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Rund 200 Besucher

Ausstellungseröffnung von Matthias Fink im Naturschutzzentrum wird zur Live-Comedy



Foto: Ulrich Gresser
Hardy Vincon, Matthias Fink, Angela Bittner-Fesseler, Cäcilia Fink, Siegfried Roth und Bürgermeisterin Alexandra Scherer.

Bad Wurzach – Die Ausstellungseröffnung der Ausstellung „Moor und mehr“ von Matthias Fink, der sich in seinen Bildern auch mit Gedichten des berühmten Wurzacher Malers und Dichters Sepp Mahler befasste, wurde dank der Comedy-Einlagen von Angela Bittner-Fesseler, Reinhard „Hardy“ Vincon und Cäcilia Fink sowie dem A-Capella-Chor Voice Ma Nia zu einem großen Erfolg.

Grußwort der Bürgermeisterin

Bürgermeisterin Alexandra Scherer hieß an diesem Donnerstagabend (9.10.) qua Amtes als Stiftungsvorsitzende die rund 200 (!) Besucher der Vernissage willkommen. Sie freute sich über den enormen Zuspruch. Das Thema der Ausstellung passe sehr gut in die Zeit und sie verwies auf das Symposion, das am folgenden Samstag aus Anlass des 50. Todestages von Sepp Mahler in der Kurhaus-Kulturschmiede stattfinden sollte. Matthias Fink wage in seinem Themenschwerpunkt „eine vorsichtige Annäherung beziehungsweise respektvolle bildnerische Interpretation von Gedichten des bedeutenden Bad Wurzacher Malers und Dichters Sepp Mahler.“

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Rasante Comedy-Action

Danach nahm das Schicksal seinen Lauf: Der Live-Podcast entpuppte sich als rasante Comedy-Action mit der im richtigen Leben echten Professorin für Medien- und Kommunikationsmanagement, Dr. Angela Bittner-Fesseler als Moderatorin Magda Morast, die gemeinsam mit Hardy Vincon, dessen Bühne bisher der Sportlerball war, als Experten Dr. Dr. Phil. Vet. Med. Hugo Torf, kurz Dr. T., den Angriff auf die Lachmuskeln der Zuhörer starteten. Mattias Fink spielte sich selbst. Dessen Schwester Cäcilia „spielte“ die verkannte Wissenschaftlerin Dr. Maike von Schleim.

Die erste eigentlich präzise Frage der Moderatorin galt denn auch dem Titel der Ausstellung „Moor und Mehr“ und brachte damit den Künstler bereits in Schleudern. „Nun… Moor ist mehr als nur Moor, und mehr als nur Moor ist noch mehr Moor…Deshalb!“ fabulierte er. Dann präzisierte er ganz nüchtern: „Bei Sepp Maler spricht man oft vom Moormaler. Seine Bilder und Gedichte sind oft verwoben mit dem Moor, mit dem Ried und der Gegend.“ Was nicht von ungefähr komme, da dessen Vater Torfmeister im Wurzacher Torfwerk war. Er müsse also noch thematisieren: „Moor ist nicht nur Moor, sondern bringt auch Moormaler und Moorpoeten hervor.“ Sepp Mahler sei außerdem ein Vorbild für ihn.

Was beim Experten Dr. T auf wenig Gegenliebe stieß: Er habe das ja geschickt angestellt, indem er sich mit den Gedichten auseinandersetze. Aber: „Die Frage ist nur, ist das angemessen? Ist das nötig? Hätte ein Sepp Mahler das gewollt?“ Um das festzustellen, trugen die Akteure gemeinsam eines der Sepp Mahler-Gedichte mit sehr eigenem Sprach-Duktus und -Rhythmus vor. Als weitere „Moor-Expertin“ trat dann Dr. Maike von Schleim, die als Moorologin einen eigenen Forschungsbereich über Moorwesen etablierte: Der scheue Wurzelwusler, die Moorquappe, der echte Riedmeckeler, der Moorgnom oder der Glasmohr, deren Abbildungen vom Künstler MF gezeichnet im Publikum zu großen Lachsalven führte. Dr. Maike von Schleim hatte dann auch die putzige Idee, dass Magda Morast das sinnliche Kunstmoorerlebnis ja auch auf einer weiteren, der akustischen Ebene, stattfinden lassen könnte. Als diese dankend ablehnte: „Ich Singen, nee das wäre Belästigung. Aber hat zufällig jemand eine Flöte dabei?“ Und so kam „Voice ma nia“ ins Spiel, die sich „Have a nice day“ singend Flashmob-artig aus dem Publikum den Akteuren näherten.

Der Künstler Matthias Fink

Zurück zum Künstler und den Fakten: Der 1965 geborene Matthias Fink wuchs in Bad Wurzach auf, belegte den Kunstleistungskurs am Aufbaugymnasium Saulgau bei Prof. Hämmerle. Er studierte von 1989 bis 1991 an der Freien Kunstschule Ravensburg Grafik-Design mit Schwerpunkt Illustration, arbeitete von 1992 bis 1999 als Photogravurzeichner. Anschließend arbeitete er bis 2005 mit behinderten Menschen, ehe er von 2005 bis 2007 noch ein Lehramtsstudium mit dem Hauptfach Kunst an der PH Weingarten aufnahm. Seit 2008 arbeitet er als Lehrer in Kisslegg und Leutkirch-Willerazhofen. Er hatte zahlreiche Ausstellungen in Karlsruhe, Stuttgart, aber auch in Ravensburg, Bad Waldsee und auch in Bad Wurzach. Er lebt seit 1991 in Molpertshaus.

Zu seinen Bildern schreibt er in seinen Intensionen: Geschichten, Gedanken, Ideen und nicht in Worten Ausdrückbares werden von dem großen Verehrer von Sepp Mahler gestalterisch „verwurstelt“, dadurch dingbar gemacht und zur Erfahrung freigegeben. Er setzt sich mit existenziellen Fragen, etwa: „Warum ist das so wie es ist? Oder: „Wie wär´s, wenn´s anders wäre?“ auseinander. Seine Werke entstehen auf Papier, Karton, Holz und Leinwand mit dem ganzen Spektrum an Farbmaterialien: Acryl, Dispersion, Aquarell, Buntstift, Kreide. Eines der Werke, ein Mobile, zeigt ebendiese von Dr. Maike von Schleim alias Cäcilia Fink bereits vorgestellte Moorwesen, die wie die anderen Bilder der Ausstellung oder die „Moorbolla“ käuflich erworben werden können.

Musikalisch umrahmt von VoiceMaNia

Nachdem die Ausstellung nach einigen weiteren Stücken von VoiceMaNia offiziell eröffnet wurde, wurde es auch im Gewölbegang eng, nachdem sich die rund 200 Besucher zuvor im Shop des Naturschutzzentrums bzw. der Bad Wurzach Info gedrängt hatten.

Die lohnenswerte Ausstellung läuft bis 22.Februar 2026 im Gewölbegang des Naturschutzzentrums und ist dort zu den Öffnungszeiten von Moor-Extrem und Bad Wurzach Info zu sehen.
Text und Bilder: Uli Gresser

Viele Bilder in der Galerie



Fotos: Ulrich Gresser

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