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Am Palmsonntag

Musikverein Arnach spielte Frühjahrskonzert



Foto: Ulrich Gresser
Bot mit 65 Musikern ein imposantes Bild: Der Musikverein Arnach auf der Bühne des Kursaals.

Arnach – Traditionell veranstaltet der Musikverein Arnach sein Frühjahrskonzert am Palmsonntag, in diesem Jahr am 13. April im Kurhaus am Kurpark in Bad Wurzach. Unter der Leitung von Dirigent Berthold Hiemer hatten die Arnacher Musikanten in den letzten Monaten wieder ein interessantes und abwechslungsreiches Programm mit Werken aus unterschiedlichsten Stilrichtungen einstudiert.

Die musikalische Leitung hatte Berthold Hiemer.

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Das Konzert eröffneten die 65 Musiker mit der „Appalachian Overture“ des US-amerikanischen Komponisten James Barnes. Diese Ouverture gehört seit vielen Jahren zu den beliebtesten und bekanntesten Blasorchester-Kompositionen. Es ist programmatisch angelegt und enthält zahlreiche Melodien, deren Ursprung man in der Folklore suchen würde, die jedoch allesamt Eigenkreationen von James Barnes sind.

„Castellum“ von Mario Bürki ist ein symphonisches Werk für Blaskapellen. Es ist das Hauptwerk des Konzertes, für welches die Arnacher Musiker die meiste Probenzeit aufwenden mußten, wie Berthold Hiemer, der selbst durch das Programm führte, anmerkte. Es beschreibt, wie sich der Komponist das Leben in einem römischen Kastell vorstellte. Neben der mühsamen Arbeit auf dem Feld, dem Kampfgetümmel beim Kampf der Römer gegen die Helvetier sind auch die pompösen Bauwerke Gegenstand der musikalischen Erzählung. Das Stück hatte Hiemer im vergangenen Jahr beim Wertungsspiel – von der Musikkapelle Schloss Zeil gespielt – gehört. Es hatte ihm so gut gefallen, dass er sich gesagt hatte: „Das müssen wir auch spielen.“

Rossano Galante schrieb „Cry of the last unicorn“,ein Oberstufenstück im Jahre 2011. „Eine überwältigend anschauliche Darstellung des schicksalhaften Zusammentreffens der Jäger, die das legendäre letzte Einhorn verfolgen. Die Musik, mal melancholisch, dann wieder stürmisch, zeichnet eine dramatische Verfolgungsjagd nach. Die mitreißenden Themen und die üppige Instrumentierung verleihen diesem Stück einen beeindruckenden symphonischen Charakter.“Es sei das Bestreben von Dirigent und Musiker gewesen, dem Musikstück diesen symphonischen Charakter zu verleihen, erzählte Hiemer bevor er seine Musiker damit zu Höchstleistungen antrieb. In „An American in Paris“ von den Arnachern gespielt im Arrangement von von Naohiro Iwai, erzählt der große amerikanische Komponist und Musiker George Gershwin (1898–1937) auf musikalische Art und Weise von seinem Aufenthalt in Paris im Rahmen seiner Europareise im Jahre 1928. Zur Uraufführung seines Werkes habe der Komponist damals Original Hupen aus Paris angefordert. „Wir waren da etwas sparsamer, unsere Hupen sind aus Arnach, Bad Wurzach und Umgebung.“ Hiemer erzählte auch bei diesem Stück, wie er sich dazu inspirieren ließ: „Wenn das Stuttgarter Philharmoniker spielen, können wir das auch.“

Mit „Elisabeth“ von Johan de Meij mit Titeln aus dem gleichnamigen Musical, kamen die Musiker aus der wohlverdienten Pause zurück. Seit der Uraufführung in Wien 1992 begeisterte das erfolgreichste deutschsprachige Musical mehr als zwei Millionen Besucher auf der ganzen Welt. Das Musical von Michael Kunze und Sylvester Levay erzählt die wahre Geschichte von Elisabeth, der berühmtesten Kaiserin von Österreich. Ihr Leben am Wiener Hof begann wie ein romantisches Märchen, entwickelte sich jedoch schnell zu einem Drama voller Entbehrungen und Machtkämpfe. „Elisabeth“ ist die Geschichte einer starken und modernen Frau, die sich von allen Zwängen befreit und dafür einen hohen Preis zahlen muss. In einem meisterhaften Arrangement hat Johan de Meij, Altmeister seiner Zunft die bekanntesten Themen zusammengestellt und für sinfonisches Blasorchester bearbeitet.

Lisa Gottschling mit Adele-Medley

Weil der Musikverein Arnach mit Lisa Gottschling auch eine hervorragende, bei vielen Stimmungsabenden bewährte Sängerin in seinen Reihen hat, durfte natürlich ein Gesangsstück beim Konzert nicht fehlen. Bert Appermont hat in „Adele in Symphony“ in Anlehnung an den Erfolg von „Coldplay in Symphony“ ein sinfonisches Arrangement mit Adeles Musik in seinem typischen filmischen Kompositionsstil geschaffen. Für dieses Medley verwendete er ihre größten Hits, darunter „Set Fire to the Rain“, „Hello“, „Someone Like You“ und „Rolling in the Deep“.

Beeindruckender Gesang: Lisa Gottschling.

Neue Tuba

Damit war das Konzert natürlich noch nicht zu Ende. Es war an Vorstandsmitglied Martin Fimpel danke zu sagen. Zum einen Dirigent Berthold Hiemer, dann den Musikern insbesondere den Aushilfen. Dann bedankte er sich natürlich bei den Sponsoren, etwa der Gärtnerei Grad für die Deko im Kursaal. Ein ganz besonders großer Dank ging an das Ziegelwerk Arnach, vertreten durch Karl-Josef Fassnacht, das den Löwenanteil zur Anschaffung einer neuen Tuba für den Verein beigesteuert hatte. Ein großer Dank ging auch an das Publikum, das den Kursaal so gut gefüllt hatte. Er verband diesen Dank mit der Bitte – da kein Eintritt verlangt wurde – dafür etwas in die aufgestellte Spenden-Tuba zu geben. Mit der Maßgabe des Kassiers: „Es sott halt it kleppra.“

Blick ins Publikum

Das Jubiläum im Blick

Mit dem schmissigen Marsch „Jubelklänge“ verabschiedeten sich die Musiker bis zu ihrem Jubiläumswochenende vom 23. bis 25. Mai, an dem der Musikverein Arnach dann sein 175-jähriges Bestehen feiern wird. Einen Vorgeschmack darauf bekam das Publikum bereits an diesem Abend: Neben der Bühne war eine kleine Ausstellung von historischen Uniformen, Instrumenten und der ehemaligen Vereinsfahne aufgebaut.

Vom 23. bis 25. Mai feiert der Musikverein Arnach sein 175-jähriges Bestehen.

Text und Fotos: Uli Gresser

Weitere Bilder in der Galerie

Eun Bericht über die Ehrungen beim Pamsonntagskonzert des Musikvereins Arnach folgt



Fotos: Ulrich Gresser

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