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Saisonende bei den Bad Wurzacher Sommerabendkonzerten

Finale mit einem großen Entertainer



Foto: Uli Gresser
Mehr als 100 Besucher hatten sich im “Torfstecher” zum Konzert mit Aljosha Konter eingefunden.

Bad Wurzach – Das Finale der musikalischen Bad Wurzacher Sommerabende bestritt mit Aljosha Konter ein begnadeter Gitarrist, Sänger, Songschreiber und Entertainer, der in den vergangenen zehn Jahren viele eigene Songs geschrieben, CD´s und Videos aufgenommen und auch Fernsehauftritte hatte.

Gastgeberin Petra Springer begrüße das Publikum. Aufgrund schlechter Wetterprognosen war das Sommerabendkonzert recht kurzfristig vom Platz am Musikpavillon ins Restaurant “Torfstecher” verlegt worden.

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Da war es eine glückliche Fügung, dass der Wetterbericht für diese Woche eine eher herbstliche Witterung prophezeit hatte. Margit Rock als Verantwortliche der Bad Wurzach-Info hatte schnell reagiert und bei Petra Springer, der Eventmanagerin der Kurhaus-Kulturschmiede nachgefragt, ob man den nach eigenen Angaben „Liebemacher-Popmusiker“ nicht im Torfstecher auftreten lassen könne. Und so kam es, dass der Torfstecher bereits vor seiner offiziellen Eröffnung am kommenden Mittwoch seine Konzertpremiere erlebte.

Der 35-jährige Aljosha Konter wuchs als jüngstes von fünf Kindern in Waldshut-Tiengen auf, beschloss nach einem Konzert der Band „Die Ärzte“ selbst Musiker zu werden und blieb nach seinem Studium der Musikpädagogik an der Akademie in Stuttgart „hängen“, um seine Profikarriere voranzutreiben. Was sehr gut funktioniert hat, wie mehrere Fernsehauftritte und der Gewinn mehrerer Musikpreise ausweisen.

Nach annähernd 80 Konzerten seiner Mammuttour, die ihn in den vergangenen heißen Wochen nach Schleswig-Holstein, Brandenburg, Sachsen und Niedersachsen geführt hatten, war er froh, wieder in heimischen Gefilden auftreten zu können. Und der Spaß, den der Musiker hatte, übertrug sich rasch auf die rund 100 Konzertbesucher.

Texte mit großem Mutterwitz

Die Texte seiner „Liebemacher-Pop“-Stücke zeugen von einem großen Mutterwitz. Und zu seinen musikalischen Fähigkeiten raunte ein hierzulande bekannter Musiker und Musikkritiker dem Autor zu: „Der Mann ist ein sehr guter Gitarrist. Er beherrscht Mey-Picking und modernes Percussion-Picking und seine Texte sind anspruchsvoll, in guter Tradition deutscher Liedermacher wie Degenhardt oder Mey. Und er ist ein sehr guter Entertainer.“

Schon das Einstiegslied „Liebe=Leben“ gab mit viel Wortwitz und Wortspielereien einen Fingerzeig, was die Konzertbesucher erwartete.  Oder als er beim Tour-Titelgebenden Lied „Liebemachen“ zum Mitsingen aufrief. Aber Konter bot dem Publikum auch Nachdenklich-Philosophisches, etwa in „Rad der Zeit“, „wo sind die Jahre nur hingegangen“ , in „Mama und Papa“ oder „Noch immer mag ich Dich“. Auch seine musikalische Wandelbarkeit faszinierte die Zuhörer: war die Melodie noch sehr getragen, konnte sich Aljosha Konter beim im Punkgewand daherkommenden „Wieder da“ so richtig austoben.

Verbal austoben, , das tat er in dem Lied-Mix  „Scheiße“ in Kombinaton mit dem Cover von „Mädchen“. Hinterher ging es ihm besser: Damit verarbeitete er den Frust darüber, dass es immer mehr uncoole Leute „mit Gemüter aus Stahl“ gebe, die dorthin kommen, „wo es etwas zu sagen gibt .“

Zum Cover von „Alles nur geklaut“ hatte der Liedermacher natürlich auch eine kleine Geschichte parat: Bei einem kleinen Konzert „Der Prinzen“ in seiner Heimat habe er als kleiner Liedermacher einmal all seinen Mut zusammengenommen und ihnen eine CD mit seinen Liedern überreicht. Weil er nichts mehr von ihnen gehört hatte, habe er sich die Freiheit genommen etwas von sich hören zu lassen und den Hit gecovert.

Dass er auch ein sehr guter Beobachter ist, zeigt er mit dem Stück „Lass mich vorbei“, eine Sozial-Studie. Entstanden nach „Rock am Ring“ , wo einstmals die sanitären Verhältnisse sehr zu wünschen übrig ließen, als für die 80.000 Besucher gerade einmal 46 Dixies zur Verfügung standen.

Wehrhaft zeigte er sich bei den Dreharbeiten zum Video von „Diese Melodie“, erzählt der Liedermacher im Plauderton: Als er nach dem Tandem-Fallschirmsprung, begleitet von mehreren Kameramännern, fix und fertig, aber glücklich gelandet war, streikte er, als es hieß: „Das Licht war ungünstig, wir müssen noch mal hoch!“

Und am Schluss “Marmor, Stein und Eisen bricht”

Dass Aljosha Konter topfit ist, zeigte er auch am Ende seiner schnelleren Stücke: Wie große Rockstars beendete er sie mit Riesensprung. Das Konzert beendete Konter mit dem gnadenlosen Liebemachen-Mitsing-Hit „Marmor, Stein und Eisen bricht“ des unvergessenen Drafi Deutscher.
Text und Fotos: Uli Gresser
Viele Bilder in der Galerie



Fotos: Uli Gresser

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