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Evangelische Kirchengemeinde

Die neu gewählten Kirchengemeinderäte wurden in ihr Amt eingeführt



Foto: Uli Gresser
Die Kirchengemeinderäte bei der Verpflichtung durch Pfarrerin Silke Kuczera: Cristin Schellhorn, Markus Krämer, Peter Eckstein, Markus Wendt, Astrid Greshake, Rainer Läppert, Inge Kruse, Martin Gottschling und Ursula Weizenegger (von links).

Bad Wurzach – Die beiden Pfarrerinnen Silke Kuczera und Cora Böttiger führten im Rahmen eines festlichen Gottesdienstes am 11.  Januar den von den Gemeindemitgliedern kürzlich gewählten Kirchengemeinderat in sein Amt ein.

Nach dem Einzug der alten und neuen Kirchengemeinderätinnen gemeinsam mit den beiden Pfarrerinnen sagte Silke Kuczera in ihrer Begrüßung der Gemeinde: „Unsere Kirchengemeinde ist lebendig, weil unterschiedliche Menschen auf so vielfältige Weise ihre Gaben einbringen und so die gute Nachricht – dass Gott Licht und Liebe ist – weitergeben. Dazu gehört auch die Aufgabe, die Gemeinde zu leiten, Verantwortung zu übernehmen. Zwei Kirchengemeinderätinnen werden wir heute verabschieden müssen und neun Kirchengemeinderätinnen und Kirchengemeinderäte dürfen wir wieder und neu in ihr Amt einführen.“

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Enge Zusammenarbeit mit Bad Waldsee und Alttann

Der Einführungsgottesdienst sei noch auf eine andere Weise eine Besonderheit, denn die Bad Wurzacher Gemeinde werde künftig enger mit den Gemeinden von Bad Waldsee und Alttann zusammenwachsen. „Dieser Prozess wird die neue Wahlperiode sicherlich prägen!
In unserem sogenannten Kooperationsraum gibt es in den nächsten Wochen einen Kanzeltausch zum Thema ,Zeitfragen‘.“ Der Titel ihrer Predigt dabei werde lauten: „Lass uns reden – Kommunikation zwischen Verheißung und Enttäuschung.“ „Ich habe mich für dieses Thema entschieden, weil Kommunikation, wirklicher Dialog, essentiell ist für unsere Veränderungsprozesse, für unsere Arbeit im Kirchengemeinderat, für unser Miteinander.“

Rückblick

In ihrem Rückblick auf die vergangene Wahlperiode habe sie gemerkt, dass sechs Jahre eine lange Zeit sei, setzte Kuczera ihrem Bericht voran. Das erste, was ihr aufgefallen sei: Die Corona-Pandemie mit all ihren Auflagen und Einschränkungen. Unfreiwillig seien die Räte in diesen sechs Jahren zu Experten für Stellenneubesetzungen geworden: „Abschiednehmen, Stellenausschreibungen, Eröffnungssitzungen, Gottesdienstabhörungen, Wahlsitzungen, Investituren – darin seid ihr mittlerweile Profis.“

Den Ausscheidenden gedankt

Pfarrerin Kuczera dankte den beiden ausscheidenden Räten Christine Heine und Franziska Nikolay. Bevor sie den beiden ihr Abschiedsgeschenk übergab, hob sie die herausragende Eigenschaften hervor, die beide eingebracht hatten: Die drei K´s – Kritisch-konstruktives Korrektiv – und das Erkennen der eigenen Grenzen. Dass diese Eigenschaften beim neuen KGR nicht verloren gehen mögen, darauf hoffen die beiden Pfarrerinnen.

Nach der Geschenkübergabe spielte Organist Stephan Günzler ein Instrumentalstück von Bach, der unter jedes seiner Werke „Gott zur Ehre“ geschrieben hatte. Genau dies gelte auch für die Kirchengemeinderäte.

Verpflichtung

Die neuen Kirchengemeinderäte versammelten sich zur Verpflichtung und Einsetzung im Halbkreis um Pfarrerin Silke Kuczera vor dem Altar. Peter Eckstein, Martin Gottschling, Astrid Greshake, Markus Krämer, Inge Kruse, Markus Lendt, Rainer Leppert, Cristin Schellhorn und Ursula Weizenegger antworteten jeweils auf die Vereidigungsformel und die Frage: „Seid ihr dazu bereit?“ mit: „Ja, mit Gottes Hilfe.“

Die neun Kirchengemeinderäte und die zwei Pfarrerinnen.

Zwei Monologe statt eines Dialogs

Zur Verdeutlichung hatte Silke Kuczera vor ihrer Kanzeltausch-Predigt „Kommunikation – zwischen Verheißung und Enttäuschung“ ein ganz besonderes Highlight in petto: Gemeinsam mit Cora Böttiger führte der erklärte Loriot-Fan Kuczera das Paradebeispiel einer dysfunktionalen Kommunikation, den Sketch „Das Frühstücksei“, auf. In ihrer Analyse dazu stellte Kuczera danach fest, dass es sich dabei um zwei Monologe anstelle eines Dialoges gehandelt habe. „Sie sind beide in ihrer jeweils eigenen Wirklichkeit unterwegs und verstehen die Wirklichkeit des Anderen nicht. Die Beiden kommen nicht wirklich miteinander in Kontakt, denn zwischen ihnen liegen: Sich-Angegriffen-Fühlen, Sich-nicht-verstanden-fühlen, Enttäuschung, Vorwurf, Trauer, Wut, Verzweiflung, letztendlich große Verzweiflung.“ „Vor Kurzem meinte eine Systemische Beraterin zu mir: Das Fach Kommunikation sollte es in der Schule geben, dann hätten wir weniger Probleme in dieser Welt. Und ich habe festgestellt: Die Bibel könnte im Fach Kommunikation das Lehrbuch sein. ,Wer Antwort gibt, bevor er zuhört, dem ist es Torheit und Schande.‘ So heißt es im Buch der Sprüche 18,13. Gelingende, verheißungsvolle Kommunikation beginne mit Zuhören.

Mit den von den Kirchengemeinderäten verlesenen Fürbitten und dem Segen durch Pfarrerin Cora Böttiger endete der Einführungsgottesdienst für den neuen Kirchengemeinderat, dem  auch Bürgermeisterin Alexandra Scherer mit ihrem Mann Erwin beiwohnte.
Text und Fotos: Uli Gresser

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Fotos: Uli Gresser

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