holt die Sonne vom Dach: Im Jahr 2025 wurden auf fünf öffentlichen Gebäuden in Bad Wurzach …
Arnach / Diepoldshofen – Nach dem misslungenen Diebstahl eines Geldautomaten in der Nacht von Freitag auf Samstag (6….
Arnach – Von der Kommune zum mittelständischen Unternehmen: Beim Begegnungsnachmittag im Gemeindehaus St. Ulrich in A…

Einzelhandel, Dienstleistungen und Handwerk in Allgäu-Oberschwaben

VERANSTALTUNGEN

Bad Wurzach