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Bei Aufstieg zur Riedholzer Kugel bietet sich ein schöner Blick auf die Nagelfluhkette.

Westallgäu – Der Eistobel südlich von Isny liegt zwar nicht mehr im Ländle, sondern in Bayern, ist von Oberschwaben aber schnell zu erreichen. Wasserfälle und tiefe Strudellöcher, riesige Nagelfluhblöcke und gewaltige Felswände – das etwa dreieinhalb Kilometer lange Naturschutzgebiet Eistobel ist Geologie zum Anfassen und zum Erwandern. Eingerahmt von bis zu 130 Meter hohen Felswänden stürzt das Wasser der Oberen Argen über mehrere Geländestufen talwärts. Zu den Höhepunkten der Schlucht zählen der 18 Meter hohe „Große Wasserfall“ und der „Zwinger“, ein Gewirr aus gewaltigen Felsblöcken. Die „Hohe Wand“ und die „Große Nagelfluhwand“ ragen jeweils rund 50 Meter über den Fluss auf.

Kinder haben viel Spaß beim Spielen am Wasser, wegen der gefährlichen, mehrere Meter tiefen Strudellöcher ist Baden allerdings generell verboten. Der Weg durch den Eistobel ist gut gesichert, kann bei Nässe aber rutschig sein. Verschiedene gut ausgeschilderte Wanderwege weist das Faltblatt aus, das am Info-Pavillon an der Argentobelbrücke ausliegt. Für den mit rund fünf Kilometern kürzesten Rundweg durch den Eistobel zurück über Riedholz und die Argentobelbrücke braucht man knapp zwei Stunden Gehzeit.

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Ein erfrischender Spielplaz. Foto: Isny Markteting Ernst Fesseler

Rauf auf die Riedholzer Kugel

Knapp vier Stunden geht man durch den kühlen Eistobel über den Iberg zur Riedholzer Kugel. Von der Ruine Hohenegg ist kaum etwas übrig geblieben. Im Weiler Hohenegg kann man sich am Kühlschrank des letzten Hauses am Weg mit Getränken versorgen. Oben auf der 1065 Meter hohen Riedholzer Kugel, dem höchsten Gipfel des Westallgäus, angekommen, genießt man einen freien Blick auf die gesamte Nagelfluhkette. Sogar der Schweizer Säntis ist im Südwesten auszumachen, wenn man die 400 Höhenmeter bewältigt hat. Nahe der Bänke und Tische mit Weitblick gibt es im Wald einen kleinen Niedrigseilgarten. Für den Rückweg durch den Wald mit vielen Wurzeln, die bei Regen rutschig sein können, empfehlen sich Trekkingstöcke.

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In Riedholz angekommen, kann man sehr schön im Gasthof Adler mit schattigem Biergarten und Spielplatz einkehren. Es gibt gutes Essen und sehr leckere Kuchen. Zum Parkplatz zurück geht man noch eine Viertelstunde.

www.eistobel.de. Unter www.isny.de kann man sich das Eistobel-Faltblatt mit den verschiedenen Wanderwegen herunterladen. Der Eintritt in den Eistobel kostet 3,50 Euro, für Kinder 1,50 Euro. Auch mit dem Fahrrad ist die Schlucht gut zu erreichen. Vor Ort stehen Akkuladestationen und Schließfächer zur Verfügung. Der Eistobel ist direkt an die Radrunde Allgäu angebunden.

Autorin: Andrea Reck



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