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Narrensprung in Bad Wurzach

Sonnenbaden für die Hästräger



Foto: Uli Gresser
Die Wolfegger Hexen bauten die beeindruckendste Pyramide

Bad Wurzach – 83 Gruppen, drei Stunden Umzugsfreude – der diesjährige Narrensprung am Rosenmontag in Bad Wurzach geizte nicht mit Superlativen. Wir haben viele Bilder in der Galerie.

Wurzacher Narren-Nachwuchs.

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Traditionell eröffnete die Stadtkapelle in ihrem in den Stadtfarben blau, rot und gelb gehaltenen Häs den diesjährigen Narrensprung in Bad Wurzach beim Aufstellungsplatz vor dem Hotel „Rössle“, der kurz vor dem Umzugsstart von Hästrägern nur so wimmelte.

83 Gruppen

Die 83 Gruppen – davon zwölf Musikgruppen – wurden an den drei Ansager-Positionen in der Marktstraße, beim Rathaus und in der Herrenstraße von fachkundigen Zunftmeistern wie Daniel Wassner von den Haidgauern Chadaloh oder Willi „Willi-Bu““ Butscher von der Seibranzern Langjuppen, vorgestellt. Das Revier von Willi-Bu und seinem Kollegen von den Bellamonter Budelhond war die Schlossstraße, wo sich auf einem LKW die Ehrengasttribüne befand, auf der sich neben den Zunftoberen die politische Prominenz wie Bürgermeisterin und Gemeinderäte tummelten. Die beiden Zunftmeister betätigten sich als männliche Sonja Schreckleins und waren dabei immer mitten im Geschehen.

Hexen und Narrensamen

Vor allem die Hexengruppen zeigten ihre akrobatischen Fähigkeiten: Hexen-Pyramiden und -Karusselle gab es zuhauf, einige Gruppen waren da sehr kreativ. Und was die Großen können, das können die Kleinen schon lange: Auch der Narrensamen der verschiedenen Zünfte war immer dabei, wenn die zuständigen Narrenmeister das Zeichen dafür gaben.

Aus Arnach, Haidgau, Seibranz, Hauerz, Unterschwarzach …

Aus der Großgemeinde waren natürlich fast alle Zünfte mit großen Abordnungen vertreten, etwa die Arnacher Schoafböck, die Hauerzer Baadgoischd´r, die Narrengilde Unterschwarzach, die Seibranzer Langjupp und auch das ein halbes Jahrhundert altgewordene Geburtstagskind, die Haidgauer Chadalohs. Für die in rot-weiß  gewandeten Weißnarren war es an diesem Tag bereits der zweite Umzug, denn am Vormittag waren sie bereits in Ravensburg zugange gewesen. Nicht fehlen durften natürlich die „Freunde des Ungeziefers“, die in diesem Jahr als Picasso-Wanzen unterwegs waren, ebensowenig wie die „Haidgauer Sippe“, eine Gauditruppe mit langjähriger Tradtion.

Narren aus Bayern und dem Raum Biberach

Aber auch aus dem benachbarten Bayrischen, so aus Memmingen, Buchenberg oder dem Illerwinkel, waren große Abordnungen dabei. Dass der Landkreis Biberach ebenfalls sehr groß ist, zeigen die Zünfte wie die Bawaldbohle aus Ellwangen und die Zeller Schwarze Katz aus Eberhardzell aus der näheren Umgebung, dann aber auch diejenigen aus Uttenweiler und Äpfingen, die schon aus Richtung Ulm kommen.

Bis von Bietigheim-Bissingen

Aus der Ulmer Gegend war die Ulmer Hagel-Hex und die Därles Bärbla aus Oberelchingen angereist. Den weitesten Anfahrtsweg hatte die Holma´le Zunft aus Ingersheim bei Bietigheim-Bissingen.

Treu beim Rosenmontagszug in Bad Wurzach dabei

Auch weil es immer schwieriger wird, Musikkapellen, Fanfarenzüge, Lumpenkapellen oder Guggenmusiken zu engagieren, brachten viele Zünfte ihre rollenden Discos mit. Eine löbliche Ausnahme: Neben der Stadtkapelle ist seit vielen Jahren auch der Musikverein Eintürnen mit von der Partie.

Beliebte Ziele der Narren waren wie immer junge, hübsche Mädchen und die wurden gerne im wahrsten Sinne des Wortes etwa in den kreiselnden „Kretta“ der Dettinger Krettamacher „eingeladen“. Die vielen Konfettifrisuren, egal ob von Erwachsenen oder Teenagern am Umzugsweg, legten beredtes Zeugnis davon ab, dass die Narren herrschen und die Obrigkeit bis Aschermittwoch abgesetzt ist. Und das, obwohl eigentlich Konfettiverbot am Umzugsweg herrschen sollte …

Wer die Narrenrufe drauf hatte …

Für die Kinder aber erwiesen sich die auf den ersten Blick furchteinflößenden Masken und Larven oft als freundliche, zu allerlei Schabernack aufgelegte und freigebige Narrenfiguren. Wer von Alt und Jung brav die verschiedenen Narrensprüche wie „Bawald-Bohle“, „Hoorig-hoorig, hoorig isch die Katz “ oder „No it huddla – Ofanudla“ beantwortete, durfte auf Gnade hoffen und bekam als Belohnung auch mal das eine oder andere – auch flüssige – Guatsle.

Fasnetsparty im Zelt an der Riedsporthalle

Im großen Diskozelt bei der Riedsporthalle angekommen, ließen es die Narren noch einmal so richtig krachen, ehe auch dieser Rosenmontagsumzug in Wurzach – für manche viel zu schnell –  wieder Geschichte war.

Text und Fotos: Uli Gresser

Viele weitere Bilder in der Galerie



Fotos: Uli Gresser

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