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Vielumjubeltes Konzert

Trio Cantate e musica konzertierte in der Gottesbergkirche



Foto: Ulrich Gresser
Die drei Musiker v. l. Timo Bossler, Daniela Deleva und Julia Küpfer-Hilgarth.

Bad Wurzach – Die drei MusikerInnen Julia Küpfer-Hilgarth (Sopran), Danaila Deleva (Orgel) und Timo Bossler (Trompete) gaben an diesem Sonntagnachmittag ein vielumjubeltes Konzert mit Werken von u.a. Bach, Mozart, Purcell und Buxtehude.

Superior Pater Konrad Werder freute sich in seiner Begrüßung, dass so viele Besucher trotz des wunderbaren Wetters dem Konzert beiwohnen wollten.

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Die Kombination dieser drei „Instrumente“ macht Sinn: Die Orgel gilt wegen ihrer Klangvielfalt und des erreichten Tonumfangs als die Königin der Instrumente. Die Trompete ist seit Jahrhunderten das Instrument der Könige und die menschliche Stimme gilt als Spiegelbild der Seele.

Danaila Deleva

Die Organistin Danaila Deleva wurde in Bulgarien geboren, studierte dort und in Österreich Klavier- Cembalo und Orgel und ist aktuell Klavierlehrerin an der Musikschule Hard (Vorarlberg).

Julia Küpfer-Hilgarth

Die Koloratur-Sopranistin Julia Küpfer-Hilgarth ist Grundschullehrerin. Sie erhielt ab dem sechsten Lebensjahr für 14 Jahre Klavierunterricht an der Musikschule Waldshut-Tiengen. Ihre Ausbildung zur Koloratur-Sopranistin erhielt sie von 2008 bis 2020 an der Gesangsschule Susanne Wesselsky. In deren Klassikensemble war sie von 2013 bis 2020 Mitglied. In diesem Zeitraum trat sie bei verschiedenen Opern- und Operettengalas auf. 2019 bis 2021 nahm sie in Friedrichshafen an der langen Kammermusiknacht teil. Seit 2022 erhält sie bei der Sopranistin und Gesangslehrerin Martina Klesse-Schmitt Unterricht. Seit 2014 ist sie Mitglied im Trio cantate e musica.

Timo Bossler

Für Trompeter Timo Bossler war das Konzert ein Heimspiel, wuchs er doch in Arnach auf. Er studierte an den Musikhochschulen in Weimar und München sowie am Landeskonservatorium Tirol in Innsbruck mit Abschlüssen zum Diplom Musiklehrer, Diplom Musiker und dem Meisterklassen Diplom. In den Jahren 2001 bis 2003 war er Mitglied der Orchesterakademie der Münchner Philharmoniker, mit denen er in Europa und Amerika auf Tournee war. Dazu zählten Auftritte in der Carnegie Hall oder der Royal Albert Hall. Er spielte dabei unter Dirigenten wie James Levine, Günter Wand, Zubin Mehta und Christian Thielemann. Sein musiktpädagogische Heimat ist seit 2004 die Musikschule Ravensburg sowie seit 2018 auch das Kolping Bildungszentrum in Ravensburg. Darüber hinaus findet eine rege Konzerttätigkeit in Süddeutschland und dem deutschsprachigen Ausland statt.

Mit einer Toccata von Giovanni Battista Martini, einem der bedeutensten Musiktheoretiker Italiens stiegen die Instrumentalisten gemeinsam in das Konzert ein. Aus Stabat mater des sehr jung verstorbenen Giovanni B. Pergolesi, das der Komponist wenige Wochen vor seinem Tod schrieb, präsentierten die drei Musiker gemeinsam von der lichtdurchfluteten Orgelempore herab. Beim achten Satz „Wie freudig ist mein Herz“ aus der Cantate „Mein Herze schwimmt im Blut“ von Johann Sebastian Bach, die dieser 1714 in Weimar komponierte, wurde die Sopranistin von der Orgel begleitet.

Henry Purcell gilt als einer der bedeutendsten Barockkomponisten Englands, der mit seinem unverwechselbaren Stil und seiner Fähigkeit Emotionen musikalisch auszudrücken , die Musikgeschichte über viele Generationen beeinflusste und inspirierte. Er schrieb in seinem geistlichen Oeuvre viele phantasievolle Sonaten und Suiten, darunter auch die jetzt aufgeführte Chapel Suite.

Der Satz Laudate Dominum aus Mozarts Vesperae de Domenica ist ein inniges Werk 1779 in Salzburg komponiert, für Konzert Orgel und Sopran-Solo. Das Orgelspiel von Deleva übernahm dabei eine konzertierende Rolle, welche die Stimme unterstützte und bereicherte und somit die Zuhörer tief berührte.

Ebenfalls eine einflussreiche Musikerpersönlichkeit im Barock war Dieterich Buxtehude, der als Organist der Marienkirche in Lübeck eine der ersten öffentlichen Konzertreihen, die Abendmusiken, etablieren konnte. Mit der Norddeutschen Organistenschule, die sehr improvisationsgerichtet war, konnte er eine weitere Institution etablieren. 1705 legte Bach die für damalige Verhältnisse riesige Strecke von 465 Km von Arnstadt nach Lübeck zu Fuß zurück, um bei Buxtehude Unterricht zu bekommen.

Mozarts „Spatzenmesse“, die dieser im Alter von knapp 20 Jahren schrieb, welche mit 360 Takten zu den kürzesten Mozartmessen zählt, ist gleichermaßen kurz wie feierlich. Sie verdankt ihren Spitznamen dem Orchestersatz. Denn die Violinfiguren klingen im Hosanna des Sanctus und Benedictus wie das Zwitschern von Spatzen. Die Messe verzichtet weitgehend auf Arien und Solopartien, einzig im Benedictus dominiert der Sopran, der an diesem Nachmittag von der Trompete begleitet wird.

Der schon erwähnte Henry Purcell war noch einmal im Konzert vertreten: Mit Air (oder Aria), deren Bezeichnung seinen Ursprung im Französischen hatte und ein liedhaftes Instrumentalstück mit einfachen Melodienfolgen bezeichnet, das nicht als Tanzlied dienen sollte. Mit dem Laudate Dominum aus vesperae solennes de confessore kam ein weiteres Werk von Mozart bei diesem Konzert des Trio Cantate e musica zur Aufführung. Die in Mozarts letzten Salzburger Jahren entstandene Kompositionen der Vespern hat der Komponist sehr konzentriert ausgearbeitet und mit dem Laudate Dominum eine getragene Kantilene geschaffen, die zum unvergänglichen Erbe der klassischen Musik gehört.

Mit einer der bekanntesten Bach-Kantaten „Jauchzet Gott in allen Landen“ beendeten die Musiker mit einem höchst anspruchsvollen Werk für Solostimme und Trompete ihre reine Audioveranstaltung auf der Orgelempore. Sie traten den kurzen Fußweg zum Altarraum an, wo sie die mehr als berechtigen Huldigungen des Publikums entgegennehmen durften.

Bei der Zugabe „Papierflieger“ aus dem Film “Die Kinder des Monsieur Matieu” konnte das begeisterte Publikum Julia Küpfer-Hilgarth und Timo Bossler auch noch „bei der Arbeit zusehen.“

Viele Bilder in der Galerie



Fotos: Ulrich Gresser

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