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Blutreitergruppenführerversammlung

Das Heiligblutfest im Blick



Foto: Ulrich Gresser
Geehrte mit Bürgermeisterin Alexandra Scherer und Pfarrer Stefan Maier und Pater Konrad Werder.

Bad Wurzach – Traditionell am Pfingstmontag findet in Bad Wurzach die Blutreitergruppenführerversammlung im Kurhaus statt, bei der viele organisatorische Details zum am zweiten Freitag im Juli stattfindenden Heilig-Blut-Fest mit den Gruppenführern geklärt und verdiente Blutreiter und Musikanten geehrt werden.

Mit einem Gottesdienst in St. Verena für die Blutreiter, zelebriert von Stadtpfarrer Stefan Maier und Pater Konrad Werder, wurde dem Treffen der Gruppenführer der entsprechende würdige religiöse Rahmen verliehen. Ebenfalls ist es schon lange Tradition, dass die Musikkapelle Ellwangen den Auftakt der Versammlung musikalisch begleitet und anschließend in der Konzertmuschel zum Kurkonzert aufspielt.

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Nach einem Gebet von Pfarrer Stefan Maier stieg der Wallfahrtsausschuss in die Tagesordnung ein, nämlich mit den Ehrungen für langjährige Blutreiter und Musiker. Für die Musiker gab es eine Neuerung: Diese bekommen nun ebenfalls ab einer gewissen Jahreszahl eine Medaille und eine Anstecknadel statt wie bisher eine Urkunde.

Jahtzehntelang als Musikerinnen dabei

Für 25 Jahre geehrt wurde Stefanie Welte vom MV Ellwangen sowie Erika Gütler, Daniela Miehle und Irmgard Grösser (alle MV Unterschwarzach) für 40 Jahre Teilnahme am Heiligblutfest.

Blutreitergruppe Rohrdorf seit 100 Jahren dabei

Zwei Blutreitergruppen wurden besonders geehrt: Seit Beginn des Wirkens der Salvatorianerpatres auf dem Gottesberg und in der Stadt 1924 und noch bevor der Blutritt offiziell 1928 erstmals durchgeführt wurde, ist die Blutreitergruppe Rohrdorf beteiligt. Sie wurde für ihr 100-jähriges Jubiläum geehrt.

Blutreitergruppe Kisslegg für 75 Jahre geehrt

Seit 75 Jahren dabei ist die Blutreitergruppe Kisslegg.

Franz Ritscher aus Haidgau

Spitzenreiter bei den Reitern war Franz Ritscher aus Haidgau, der für 50 Jahre als Blutreiter mit der goldenen Medaille mit Lorbeerkranz ausgezeichnet wurde. Der ehemalige Ortsvorsteher ist sogar noch länger dabei gewesen. Denn bevor er in den Sattel stieg, war er bereits 13 Jahre als Musikant dabei gewesen.

40 Jahre

Für 40 Jahre als Blutreiter geehrt wurden und mit der goldenen Medaille mit Urkunde ausgezeichnet wurden: Wolfgang Mayerföls (Bad Schussenried), Paul Maucher (Bad Waldsee), Josef Liebrich und Georg Sonntag (beide Molpertshaus), Georg Brasser (Rötenbach) und Franz Hodrus (Rohrdorf).

Ebenfalls mit Urkunde und einem Weingeschenk geehrt wurden die ausscheidenden Gruppenführer: Werner Köberle (Aulendorf), Roland Frank (Baienfurt), Josef Liebrrich (Molpertshaus) und Engelbert Gletter (Ratzenried).

Manuel Hagel und Abt Vinzenz Wohlwend

Bürgermeisterin Alexandra Scherer, die qua Amtes die Vorsitzende des Wallfahrtsausschusses ist, eröffnete ihren Bericht mit der Bekanntgabe der diesjährigen Hauptakteure für Reitersegnung, Pontifikalamt und Bergpredigt sowie des politischen Ehrengastes. Die Reitersegnung wird Abt Vinzenz Wohlwend OCist von der Abtei Wettingen-Mehrerau bei Bregenz vornehmen und später dann mit den Wallfahrern das Pontifikalamt feiern. Die Bergpredigt wird in diesem Jahr von Pater Hubertus Freyberg, Regina Pacis, Leutkirch gehalten werden. Politischer Ehrengast wird der CDU-Landesvorsitzende Manuel Hagel sein.

Auf Anregung der Gruppenführer im vergangenen Jahr beschloss der Wallfahrtsausschuss im März die Erhöhung der Pferdeversicherung. Pro Reiter wird der Betrag von 2,50 € auf 4,00 €, dafür steigt auch die maximale Versicherungssumme von 6.000 auf 10.000 €. Auch die anwesenden Gruppenführer – 63 der gemeldeten 65 Gruppen hatten einen Vertreter geschickt, nur von Arnach und Villingen-Schwenningen war kein Vertreter anwesend – begrüßten per einstimmigem Votum die neue Regelung.

Mit der Bitte, im Schadensfall das Formular nicht nur an die Tierärzte in Gaisbeuren, sondern auch an die Stadt Bad Wurzach zu schicken, übergab sie das Wort an den Organisationsleiter Klaus Schütt.

Der Rückblick von Organisationschef Klaus Schütt

Schütt hielt einen kurzen Rückblick auf den letztjährigen Blutritt, an dem 65 Gruppen und 25 Musikkapellen teilgenommen hatten. Er dankte der Musikkapelle Rot an der Rot, die die musikalische Begleitung an den Außenaltären übernommen hatte. Nachdem das letztjährige Heiligblutfest von einem Unfall überschattet worden war, konnte Schütt Entwarnung geben: Der beim Aufsteigen verunglückte Reiter sei wiedergenesen.

Bisher gemeldet: 1086 Reiter

In diesem Jahr werden es 65 Gruppen und 26 Musikkapellen sein, die durch die Stadt und auf die Fluren ziehen werden. Bisher gemeldet seien 1086 Reiter. Die Musikkapelle Unterschwarzach wird bei den einzelnen Stationen für die Musik sorgen. Schütt dankte den Blumenfrauen, die den wieder vom Gespann von Franz Wohlhüter gezogenen Heiligblutwagen alljährlich schmücken.

Die erste Abteilung wird in diesem Jahr von Breite Weg, Biberacher und Ravensburger Straße kommend am Schloss gesegnet. Nach dem Heiligblutwagen werden weitere 16 Gruppen von dort durch die Stadt reiten, ehe die zweite Abteilung von Kirchbühl- und Memminger Straße her einreiten wird. Wichtig sei dabei auch, dass alle pünktlich am Aufstellungsplatz seien.

Schütt bat bei eventuellen Änderungen den Quartiergebern rechtzeitig Bescheid zu geben und ihnen und auch ihm die Adressen des aktuellen Gruppenführers zu melden.

Ludwig Brechter, Karl Ehrmann und Antpn Brandiser hüten die Kasse

Ludwig Brechter ist seit vielen Jahren für die Kasse der Blutreiter verantwortlich. Trotz eines leichten Minus konnten alle zufrieden sein, denn seit langer Zeit bekam man erstmals wieder Zinsen. Auch die beiden Kassenprüfer Karl Ehrmann und Anton Brandiser waren mit der Arbeit von Brechter sehr zufrieden, so dass Karl Ehrmann die Versammlung um Entlastung des Kassiers bat, die diese auch einstimmig vornahm.

Der verantwortliche Tierarzt Dr. Andreas Veeser berichtete von einem aus seiner Sicht sehr ruhigen Verlauf des letztjährigen Blutfestes. Nur ein Pferd hatte sediert werden müssen. Es folgten die üblichen Hinweise: Den tierärztlichen Anweisungen unbedingt zu folgen, unruhige Pferde aus der Prozession zu nehmen, in der Stadt den richtigen Abstand einhalten und nach der Prozession die Pferde versorgen und die Anhänger im Schatten parken. Auch die Tierärzte stünden wegen der Tierschutzdiskussionen und einem Vorkommnis beim Weingartener Blutritt unter Druck, warb er um Verständnis.

Nachdem die beiden Kassenprüfer in ihren Ämtern bestätigt worden waren, wurden auch die Mitglieder der Pferdeschätzkommission, der neben Tierarzt Andreas Veeser und Kassier Ludwig Brechter aus den Reihen der Gruppenführer Rainer Burkhard (Bad Wurzach), Paul Maucher (Bad Waldsee) und Stefan Burkhard (Weißenau) angehören, einstimmig in ihr Amt wiedergewählt.

Mit dem Hinweis auf die Blutreitermesse am Donnerstagabend vor dem Blutfest und der Einladung an die Veteranen, die Prozession von der Tribüne zu beobachten, beendete die Bürgermeisterin und Vorsitzende der Wallfahrtskommission Alexandra Scherer die diesjährige Gruppenführerversammlung.
Text und Fotos: Uli Gresser

Viele Bilder in der Galerie



Fotos: Ulrich Gresser

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