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Zunftmeisterempfang in Aitrach

Im Zeichen der Freundschaft und des Gesangs



Foto: Josef Hanss
Die Großkopferten beim Zunftmeisterempfang in Aitrach. Unser Bild zeigt (von links) Memmingens Alt-Oberbürgermeister Manfred Schilder, Raimund Haser MdL, Dr. Ivo Holzinger, auch er einst Memmingens Stadtoberhaupt, Prinzessin Florentine Sophia, Prinz Mexx, Stadträtin Margareta Böckh (Memmingen) und Bürgermeister Thomas Kellenberger.

Aitrach – Die Illertaler Narrenhochburg hatte am Valentinstag zum Zunftmeisterempfang geladen. Bei Abordnungen mit zwei bis vier Zunftmeistern oder Vertretern von Musiken füllte sich die Aitracher Turnhalle bis auf den letzten Platz. Zunftmeistern Susa Lautenbacher  begrüßte alle Narren auf herzlichste.

Die Politprominenz war gut vertreten: So konnte Zunftmeistern Susa Lautenbacher den entmachteten Bürgermeister Thomas Kellenberger einschließlich seines Gemeinderates, aus dem Nachbarstädten den Memmingens ehemaligen Oberbürgermeister Manfred Schilder und seinen Amtsvorgänger Dr. Ivo Holzinger (mit 36 Jahren Amtszeit der dienstälteste OB Memmingens), den ehemaligen bayrischen Landwirtschaftsminister Josef Miller, die langjährige Stadträtin Margareta Böckh aus Memmingen, aus Leutkirch Bürgermeister Dr. Daniel Gallasch, aus Tannheim Bürgermeister Heiko De Vita, aus Kißlegg Raimund Haser MdL, die Aitracher Ehrenzunftmeister Striegel und Halder  sowie das Urgestein der Aitracher Fasnet Erich Jehle begrüßen. Dem Prinzenpaar Prinzessin Flotentine Sophia und Prinz Mexx I., galt ebenfalls ein herzlicher Willkommensgruß.

Der Zunftmeisterempfang stand ganz im Zeichen der Freundschaft und des Gesanges; so gaben einige noch unentdeckte Talente jeweils ihre Kostproben ab.

Nachdem die Lumpenkapelle eine erste Kostprobe abgab, sorgte Jürgen Hanser von der ANR gleich mit einem Gesangs Potpourri „Eine neue Liebe“ für Stimmung in der Halle.

Die Narrentaufe

Ein weiterer Höhepunkt: Tannheims Bürgermeister Heiko De Vita und Raimund Haser MdL, beide erstmals bei einem Zunftmeisterempfang in Aitrach, mussten die sogenannte Narrentaufe über sich ergehen lassen.

Die obligatorische Narrentaufe „erlitten“ Raimund Haser (links) und Heiko De Vita. Foto: Josef Hanss

Zunftmeisterin Susa Lautenbacher hatte noch ein besonderes Anliegen: mit feinfühligen Worten gedachte sie des kürzlich verstorbenen Mitglieds „Babs Wägele“. Im Gedenken lange anhaltender Beifall aus dem Saal.

Mit dem Aichstetter Zunftmeister Bernhard Ranz ging es wieder zur Tagesordnung über, dieser überreichte den anwesenden Frauen jeweils eine Rose, wie es zum Valentinstag üblich ist. Sein Aichstetter Gefolge forderte Susa und Co. zum Puzzle auf, fast wäre es auf Anhieb gelungen.

Die benachbarte NZ Leutkirch war mit Thomas Blum und Gefolge stark vertreten, Bürgermeister Kelly bekam den passenden Hühnerhut aufgesetzt.

Nach dieser anstrengenden Tortur gab es erst mal eine Stärkung, leckere Kässpätzle mit Salat, welche von den hübschen Gardemädchen serviert wurden.

Dazu hatte die Teenie-Garde ihren Auftritt und ernteten dafür Beifallsstürme aus der Halle.

Willy Bu, Zunftmeister aus Seibranz, brachte seine Sangeskünste mit dem Lied: „Dich gibt es nur einmal für mich“ gemeinsam mit seiner Aitracher Kollegin Susa Lautenbacher zu Gehör.

Auch die Zunft aus Beuren wollte gesanglich nicht nachstehen, so wurde Susa zur Bäuerin vom Aitrach-See.

Ein Höhepunkt war einmal mehr der Auftritt der „Rats-Rocker“; es waren Mitglieder des Gemeinderates mit ihrem entmachteten Bürgermeister Thomas Kellenberger.

Raimund Haser brachte unter dem Künstlernamen Ramon del Amor „I steh auf di“ von Rainhard Fendrich zu Gehör – etwas heiser vom Wahlkampf, aber gekonnt.

Musikalisch ging es weiter mit der Lumpenkapelle Taldorf, die heizte den Saal nochmals richtig ein.

Die Aitracher Lumpenkapelle mischte den Saal schon zum Einmarsch und am Schluss richtig auf.

Zunftmeisterin Susa Lautenbacher dankte ihren fleißigen Arbeitsbienen, den zuverlässigen und verständnisvollen Busfahrern, dem DRK und der Feuerwehr. Kurz nach 13.30 Uhr ging es nahezu nahtlos über zum Aitracher Narrenumzug.
Text und Fotos: Josef Hanss



Fotos: Josef Hanss

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