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Jahreshauptversammlung

Heimatpflegeverein Wurzen blickt auf gutes Jahr zurück



Foto: Uli Gresser
4140 Personen fuhren in der vergangenen Saison mit dem Torfbähnle.

Bad Wurzach – Pünktlich um 19.00 Uhr eröffnete der Vorsitzende Markus Vincon am Donnerstagabend im „Wurzelsepp“ die diesjährige Jahreshauptversammlung des Kultur- und Heimatpflegevereins Wurzen, zu der er neben rund 30 Mitgliedern auch Bürgermeisterin Alexandra Scherer begrüßen konnte. Bald starten die ehrenamtlichen Bähnlesfahrer wieder in die neue Saison, die mit dem Brückenbau und neuen Wagendächern schon im Vorfeld viel Arbeit mit sich bringt.

Markus Vincon bat die Versammlung zunächst bei der Totenehrung um eine Schweigeminute zu Ehren der im vergangenen Jahr verstorbenen Mitglieder Franz Schwarz, Karl Fischer und Heinrich Vincon. Alle erhoben sich von ihren Plätzen.

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233 Fahrten mit dem Torfbähnle

Nach der Feststellung der fristgerechten Einladung und dem Verlesen der Tagesordnung stieg Vincon in seinen Rechenschaftsbericht ein. Am 25. März 2023 starteten die Ehrenamtlichen mit dem Museumsabdecken und dem Abstauben der Stationen sowie einer Probefahrt zur Überprüfung der Gleise in die neue Saison. Dank eines milden Winters hielten sich die Schäden an den Gleisen in Grenzen. Die – unfallfreie – Saison dauerte 214 Tage bis zum 31. Oktober, an 113 Tagen fanden insgesamt 233 Fahrten statt. Dabei besuchten 9800 Personen das Gelände rund um das Museum, 4289 besuchten das Museum mit Bahnfahrt, 4140 kamen nur wegen der Bahnfahrt, 43 besuchten ausschließlich das Museum.

Aufregung- und Unsicherheit gab es nach einem Sturm am 7. Juli: Kann gefahren werden oder ist das Ried gesperrt? habe man sich gefragt. Am 18. Juli kam dann die Freigabe. Inzwischen habe man mit dem Revierförster Kontakt, um zukünftig schnelle und klare Informationen zu erhalten.

Bähnlesfest wurde am 13. August gefeiert

Beim Bähnlesfest, das am 13. August stattfand, gab es neben Kartoffeln, Quark und Käse natürlich auch Kaffee und selbstgemachten Kuchen. Er dankte allen Kuchenspendern mit einem herzlichen Dankeschön.

Am 11. November wurden das Museum und die Bahn winterfestgemacht, die Schienen an der Kanalbrücke für den bevorstehenden Neubau abgebaut. Mit einem Helferessen am 25. November bedankte sich der Verein bei den Helferinnen und Helfern. Er dankte Fahrern und Sprechern und bat gleichzeitig darum, weil es in dieser Saison wahrscheinlich noch mehr werden wird, sich nach weiterer Verstärkung umzusehen. Sein Dank ging auch an seine Mutter, die seit vielen Jahren das Terminmanagement macht. Und an seinen Vater „der immer als Fahrer oder Sprecher einspringt“. Ein weiterer Dank ging an Edith Boos und Helga Riss, die die Sanitäranlagen in Schuss halten, sowie Robert Pfau für die Pflege der Außenanlagen.

Der Vorstand traf sich zu zwei Ausschusssitzungen, der Stammtisch „tagte“ zwölfmal.

Ausblick

In seinem Ausblick ging er auf die aktuell anstehenden Arbeiten an den Wagen ein, die bei der Fa. Metallbau Butscher neue Dächer erhalten. Dafür dankte er Karl-Josef Seeberger, Max Menig und Klaus Brauchle. Ein Dank ging auch an Leo Stölzle und Franz Netzer, die den Wagen dann wieder einen neuen Anstrich geben werden.

Wenn in zirka zwei Wochen die neue Brücke über den Kanal von Metallbau Weiss geliefert wird, müssen unter anderem die Schienen neu verlegt werden. „Es kommt also einiges an Arbeit auf uns zu.“ Markus Vincon kritisierte auch den geplanten Turmbau im Ried. „Turm ja, aber nicht an dieser Stelle.“ Der Grund: „Er bringt unseren Zeitplan durcheinander, wenn Busse hier Station machen.“

Die Preise für Fahrten und Museum werden zur neuen Saison leicht erhöht.

Kassier Andreas Stangl konnte ein erfolgreiches Jahr vermelden, das dem Verein ein dickes Plus zum Jahresende bescherte. Nachdem die Kassenprüfer Max Menig und Gerd Sonnenmoser dem Kassier eine einwandfreie Kassenführung bescheinigt hatten, stand der Entlastung des Vorstandes nichts mehr im Wege.

Bürgermeisterin Alexandra Scherer, welche die Entlastung des Vorstandes vornahm und die Neuwahl des Ersten Vorsitzenden leitete, sagte in ihrem Grußwort: „Ich komme sehr gerne zu Ihnen, weil Sie ein sehr wichtiger Verein der Stadt sind.“ Es sei ihr ein Anliegen zu hören, was in dem sehr rührigen Verein laufe. Sie berichtete auch, dass die Literaturpreisträgerin sich begeistert zur Fahrt mit der Torfbahn und zum Museum geäußert habe. „Wir als Stadt unterstützen Sie sehr gerne, die Zusammenarbeit etwa bei der Brückensanierung läuft sehr gut.“

Bürgermeisterin Scherer dankte

Scherer antwortete auch auf die Kritik Vincons am Standort des Turmbaues. Sie sagte: „Wir haben auch Standortalternativen untersucht. Der Naturschutz hält, weil dieser Standort bereits industriell vorbelastet ist, nur diesen Platz für genehmigungsfähig.“ Das Projekt, das sie als „Zukunftsprojekt der Stadt“ bezeichnete, werde nur mit dem Verein zusammen realisiert werden. „Wir werden weiterhin ins Gespräch gehen und offen informieren.“ Denn auch die Stadt werde profitieren (Stichwort: Kurhaus). Sie dankte allen Helfern und dem Vorstand im Namen der Stadt und der Verwaltung für das Geleistete.

Markus Vincon im Amt bestätigt

Die Versammlung beschloss einstimmig die Entlastung, und auch die Wiederwahl von Markus Vincon erfolgte einstimmig. Dieser übernahm für die weiteren Wahlen die Wahlleitung. Für Winfried Vincon wurde als Ersatz Bernhard Klein für zwei Jahre in den Ausschuss gewählt. Kassier Andreas Stangl wurde ebenso wie die beiden Kassenprüfer in ihren Ämtern bestätigt. Alle Abstimmungen erfolgten einstimmig.

Unter dem abschließenden Tagesordnungspunkt Verschiedenes kam zur Sprache, dass häufig Gäste meinten, die Torfbahn sei die vom Verkehrsverbund bodo betriebene Moorbahn, die im Sommer an einigen Sonntagen auf der Roßbergbahn verkehrt.




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