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Narrenzunft D’Langjupp freute sich über starken Besuch

Der siebte Narrensprung in Seibranz



Foto: Ulrich Gresser
Wilfried „Willibu“ Butscher (links), seit vielen Jahren Zunftmeister der Seibranzer Narrenschar, fungierte als Streckensprecher im neuen Häs des Seibranzer Wandersmannes.

Seibranz – Eigentlich ist die Fasnet ja dazu da, den Winter zu vertreiben. Dass ausgerechnet beim allerersten Narrensprung der Saison in der Region dieser – und noch dazu in Seibranz – wieder fröhliche Urständ feierte, war schon bezeichnend. Dafür erlebten die vielen Zuschauer, darunter auch Ortsvorsteherin Petra Greiner und Bürgermeisterin Alexandra Scherer, eine Premiere: Wilfried „Willibu“ Butscher, seit vielen Jahren Zunftmeister der Seibranzer Narrenschar, stand als Streckensprecher im neuen Häs des Seibranzer Wandersmannes auf der Straße.

Am Vormittag beim Zunftmeisterempfang (siehe Extra-Artikel in der Bildschirmzeitung) in der „zweiten Heimat“ der Langjuppen, dem ehemaligen Stall der Familie Menig, wo die Zunft seit zwei Jahren ihre Versammlungen abhält, wurde das Häs zuerst den anderen Zünften vorgestellt, am Nachmittag beim Narrensprung durch den Ort konnten die Zuschauer dann die Figur, an der die Zunft zwei Jahre gearbeitet hatte, schon in mehreren Exemplaren beim Narrensoma an der Spitze des närrischen Zuges bewundern, den Manne Eisele, der die außerfasnetlichen Zunftmeisterevents organisiert, als Büttel anführte.

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Sämtliche Zünfte der Großgemeinde waren vertreten

Auf den einheimischen Narrensomen folgten die Gardemädchen der Aitracher Roiweible, die mit voller Besetzung, sprich Garde, Roiweible, Kellaweible, Prinzenpaar und Elferrat, den kurzen Weg nach Seibranz angetreten hatten. Auch die Wurzacher Riedmeckeler waren mit allen Häsern präsent: Neben Riedmeckelern, Moorweibla, Muetes und Schnepfla, waren auch die Einzelmaske Burgfrau und der Hopeditz sowie der Elferrat in der großen Hästrägerabordnung vertreten. Auch musikalisch waren mit den Schalmeien Riedspatzen und dem Fanfarenzug zwei Gruppen aus der Riedstadt vertreten. Aber auch sämtliche andere Zünfte der Großgemeinde ließen sich nicht lumpen und waren mit großen Abordnungen am Start: Die Eintürner Deifelsböck, die mit ihrem Bauern ebenfalls eine Premiere feierten und die Baadgoischder Hauerz ebenso wie die Narrengilde Schwaazer Butz Unterschwarzach samt Garde. Auch die Haidgauer Chadaloh, die im nächsten Jahr ihr 50jähriges feiern werden und die Arnacher Schoafböck machten den Seibranzern ihre Aufwartung.
 Musikalisch wurde die Gastgeberzunft von der zunfteigenen „Vollgasbänd“ sowie von der einheimischen „Hennaband“ vom Seibranzer Musikverein unterstützt. Dazu sorgten Fürst-Georg Fanfarenzug aus Leutkirch, die Schalmeien aus Ellwangen, die Hoigamer Stroßa Hup´r, die Katzawäldele Musikanten, die Allgaier Long Dongs und die Erste-Sahne-Bänd aus Horgenzell für die richtige Stimmung an der Strecke.



Narren aus der Leutkircher Gegend

Viel wildes Getier fand vom Süden den Weg nach Seibranz hinauf: Die Zeiler Keiler waren ebenso in rauhen Scharen heraufgekommen ebenso wie die Wilde Hund aus Aichstetten. Nicht fehlen durften von Leutkircher Seite die Wuchzenhofener Blätterhexen sowie die Feuerhexen aus Allmishofen. Von jenseits der Iller waren die Memminger Stadtbachhexen und die Gluathexa vom Illerwinkel gekommen. Ebenso aus dem Bayrischen hat das Faschingskomitee Kimratshofen, dessen Chef bei Speaker WilliBu dessen Narrenruf gleich mehrfach am Mikro wiederholen durfte, den Weg in die Seibranzer Höhen gefunden. Aus der Leutkircher Gegend waren neben den Hergesweiber aus Hofs auch auch die Gebrazhofener Dickköpf vertreten, die von WilliBu und seinen Co-Sprechern zum Jubiläum mit einem gesungenen „Happy Birthday“ beglückt wurden. Die Narrenzunft Urig aus Beuren vertrat den Isnyer Raum, die Torfstecher Waltershofen die Kisslegger Gegend. Und aus dem Landkreis Biberach waren auch die Roter Bobohle und die Bellamonter Budelhond angereist.

Bis von Augsburg her

Weitere Anreisen hatten die Narrengruppe aus Hüttisheim sowie die Schwabegger Gausigruppe die mit ihrem gigantischen Piraten-Narrenschiff bis aus der Augsburger Gegend angereist waren. Nach dem Sprung ging dann die Party erst richtig los: Bei und in der Festhalle, dem Juppenareal mit DJs und auch die verschiedenen Musikgruppen sorgten für Stimmung.


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