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Präsentation ihrer Titel aus ihrer neuen CD

Die Oberschwäbischen Dorfmusikanten gastierten in der Kurhaus-Kulturschmiede



Foto: Ulrich Gresser

Bad Wurzach – Traditionell im Frühjahr und Herbst treten die Oberschwäbischen Dorfmusikanten zu ihrem „Heimspiel“ im Kursaal in Bad Wurzach an. Am Sonntag, 12. Oktober, war es wieder soweit – und sie hatten ihre neue CD im Gepäck.

Simon Föhr, wie sein Vorgänger Peter Schad als Leiter der weithin berühmten Oberschwäbischen Dorfmusikanten von Beruf Lehrer, konnte zwei gute Gründe für seine Berufswahl nennen: Juli und August. Peter Schad sogar einen dritten: Pension. Mit diesen und weiteren humorigen Geschichten aus dem Lehrerzimmer konnte Simon Föhr das Publikum nebenbei unterhalten.

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Dieses bestand zum großen Teil aus Stammgästen, die jedes Konzert der OSDM in der Region mitnehmen, so etwa der Musiker-Stammtisch aus Haidgau und viele andere. Und natürlich Peter Schad.

Mit dem Marsch Sympatria von Thomas Asanger starteten die Musiker in das Konzert. Das von Udo Jürgens vor vielen Jahrzehnten geschriebene Lied „Ich glaube“, das Simon Föhr als Solist sang, hat leider nichts an Aktualität eingebüßt und war das erste Stück, das die Kapelle auf ihrer aktuellen CD „Mit Herz und Leidenschaft“ verewigt haben. Die Titel gebende Polka der CD ist die neueste Polka aus der Feder des Polizeikommissars a.D. Michel Kuhn, der laut Simon Föhr die letzten drei Wochen musikalisch auf dem Oktoberfest aktiv war und deswegen noch ein wenig müde sei.

Auch sie sei ein wenig angeschlagen sagte Sängerin Carina Kienle, die mit der Peter-Schad-Polka „Mit dir zu gehen“ ihren ersten Solo-Auftritt an diesem Abend hatte: Sie hatte nämlich tags zuvor JGA, also Junggesellinnen-Abschied mit 15 Mädels gefeiert. Was sie aber nicht hinderte, eine fulminante Gesangsleistung bei „Gabriela´s song“ hinzulegen, die auch Peter Schad, der natürlich beim Heimspiel seiner Musikanten dabei war, beeindruckte. Und noch einer war dabei: Hans Musch, der als passionierter Imker seinen Bienen mit dem Bienchen-Walzer ein musikalisches Denkmal setzte, freute sich darüber, dass der Walzer, den die OSDM wohl zuletzt bei der Hochzeit von „UNESCO-Weltkultur-Erbe“ Erwin Krattenmacher, der nach wie vor bei der Kapelle das Flügelhorn bedient, gespielt hatten. Die neueste Kreation von Peter Schad im Repertoire, die Jawoi Polka, hatten die OSDM bereits im Frühjahr vorgestellt. Auch sie ist ebenso wie das melancholisch stimmende Duett von „Jasmina“ mit Föhr und Sängerin Karina Kienle auf der CD vertreten. Peter Schad habe das beim Publikum sehr beliebte Stück immer unbedingt vor der Pause spielen wollen, damit er diese auch genießen konnte.

Aus dieser kamen die Musikanten mit viel Elan und dem berühmten Fliegermarsch zurück auf die Bühne, dem sie den Ernst Mosch-Klassiker „Der böhmische Wind“ folgen ließen. Dass sie auch Klassik beherrschen, zeigten die Musiker im ersten Teil bereits mit den schönsten Melodien aus den Verdi-Opern, aber auch dann in Teil zwei mit der Annen-Polka von Johann Strauß Sohn. Mit der Laubener Schnellpolka ging es stilistisch böhmisch-mährisch weiter, auch wenn der Komponist Kurt Gäble aus der Region um Memmingen stammt. In den aktuell weltpolitisch unruhigen Zeiten darf das Statement „Ein bißchen Frieden“ das Nicole vor mehr als 40 Jahren setzte nicht fehlen, ebenso wie das von ABBA I have a dream, bei denen wie bei den Liedern zuvor bei Sängerin Carina Kienle von Müdigkeit nicht zu spüren war.

Auch Dirigenten brauchen einmal eine Pause, also was lag da für Simon Föhr näher, als Peter Schad für zwei seiner Polkas „Rosenduft“ und „Ewig Schad“ auf die Bühne zu bitten. „Dass ich das noch erleben darf“ waren seine ersten Worte, ehe er sich über seine Garderoben-Probleme ausließ, die ihn schließlich in seine alte Uniform-Weste führten.

Danach war wieder „Der Alte Dessauer Zeit“-Trompeter Markus Elser – er verzauberte – wieder unter dem Dirigat von Simon Föhr – den ganzen Saal. Auch der Wurzacher Posaunist Jürgen Schad kam noch zu Solisten-Ehren bei den „Gablonzer Perlen“. Wie sagten es die Altvorderen Musikanten schon immer: „Oin gscheider Marsch muss sei“. Folglich gaben sie (und das Publikum) noch einmal alles beim Florentiner Marsch.

Kein Wunder, dass die Oberschwäbischen Dorfmusikanten noch zwei Zugaben anhängen mussten: Das wunderschöne Kirchenlied „Ein schöner Tag“ solo gesungen von Sängerin Carina, mit dem die Kapelle üblicherweise ihr Programm beendet, sowie die „Kuschelpolka“, bei der auch Peter Schad wieder mitsang.
Text und Bilder: Uli Gresser.

Viele Bilder in der Galerie



Fotos: Ulrich Gresser

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