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Große Freude in Blönried

Der Grundstein für das künftige Dorfgemeinschaftshaus ist gelegt



Foto: Peter Lutz
Die Platte vor der Zeitkapsel ist eingefügt. Aulendorfs Bürgermeister Matthias Burth und Blönrieds Ortsvorsteher Bernhard Metzler freuen sich über des bedeutsame Ereignis.

Blönried – Sogar das Wetter spielte mit am vergangenen Freitag! Dunkle Regenwolken wichen rechtzeitig der Juli-Sonne, als man sich in Blönried zur feierlichen Grundsteinlegung des künftigen Dorfgemeinschaftshauses mit Sportheim im Feuerwehrhaus einfand (25.7.). So konnte die heitere Feier planmäßig unter freiem Himmel auf der Baustelle stattfinden. Neben Bürgermeister Matthias Burth und Ortsvorsteher Bernhard Metzler ergriffen auch Metzlers Vorgänger Hartmut Holder und Christoph Metzler vom SC Blönried das Wort.

Bernhard Metzler (Bild) würdigte die Ecksteinlegung als ein Zeichen des engen Zusammenhalts der Blönrieder. Alle zoögen nämlich jahrelang am gleichen Strang, gemeinsam mit der ganzen Stadt.

„Das wird zum Herzstück des Dorfes“

Schon 2018 begann man laut Metzler mit der Planung in Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro Wilhelm und Antonia Kasten. Es sei ein Verdienst Hartmut Holders, der sich mit Herzblut für das Projekt einsetzte. Dieser Bau werde zum Herzstück des Dorfes. Man werde sich dort einfinden zum Spielen, Lernen, Feiern und Traditionen-Bewahren. Senioren, Jugend, Vereine, Sportler und Familien werden das künftige Dorfgemeinschaftshaus mit Leben füllen, sich dort begegnen und austauschen.

Erst 2023 genehmigte das Landratsamt das gesamte Projekt, Baubeginn schließlich war im Mai 2025. Nach langen Anstrengungen werde dieser Bau das dörfliche Gefüge weiter festigen, ist sich Metzler sicher. Er verwies auch auf die Bibel, wo es im Psalm 118, Vers 22 heiße: „Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, ist zum Eckstein geworden.“ Metzler dankte der Leiterin des katholischen Kindergartens St. Jakobus, Daniela Anderhof, die Verständnis für etliche befristete Einschränkungen habe. Das Dorfgemeinschaftshaus mit Sportheim werde das Dorf in Zukunft entwickeln und wachsen lassen und sei somit eine sinnvolle Investition in die Zukunft.

„Ein Projekt der ganzen und für die ganze Ortschaft“

Bürgermeister Burth dankte allen Beteiligten. Links Ortsvorsteher Metzler.

Bürgermeister Matthias Burth begann mit der Feststellung, man habe selbst in der Hand, was aus uns werde. Die Blönrieder schafften sich nun ihre Dorfmitte, wo Kindergarten, Sport, Feuerwehr und auch das Maibaumstellen zusammen sein werde. Er erinnerte an die Zeiten, als die Feuerwehr völlig unzulänglich in einer Garage am Rathaus untergebracht war und das neue Fahrzeug dort nicht mehr reinpasste. Es gebe nun zentral Räume für Bürger, für Treffen örtlicher Vereine bis hin zum Narrenverein „Stoinabacher Bobbele“. Alle hätten darauf hingearbeitet und die Ortschaft werde nun weiter geprägt durch dieses Projekt. Burth dankte der Verwaltung, die mit diesem Vorhaben intensiv beschäftigt war, insbesondere Herrn Schilling, er dankte Gemeinderat und Ortschaftsrat, die alle von Anfang an hinter dem Vorhaben standen, er dankte dem SC Blönried für Geduld und Verständnis und auch dafür, dass man nicht nur forderte, sondern sich auch selbst einbrachte, unter anderem bei der Finanzierung, er dankte dem Planungsbüro Kasten und dem von der katholischen Kirchengemeinde getragenen Kindergarten und dazu auch Stadtpfarrer Anantham Antony sowie den Anwohnern für deren Verständnis während der Baumaßnahmen und schließlich auch der ausführenden Baufirma Wohlwender aus Fleischwangen. Er freue sich auf die Grundsteinlegung und wünschte eine unfallfreie Vollendung des Projekts.

Stadtpfarrer Anantham Antony war als Vertreter der Kirchengemeinde Aulendorf, die Trägerin des Blönrieder St. Jakobus-Kindergartens ist, gekommen. Die Segnung des Gebäudes wird nach Fertigstellung erfolgen.

„Mir hebet zsamma“

Der frühere Ortsvorsteher Hartmut Holder brachte einen Zeitungsartikel mit, der in die Zeitkapsel gelegt wurde.

Auch der frühere Ortsvorsteher Hartmut Holder ging ans Mikrophon. Er entfaltete einen historischen Zeitungsbericht über die Anfänge des Vorhabens, den er in die Zeitkapsel legte. Holder erinnerte an unzureichende Zustände in der Ortschaft, wo alles provisorisch und dezentral untergebracht sei, bis hin zu den Archivalien. Sein Appell sei stets gewesen, „mir missat zsammaheba“. Er sei sicher, dass hier etwas sehr Gutes entstehe und freue sich auf ein Wiedersehen aller hier Anwesenden zur frohen Einweihung.

„Ein Haus für alle Blönrieder Vereine“

Auch Christoph Metzler (Bild), Jugendleiter beim SC Blönried, sprach namens des Vereins zu den Gästen. Er sehe dieses Haus als Haus der Vereine und lud diese ein, das Haus intensiv zu nutzen. Er schloss in seinen Dank auch den Schulleiter des Studienkollegs St. Johann, Marc Grünbaum ein, der völlig unbürokratisch die Schulmehrzweckhalle unseren Aktivitäten öffnete.

Vereinswimpel und Kinder-Bilder

Christoph Metzler legte einen Vereinswimpel des SC Blönried in die Kapsel und von den Blönrieder Kindergarten-Kindern gab es schließlich selbstgemalte Bilder für die Kapsel.

Max Stehmer erinnerte an den Bau des SCB-Vereinsheims

Abschließend erinnerte der 88-jährige Ehrenvorsitzende des SC Blönried Max Stehmer an die Anfänge seines Vereins vor mehr als 50 Jahren. Als man das eigene Heim errichtete, geschah dies zu 99 Prozent in Eigenleistung. Er dankte der Familie Halder und einigen Bauern für das Gelände des Vereins. Er berichtete auch, dass früher die Ebersbacher Fußballer stets die „Feinde“ seines Vereins waren. Dagegen arbeite man heute zusammen und bilde gar eine Spielgemeinschaft aus beiden Vereinen! Auch Stehmer wünschte eine glückliche und unfallfreie Vollendung dieses guten Bauvorhabens.

Danach wurde die Edelmetallkapsel von Bürgermesiter, Ortsvorsteher und Uwe Greither und Florian Lutz von der Feuerwehr verschlossen und feierlich in die Mauer eingefügt. Auf der Rückseite der Mauer wurde ebenfalls gemeinschaftlich der Eckstein mit Jahreszahl und Wappen unter fachlicher Hilfe von Kapo Ahmed Hara von der Baufirma Wohlwender angebracht.

Die Zeitkapsel, davor ein Redemanuskript.

Die Kapsel wird verschlossen.

Die Abschlussplatte liegt bereit. Sie trägt das Wappen Blönrieds und die Jahreszahl der Grundsteinlegung.

Ortsvorsteher Bernhard Metzler fügt die Platte ein.

Ein Helfer der Firma Wohlwender justiert unter den Augen des Ortsvorstehers und seines Kapos (rechts) nach.

Ortsvorsteher Metzler prüft, ob die Platte “im Wasser” ist. Kapo Ahmed Hara und Bürgermeister Buth schmunzeln über des Ortsvorstehers Akkuratesse.

2025 – ein wichtiges Datum für die Teilgemeinde Blönried.

Gleich danach begab man sich ins Feuerwehrhaus zum geselligen Teil der Grundsteinlegung. Bei Häppchen und Getränken, serviert vom Ortschaftsrat, unterhielt man sich, hochzufrieden über den Beginn des Projekts, und tauschte sich natürlich noch fachmännisch aus.
Text und Fotos: Peter Lutz




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