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Das Team unterlag dem Topfavoriten EC Kassel Huskies mit 2:4

Towerstars kassieren Gegentore zu einfach



Foto: Kim Enderle
Der zwischenzeitliche 2:2 Ausgleich durch Mark Rassell war am Ende nichts mehr wert.

Ravensburg – Nach zuletzt fünf Siegen in Folge mussten die Ravensburg Towerstars am Freitagabend dem Gegner die Punkte überlassen. Das Team von Coach Bo Subr unterlag dem Topfavoriten EC Kassel Huskies mit 2:4, die Entscheidung zugunsten der Nordhessen fiel erst in der 58. Minute.

Die Towerstars, die wieder auf die Verteidiger Ryan Odude und Denis Pfaffengut zurückgreifen konnten, boten sich mit den Huskies von Beginn an ein schnelles und spannendes Hin und Her. Zwar spielten sich beide Mannschaften mit sehenswerten Kombinationen in die gegnerische Offensivzone, vor dem Tor wurden die entscheidenden Passwege aber effektiv unterbunden und die Nachschüsse weggeräumt. Die definitiv größte Chance im letztlich torlosen Startabschnitt hatte Fabio Sarto nach knapp vier Minuten. Er wurde auf halblinks freigespielt, scheiterte aus kurzer Distanz allerdings am starken Huskies-Keeper Oleg Shilin. Der war auch ab der 16. Minute auf dem Posten, als die Towerstars aufgrund einer Strafzeit gegen Kassel einen Mann mehr auf dem Eis hatten.

Gleiches galt auch auf der Gegenseite für Ilya Sharipov während eines stark aufgezogenen Powerplays in der Schlussphase des Startdrittels.Im zweiten Spielabschnitt hatten die Towerstars keinen guten Start. Die Huskies, die bereits am Donnerstagabend angereist waren und die viel zitierten Busbeine schon bei einer Trainingseinheit am Freitagmorgen auf Ravensburger Eis ausgeschüttelt hatten, drehten ordentlich auf. Die Towerstars bekamen in der eigenen Zone nicht wirklich Zugriff, waren in den Zweikämpfen zu spät und bekamen dafür gnadenlos die Quittung. Zunächst traf Jake Weidner über die Innenseite der Torhüterbeinschiene zum 0:1, eineinhalb Minuten später erhöhte Manuel Schams mit einer Einzelaktion auf 0:2. Kurios: Eigentlich wollte der Huskies-Verteidiger die Scheibe aus der Halbdistanz zum Tor bringen, schlug aber über den Puck. Danach hatte er alle Zeit der Welt, die Scheibe erneut aufzunehmen und bis in den Torraum zu ziehen. Die Chance, wieder in die Spur zu kommen, eröffnete sich kurz darauf bei einer Strafzeit gegen die Huskies. Nachdem Nick Latta in der 25. Minute einen Pfostenschuss verbuchte, netzte Erik Karlsson frei im Slot zum 1:2-Anschlusstreffer ein.

In der 28. Spielminute kam es dann zu einem harten Bandencheck von Michael Bartuli gegen Florin Ketterer. Die Unparteiischen sprachen nach Sichtung des Videobeweises eine Fünf-plus-Spieldauerstrafe aus, es winkte also eine attraktive Möglichkeit, das Spiel maßgeblich zu beeinflussen. Das fünfminütige Powerplay blieb allerdings erfolglos: Es fehlten die gefährlichen Pässe auf den freien Mann, es gab keine Möglichkeiten für Direktabnahmen und zudem verdeckten die Ravensburger Cracks zu selten die Sicht des Torhüters.Im Schlussabschnitt wirkten die Towerstars wieder eine Portion selbstbewusster und die Chancen häuften sich. In der 42. Minute verpasste Nick Latta noch knapp, fünf Minuten später konnten die Fans in der mit 2971 Zuschauern gut gefüllten CHG Arena endlich den Ausgleich bejubeln. Erik Karlsson brachte die Scheibe von der rechten Bande zum Tor, Mark Rassell fälschte vor dem Torraum entscheidend zum 2:2 ab. Im weiteren Spielverlauf wog die Partie hin und her, weitere Treffer blieben bis in die Schlussphase aus und nicht wenige Beobachter rechneten mit einer Verlängerung. Dazu sollte es jedoch nicht mehr kommen. Kassels Goldhelm Hunter Garlent nahm die Einladung von zu viel freiem Raum in der Ravensburger Zone dankend an und traf per Handgelenkschuss millimetergenau in den rechten Torwinkel zum 2:3. Weil Luca Hauf eineinhalb Minuten vor Schluss noch eine Strafzeit kassierte, minimierten sich die Chancen auf den Ausgleich weiter. Towerstars-Coach Bo Subr nahm dennoch den Torhüter für einen fünften Feldspieler vom Eis, doch die Scheibe wurde in der Schlussminute hinter dem Tor vertändelt und Hunter Garlent setzte mit dem 2:4 den Schlusspunkt.

Leider waren wir heute Abend nicht auf der Höhe des Spiels und haben dem Gegner viel zu viel Platz und Zeit gewährt. Auch die verkorkste Anfangsphase des Mitteldrittels war ärgerlich und hat uns letztlich das Spiel gekostet“, sagte Towerstars-Coach Bo Subr wenig erfreut über das Ende der Siegesserie und die verpasste Möglichkeit, unter die Top 4 vorzurücken. „Das müssen wir jetzt abschütteln, das Video analysieren und uns dann auf das schwere Auswärtsspiel in Kaufbeuren vorbereiten“, ergänzte der Coach. Besagtes Spiel bestreiten die Towerstars am Sonntag um 17.00 Uhr. Sporteurope.TV überträgt live.




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