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Information im Hofgartensaal

Bürgerrunde gegen Windparkerweiterung



Foto: Gerhard Maucher
Renate Steinhauser und Achim Daiber erläutern die Windkraftplanungen im Osten von Aulendorf.

Aulendorf – Die „Bürgerrunde Aulendorf“, die im Frühjahr in der Ortschaft Tannhausen gegründet wurde, veranstaltete am vergangenen Donnerstag (26.9.) einen Informations- und Vortragsabend im Hofgartensaal. Es ging um die Windkraft im Bereich Aulendorf, insbesondere um den geplanten Windpark im Gebiet „Aulendorf Ost“ und seine zuletzt geplante Erweiterung von vier auf neun Windräder. Als Referenten hate die Bürgerrunde den Betriebswirt Thorsten Müller vom Netzwerk Naturschutz Allgäu-Oberschwaben eingeladen.

Der Hofgartensaal war bei der Windkraft-Info gut besucht.

Zur Erinnerung: Am 29. Januar dieses Jahres beschloss der Gemeinderat Aulendorf in einer gemeinsamen Sitzung mit dem Ortschaftsrat Tannhausen bei 16 Ja-Stimmen und einer Enthaltung von Oliver Jöchle auf die Windkraftanlage 7 zwischen Haslach und Lippertsweiler wegen des geringen Abstandes von 600 Metern zur nächsten Bebauung zu verzichten. Auch die Windkraftanlage 8 bei Unterrauhen wird kritisch gesehen, weil sie einem zukünftigen Gewerbegebiet entgegenstehen könnte. Für den Investor Uhl-Windkraft erklärte Dr. Matthias Pavel am Ende der Sitzung, dass es über diesen Beschluss keinen Streit geben würde. In § 13 a Landesplanungsgesetz hat das Land Baden-Württemberg vorgegeben, dass ein Flächenbeitragswert von 1,8 % für jede Region als Windenergiegebiete bis zum 30.09.2025 erfolgen muss. Vor diesem Hintergrund hat der Regionalverband Bodensee-Oberschwaben die Aufstellung eines Teilregionalplanes Energie beschlossen, der sogenannte Vorranggebiete für Windenergieanlagen (WEA) festlegt. Kommt es zu keiner Einigung für ausreichend Windflächen im Zuge des Teilregionalplanes Energie, greift danach eine sogenannte Superprivilegierung und es findet keine Steuerung auf Ebene der Regionalplanung oder der Kommunen mehr statt.

Türme überm Getreidefeld: Visualisierung für den Bereich Tannweiler / Eisenfurt.

„5 Prozent – das ist zuviel!“

Für die Bürgerrunde Aulendorf berichteten in dem mit 80 Besuchern gut gefüllten Hofgartensaal Achim Daiber, Ortschaftsrat aus Tannweiler, und Renate Steinhauser aus Untermöllenbronn als betroffene Anwohner über ihre bisherigen Aktionen. 30 Einwendungen hatten sie nach dem ersten Treffen im März gesammelt und diese beim Regionalverband in Ravensburg eingereicht. Eine Petition an den Landtag zählt aktuell 705 Unterstützer, so Daiber. Ihr vorrangiges Ziel sei die Reduzierung der Anzahl der geplanten neun Windräder. Ein Flächenbeitrag mit 5 Prozent der Gemarkungsfläche nach derzeitigem Planungsstand sei deutlich zu hoch. Die Gemarkung Aulendorf werde dadurch über die Maßen mit einer technischen Überprägung belegt.

Achim Daiber, Ortschaftsrat aus Tannweiler, spricht.

Eine technische Überprägung von 5 Prozent der Gemarkungsfläche stelle eine Überforderung der Bürgerinnen und Bürger sowie auch des Landschaftsraumes dar, hatte schon die Gemeinderatssitzung am 22. April 2024 festgestellt. In einem einstimmigen Beschluss hatte die Stadt Aulendorf vorgeschlagen, das Vorranggebiet „Aulendorf Ost“ zu verkleinern und auf die nördliche Teilfläche im Bereich Haslach und Lippertsweiler zu verzichten. Die Bürgerrunde Aulendorf hat sich über Whatsapp und Facebook vernetzt und sucht noch weitere Mitstreiter, auch für ihre Bannerwerbung.

Thorsten Müller aus Bad Wurzach ist ein Gegner der Windkraftanlagen und war mit seinem Referat „Denkfehler der Energiewende – Wie wir unsere Landschaft und unseren Wohlstand verlieren, ohne das Weltklima zu retten“ vor einem Jahr in Bad Wurzach sowie im Februar in Haisterkirch zu Gast, worüber die Bildschirmzeitung berichtete. Er nennt viele ökonomische, ökologische und soziale Gründe, die gegen die flächendeckende Errichtung von Windkraftanlagen sprechen.
Text/Bilder: Gerhard Maucher




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