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Die Schleiereule ist nachtaktiv und am Tage nur an ihren Ruheplätzen sowie am Brutplatz zu beobachten.

Ingoldingen – Der  NABU Südliches Riss- und Umlachtal setzt sich ein für Artenvielfalt und schafft Lebensräume für Gebäudebrüter. Die Naturschützer bauen Nistkästen für Schleiereulen und bringen sie an waldnahen Scheunen an.

Gartenbesitzer sollten die Brutzeit von Vögeln kennen, sie ist nämlich zur Bestandssicherung heimischer Arten Vogelschutzzeit. Offiziell beginnt die Brutzeit der Vögel am 1. März und endet am 30. September, wie im Bundesnaturschutzgesetz in § 39 festgelegt. Von März bis September dürfen folgende Gartenarbeiten nicht ausgeführt werden: Heckenschneiden, Bäume auf den Stock setzen (also radikal stutzen) oder fällen (wenn sie nicht gerade umzufallen drohen), Bäume, Büsche und andere Gehölze stark zurückschneiden.

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Bereits Ende Februar beginnen die Amseln zu brüten. Sie hüten ihre Nester 10 bis 19 Tage. Amseln brüten übrigens zwei- bis dreimal im Jahr. Dieser häufige Gartenvogel ernährt sich von Insekten wie Maikäfer und Blattläusen, aber auch von Schnecken. Sie brütet in immergrünen Sträuchern und Bäumen. Buchfink und Bachstelze brüten ab März, Meisen und Rotkehlchen ab April. Sie nisten oft in dichten Hecken und bedürfen keiner festen Unterkünfte. Das ist allerdings nicht bei allen Arten so. Manchen helfen Gartenbesitzer und engagierte Umweltschützer mit einladenden Mietwohnungen.     

Die NABU-Gruppe Südliches Riss- und Umlachtal konnte kürzlich im Rahmen ihrer „Feldscheunen-Initiative“ wieder zwei Schleiereulen-Kästen an geeigneten Scheunen anbringen. Dank einer Spende von Round Table Biberach und der Unterstützung durch die Firma Mühlschlegel war es möglich, die beiden Eulenkästen kostenlos zur Verfügung zu stellen. Die beiden Kästen warten nun im Ummendorfer Weiler Ruckweg und in Oberessendorf auf ihren Erstbezug durch   Schleiereulen oder, wie es auch oft der Fall ist, durch Turmfalken. 

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Mit vereinten Kräften gelingt das Anbringen des Schleiereulenkastens.

Die Schleiereule (Tyto alba) lebt als Kulturfolger sehr nah beim Menschen. Sie brütet in alten Scheunen oder Kirchtürmen und nutzt  gerne  spezielle für sie angebrachte Nistkästen. Trotzdem sind ihre Bestände  uns zurückgegangen, sie gilt aber nicht als gefährdet. Auffallend ist ihr weißer Gesichtsschleier. Wichtig für die Schleiereule ist die unmittelbare Nachbarschaft zu freien Feld- und Wiesenflächen. Sie jagt auch in Streuobstwiesen, wo sie Mäuse als ihr Hauptnahrung erbeuten kann. In Jahren, in denen es kaum Mäuse gibt, brütet die Schleiereule nicht. Dagegen kann es in sogenannten Mäusejahren auch zwei Jahresbruten ab März bis in den Spätherbst geben. 

Vorstandsmitglied Peter Holl baute die Kästen in der neuen „NABU-Werkstatt“ in Ingoldingen  und passte sie dem vorgesehenen Verwendungsort an. Ehrenamtliche Helfer und eine Helferin des NABU brachten Anfang Februar, rechtzeitig vor der Brutsaison die Nisthilfen innen in den Scheunen an und sägten in schwindelnder Höhe Einflugöffnungen in die Scheunenwände. Auch die Pflege und Reinigung der Nisthilfen soll künftig durch NABU-Mitglieder oder freiwillige Unterstützer/-innen erfolgen.

Wo kein Platz für einen großen Eulenkasten ist, kann man zumindest Schwalbennester oder Nistkästen für Stare anbringen. Oder für andere höhlen- bzw. halbhöhlenbrütende Arten, wie dem Hausrotschwanz, dem Vogel des Jahres 2025, der ab Mai brütet.

Interessierte Scheunenbesitzer können sich an regionale NABU-Gruppe wenden. Auch Geld- und Sachspenden sind willkommen, um weitere Nisthilfen für Gebäudebrüter, Fledermäuse, Wildbienen, Hummeln und andere scheunenbewohnende Arten anbieten zu können. Informationen unter:  www.NABU-Riss-Umlach.de

Autorin: Andrea Reck



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