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Wo soll der Rohstoff für die Moorbäder herkommen?

Tourismusstaatssekretär Patrick Rapp besuchte das feelMoor-Gesundresort



Foto: Uli Gresser
Chefarzt Dr. Hans-Georg Eisenlauer, Bürgermeisterin Alexandra Scherer, Fritz Link (Vizepräsident des Deutschen Heilbäderverbandes), die Landtagsabgeordnete Petra Krebs, Bad Wurzachs Kurgeschäftsführer Markus Beck und Staatssekretär Dr. Patrick Rapp in der Moorbadeabteilung.

Bad Wurzach – Im Rahmen seiner dienstlichen Sommerreise besuchte Dr. Patrick Rapp, Tourismus-Staatssekretär im Landes-Wirtschaftsministerium, vor kurzem das feelMoor Gesundresort in Bad Wurzach.

Dr. Rapp ist Mitglied im Tourismusbeirat Baden-Württemberg, deswegen kam er nicht allein: Mit ihm konnten Bad Wurzachs Bürgermeisterin Alexandra Scherer, Kurgeschäftsführer Markus Beck und Albertine Häring, die kommissarische Leiterin der Bad Wurzach-Info, nämlich auch Fritz Link, den Vizepräsidenten des Deutschen Heilbäderverbandes, zugleich auch Präsident des Baden-Württembergischen Heilbäderverbandes, Arne Mellert Geschäftsführer des Verbandes der Heilbäder und Kurorte Baden-Württembergs, Petra Misch die Leiterin der Oberschwaben-Tourismus GmbH und die Landtagsabgeordnete der Grünen, Petra Krebs, begrüßen.

Für den Staatsekretär war es an jenem Freitag (31. Juli) bereits die zweite Station, zuvor hatte er mit Ehingen eine der 20 Kleinstadtperlen Baden Württembergs besucht, um danach am späten Nachmittag noch die bekannte Bärenhöhle und Schloss Lichtenstein auf der Schwäbischen Alb aufzusuchen. Ihn begleiteten auf seiner Reise dabei nicht nur seine Referentinnen und ein Fotograf, sondern auch ein Filmteam.

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Die modernsten Moorbadeabteilung Deutschlands

Im Bad Wurzacher Gesundresort stand zunächst die Besichtigung der vor wenigen Jahren zur modernsten Moorbadeabteilung Deutschlands ausgebauten Keimzelle des Bad Wurzacher Kurbetriebes an. Dort wurde die Gruppe von Chefarzt Dr. Hans Georg Eisenlauer begrüßt, der den Gästen die Heilwirkung des Moores aus medizinischer Sicht erläuterte. Es war der letzte Arbeitstag von Dr. Eisenlauer als Chefarzt in Bad Wurzach; am 1. August ist ihm in dieser Funktion Dr. Ana Matt nachgefolgt (der „Wurzacher“ hat darüber berichtet). Dr. Eisenlauer wird mit seiner orthopädischen Expertise in reduziertem Umfang dem Gesundresort FeelMOOR weiterhin zur Verfügung stehen.

Die zentrale Frage: Wo soll der Rohstoff für die Moorbäder herkommen?

Dr. Eisenlauer sprach die große Sorge der hiesigen Moorbäder wegen der geplanten Aufgabe des Reicher Mooses an, das für die Heilbäder Oberschwabens von existenzieller Bedeutung sei. Denn der Bezug von Fango-Packungen etwa aus Italien sei nicht gerade klimafreundlich. Der Staatssekretär nahm diese Sorge sichtlich ernst; die medizinische Dimension der laut Eisenlauer marginalen Moor-Entnahme im Reicher Moos sei ihm in dieser Dramatik so nicht bekannt gewesen, ließ er durchblicken. Darüber müssen man noch einmal nachdenken.

Dr. Eisenlauer bei seinen Ausführungen zum Bezug des Rohstoffes Moor. Rechts Bad Wurzachs Kurgeschäftsführer Markus Beck.

Dr. Ana Matt stellte das Leistungs-Portfolio des Gesundresorts vor

Als nächstes wurde der Ärztebereich besucht, wo die neue Chefärztin Dr. Ana Maria Matt, deren eigentlicher Dienstantritt erst der 1. August gewesen wäre, das Leistungs-Portfolio des Gesundresorts vorstellte. Neben Chiro- und Neuraltherapie, Infusionstherapie und Akkupunktur umfasst das gesundheitliche Leistungsspektrum auch Homoöpathie, Ernährungsberatung und auch die traditionelle chinesische Medizin.

Beeindruckt von dieser Fülle an medizinischen Leistungen des als Eigenbetrieb geführten Kurbetriebes der Stadt, die seit 1972 den Titel Moorheilbad führen darf, sagte der Staatssekretär: „Die traditionelle Bade- und Bäderkultur hat sich in den letzten Jahrzehnten zu einer modernen, ganzheitlichen Angebotsstruktur weiterentwickelt, die langjährige Erfahrung mit neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen kombiniert. Genau das zeigt das Gesundresort feelMOOR: Eine kurörtliche Einrichtung, die Hotel, Fitness-Studio, Therme und Mooranwendungen auf modernste Art und Weise verbindet und dabei auf die Erfahrungen von vielen Jahrzehnten zurückgreifen kann. Einrichtungen wie diese sind für alle Generationen besonders attraktiv.“

Im Panorama-Café

Danach ging es hinauf in den sechsten Stock des ehemaligen Moorsanatoriums. Dort ist das Panorama-Café des Hauses angesiedelt, das bei gutem Wetter sowohl einen Blick über die Dächer der Stadt im Westen, im Süden bis zu Alpen und im Norden über das Ried erlaubt. Hotelmanager Christian Heil konnte an jenem 31. Juli den einmaligen etwa 290 Grad umfassenden Rundblick nur verbal erklären, da es just in diesem Augenblick draußen „Bindfäden“ regnete, so dass die Besucher nicht einmal die Panoramaterrasse betreten konnten.

Das gab Bürgermeisterin Scherer die Gelegenheit, die Besucher auf das Alter des früheren Höhencafés hinzuweisen und dass auch dieses wie die anderen Einrichtungen des Hauses einer Erneuerung bedürfe.

Offenes Ohr für die Anliegen der Kurstadt Bad Wurzach: Staatssekretär Dr. Patrick Rapp im Gespräch mit Bürgermeisterin Alexandra Scherer.

Aus der Höhe zurück im Erdgeschoss, nämlich im Restaurant des Hotels, konnte deren Küche noch ihre Klasse beweisen. Sie tat dies mit Häppchen und einer Suppe, mit der sich der Staatssekretär gerne stärkte, ehe er zum nächsten Termin aufbrach, während sich die anderen Protagonisten noch ein Weilchen in angenehmer Atmosphäre über die Entwicklungen des Tourismus in Baden-Württemberg beziehungsweise in Bad Wurzach austauschten.
Text und Fotos: Uli Gresser

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Fotos: Uli Gresser

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