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Benefizkonzert zum Jubiläum “100 Jahre Salvatorkolleg Bad Wurzach”

Die Brass Band Oberschwaben-Allgäu begeisterte im Kursaal



Foto: Uli Gresser
Die Brass Band Allgäu Oberschwaben auf der Bühne der Kulturschmiede (Kurhaus Bad Wurzach)

Bad Wurzach – Zum Abschluss des Jubiläumsjahres “100 Jahre Salvatorkolleg Bad Wurzach” hatte die Schule mit dem Gala-Konzert „Frischer Blechbläserwind für Ihre Ohren“ der “Brass Band Oberschwaben-Allgäu” noch einmal einen echten musikalischen Leckerbissen zu bieten. Der Südtiroler Bernhard Reifer, der auch durchs Programm führte, zeigte sich als Dirigent und Conferencier souverän.

Souverän und eloquent: Bernhard Reifer.

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Klaus Merk, Tenorhornspieler, Manager der Band und gleichzeitig Vater einer Kollegsschülerin, hatte das Konzerthighlight vermittelt. Alois Jäger, Geschäftsführer von BauGrund Süd, einer der größten Firmen in der Stadt, hatte für den finanziellen Background gesorgt. Es war damit auf eine gewisse Art ein Benefizkonzert, denn der Erlös des Konzertes kommt der Schulstiftung „Horizonte“ zugute, wie Klaus Amann, der Schuleiter des Salvatorkollegs, bei seiner Begrüßung erklärte.

Schulleiter Klaus Amann bei der Begrüßung. Er dankte Geschäftsführer Alois Jäger von BauGrund Süd für die Förderung des Konzerts.

Selbstverständlich war der Mäzen anwesend. Hier sehr konzentriert, zeigte sich Alois Jäger sehr angetan von Niveau und Können der Musiker. Der Erlös des Konzertes kommt der Schulstiftung „Horizonte“ zugute.

Die Band, bei der mit Klaus Wachter (Tenorhorn)  und Jo Weiss (Posaune) zwei ehemalige Dirigenten von Wurzacher Blaskapellen auf der Bühne der Kurhaus-Kulturschmiede saßen, eröffnete das Konzert mit Dancing and Drumming des Renaissance-Komponisten Tylman Susato eher feierlich, ja fast sakral anmutend, ganz anders als der Titel vermuten lässt.

Ja und dann wäre da noch Hermann Ulmschneider zu nennen, ein echtes Gewächs aus der Region, aus Seibranz stammend und in Bad Wurzach bestens bekannt; so weiß er alljährlich gemeinsam mit Robert Häusle und Trompeterkollege Martin Schad beim Silvesterkonzert in St. Verena das Publikum zu begeistern. Bei seinen beiden Auftritten als Solotrompeter, zum einen mit dem Stück  des Barockkomponisten Giuseppe Tartini  „Trumpet Concerto D Major“ und mit dem „Concerto for Trumpet“ von Vinzenzo Bellini, wusste der an verschiedenen Musikschulen tätige Trompetenlehrer zu begeistern, so sehr, dass er sofort eine Zugabe geben musste.

Hermann Ulmschneider inmitten seiner Brass-Freunde.

Zurück zum ersten Konzertteil: Nach dem „Mist oft he forest“ dem „Wald Nebel“, mit dem der Waliser Komponist und Kontrabassist Gareth Wood ein wunderbares Stück zum Innehalten und zur Naturbetrachtung geschaffen hat, ging es vor der Pause noch einmal rund auf der Bühne der Kurhaus-Kulturschmiede. Philip Wilby schuf mit den „Paganini Variations“ ein Stück Musikgeschichte, das dem Orchester und auch dem Dirigenten körperlich alles abverlangte. Ähnlich wie der bereits zu seinen Lebzeiten (1782 – 1840) als Teufelsgeiger bezeichnete Paganini zeigten sich die von Wilby orchestrierten Paganini-Variationen sehr anspruchsvoll. Wilby´s Komposition beinhaltet zwei Erzählstränge: einen historischen und einen zeitgenössischen, die von allen Registern höchste Konzentration erforderten. Weswegen die Musiker danach wirklich ein kleine Pause benötigten.

Aus dieser kehrten sie mit „Light“, einer Komposition des  jungen norwegischen Komponisten Frederick Shjelderup zurück, die frisch und – wie Dirigent Bernhard Reifer es in seiner Anmoderation ausdrückte – „kraftvoll, melodiös und poppig“ daher kam.

Vorstellung der Brass-Band

Dann war es Zeit für Harald Stumpp als Vorstandssprecher, die Brass Band ein wenig vorzustellen. Die Brass Bands entstanden als angelsächsische Bergbau-Kapellen, hatten neben der sozialen auch eine gesundheitsfördernde Funktion (den beim Bergbau häufigen Staub-Lungen entgegenzuwirken). Als eine der ersten Brass-Bands Deutschlands wurde die Brass-Band Oberschwaben-Allgäu 1992 gegründet. Die Mitglieder sind keine Profis, aber echte Könner, die aus Leidenschaft gemeinsam musizieren (und zudem noch in anderen Ensembles aktiv sind). Dass sie hervorragende Musiker in ihren Reihen haben, zeigt neben den vielen Soli, die von diversen Musikern der Band in hervorragender Manier gemeistert wurden, auch die Tatsache, dass vier von ihnen Mitglieder bei den Oberschwäbischen Dorfmusikanten sind, die einst von Peter Schad, der sich das Brass-Konzert vor seiner Haustüre natürlich nicht entgehen ließ, gegründet worden waren.

Der englische Komponist Philip Sparke taucht mit seinen symphonischen Werken oft in den Konzertlisten bei Jahreskonzerten von Blaskapellen auf. „The year of he dragon“ ist ein solches – von den drei Sätzen spielte die Brass Band das Finale.

Solisten

Das Konzertfinale das fünfteilige „Cry oft he Celtics“ von Ronan Hardiman wurde zum „Triumphzug“ der Brass-Musiker: Dabei konnten sich neben anderen auch Harald Stumpp am Flügelhorn und Klaus Merk am Tenorhorn als Solisten auszeichnen und rissen damit die zahlreichen Zuhörer geradezu von ihren Sitzen. Das derartig euphorisierte Publikum bekam dann als Zugabe das flippig- jazzige „Jazz Police“ von Gordon Goodwin serviert, bei dem sich weitere Musiker als Solisten auszeichnen konnten. „Das war ein kulturelles Highlight für Bad Wurzach”, sagte ein Ehepaar im Publikum. Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.

Der Lohn der Künstler: Stehender Applaus.

Der Dank der Künstler: Reverenz ans Publikum.

Text und Fotos: Uli Gresser

Viele Bilder in der Galerie, darunter Aufnahmen der Solisten



Fotos: Uli Gresser

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